Chapter five

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Lilith blickte Amelia verdutzt hinterher, dann drehte sie sich zu Minerva und Isobel: „Was ist denn mit ihr los?" Ihre Stimme klang besorgt. Minerva schüttelte den Kopf: „Das ist gerade nicht so wichtig. Halte Ryan nur bitte von ihr fern. Okay Schatz?" Lilith nickte überrumpelt: „Natürlich Mom." Mit diesen Worten ging sie ins Esszimmer. Minerva blickte ihre Mutter an: „Ich werde nach ihr sehen, Albus sitzt auf der Terrasse, hinten. Schickst du Fred raus?" Isobel nickte: „Natürlich Minerva." Minerva folgte Amelia also raus in den Garten. Dort musste sich die Frau nicht lange nach dem Mädchen umschauen. Geradeaus an dem Springbrunnen saß eine zierliche Gestalt, in einem blauen Kleid, auf dem Boden zusammengekauert. Minerva schritt schnellen Schrittes auf das Zentrum des Gartens zu. Dort angekommen glitt sie neben dem Mädchen zu Boden und nahm sie in den Arm. Tränen rannen über Amelias Wangen, Minerva schaffte es sie zu beruhigen, genauso wie sie es schon seit drei Jahren schaffte. Als Amelia sich beruhigt hatte, nahm Minerva ihr Gesicht in die Hände, gab ihr einen Kuss auf die Stirn und wischte mit dem Daumen die Tränen weg. Mit erstickter Stimme fragte Amelia: „Was ist wenn er recht hat?" „Womit Liebling?", fragte die Oberlöwin, die gerade den halbzerrupften Dutt, des Mädchen geöffnet hatte und ihr nun einen neuen machte. „Wenn ich das wirklich verdient habe?", fragte Amelia unsicher. Minerva ließ ihre Haare ruckartig los und sah sie geschockt an: „Liebling?! Niemand hat so etwas verdient, aber du am allerwenigsten okay?" Amelia nickte, wenig überzeugt. Minerva begann erneut die roten Locken zusammenzubinden als sie fragte: „Aber das was du gesagt hast? Über ihn und-?" Amelia verstand und sagte: „Das solltet ihr nicht wissen, aber ich war sauer." Minerva hatte ihr Vorhaben beendet und legte ihren Arm wieder um Amelia: „Also stimmt es?" Amelia nickte nur. Einige Minuten saßen die beiden, aneinander gekuschelt auf dem Boden, als eine besorgte Stimme vom Haus ertönte: „Amelia?" Amelia hob den Kopf und als sie die roten Haare sah grinste sie. Minerva lächelte sie vielsagend an, ließ sie los, stellte sich hin und klopfte ihre Anziehsachen aus. Dann streckte sie Amelia ihre Hand entgegen, diese nahm sie dankend an und Minerva zog das Mädchen auf die Füße. Als der Weasley fast bei dem Brunnen angekommen war, sagte Minerva: „Ich bin in der Bibliothek wenn was ist. Denk dran um 13 Uhr gibt es Mittagessen und du wirst etwas essen." Amelia nickte nur und da war Minerva auch schon auf dem Weg ins Haus, sie begrüßte den Besuch kurz und war verschwunden. Amelia rannte die letzten Meter und sprang ihm in die Arme: „Freddie!" Fred lachte: „Hi Füchschen. Wie geht es dir? Mrs McGonagall hat mir alles erzählt." Amelia zuckte nur mit den Schultern: „Minerva und ich haben etwas geredet und ihre Anwesenheit hat mir schon etwas geholfen. Poppy kommt morgen, für unsere Stunde. Das wird schon." Fred nickte und ohne sich abzusprechen gingen beide gleichzeitig los, weiter weg vom Haus, in den Garten. Einige Sekunden schwiegen beide, dann fragte Amelia: „Wie geht es Ginny, ist sie schon aufgeregt?" Fred lachte: „Aufgeregt ist untertrieben, sie ist noch aufgedrehter als sonst und benimmt sich wie ein Hinkypunk vor seinem ersten Irreleuchten." Amelia lachte: „So schlimm?" Fred grinste sie an: „Schlimmer." „Und hat Molly den Schock vom letzten Schuljahr überwunden oder bekommt Ron immer noch weniger zu essen als sonst, damit es ihm eine Lehre ist, dass er den Stein gesucht hat?", fragte Amelia belustigt. Fred schnaubte: „Schön wär's aber der darf uns wieder alles wegessen was er möchte." „Und was gibt es sonst so neues im Fuchsbau?", Amelia war sehr interessiert in Freds Familie, da diese sie herzlich aufgenommen hatte und sie nun Teil dieser Familie war. „Wir haben Harry gerettet.", sagte Fred als sei es das normalste der Welt. „Ihr habt WAS?", Amelia blieb stehen. Fred blieb ebenfalls stehen: „Wir haben Harry gere-" „Ich hab es schon verstanden du Troll, aber wann? Wie? Und wovor?", Amelia unterbrach ihn. Fred zog sie an der Hand weiter und die beiden liefen wieder nebeneinander. Dann erklärte Fred: „Also seine Verwandten behandeln ihn ja nicht so gut und da haben wir uns Sorgen um ihn gemacht und ihn gestern geholt." Amelia nickte, doch dann fragte sie besorgt: „Und wie? Habt ihr euch in Gefahr gebracht? Ich schwöre dir Freddie, wenn ihr euch in Gefahr gebracht habt!" Fred lachte: „Machst du dir etwa Sorgen um mich Füchschen?" Amelia verdrehte die Augen: „Nein ich mache mir Sorgen um Euch." Fred lächelte: „Nein, wir haben uns nicht in Gefahr gebracht. Wir sind mit Dads Auto geflogen. Harry hatte Gitter vor seinem Fenster. GITTER!" Amelia sah ihn mit großen Augen an: „Er hatte- Moment hast du gesagt ihr seid mit Arthurs Wagen geflogen?" Fred sah schuldbewusst auf das Gras unter seinen Füßen. „Fred?! Da hätte sonst etwas passieren können.", Amelia zog ihn in ihre Arme und er erwiderte die Umarmung. Als die beiden sich voneinander lösten musste Amelia schmunzeln: „Was hat Molly euch angedroht?" Auch Fred musste schmunzeln: „Sie meinte, dass wir froh sein können wenn sie an unseren Fenstern keine Gitter anbringt." Amelia lachte: „Ja. Das hört sich nach Molly an." Die beiden liefen noch etwas durch den Garten und entschieden sich dann dazu reinzugehen. So machten sie sich auf den Weg zum Haus, Amelia entgingen die grauen Locken am Wohnzimmerfenster nicht und sie musste schmunzelnd den Kopf schütteln. Fred hingegen schien diese nicht bemerkt zu haben, denn er redete weiter über einen neuen Prank, den George und er sich für Draco ausgedacht hatten, da dieser Amelia am letzten Schultag wieder wie den letzten Hauself behandelt hatte. „So süß ich das von euch finde Freddie: Es ist bereits geschehen und ich bin es gewohnt, also denkt euch lieber einen Prank für Filch aus. Oder – das ist sogar noch besser – lernt für eure ZAGs." Fred schüttelte den Kopf: „Wir haben noch zwei Schuljahre bis die anstehen und du machst dir jetzt schon Gedanken darüber? Wieso wundert mich das nicht?" Mittlerweile waren die beiden im Flur angekommen und Amelia vernahm Albus' und Isobels Stimmen aus dem Wohnzimmer. Ansonsten war es ruhig. Amelia zuckte nur die Schultern und antwortete: „Ich möchte die Prüfungen halt gut bestehen mein Lieber und außerdem-" Sie hörte abrupt auf zu reden, als Ryan und Lilith vor ihnen im Flur standen. Lilith umarmte den Weasley stürmisch: „Fred!" Fred lachte: „Ich freue mich auch dich zu sehen Lil." Als die beiden sich voneinander lösten, verfinsterte sich sein Blick, mit einem Nicken sagte er: „Ryan." Dieser erwiderte die Geste mit ernstem Blick: „Fred." Amelia merkte, dass Fred wütend wurde und so nahm sie seine Hand und flüsterte: „Bitte Fred, lass uns einfach zu Isobel und Albus ins Wohnzimmer gehen." Fred blickte das rothaarige Mädchen an, dann nickte er. Amelia wandte sich an Lilith und lächelte ihr kurz zu, dann gingen die zwei ins Wohnzimmer. Als sie im Türrahmen des Wohnzimmers standen, merkten sie, dass sie noch immer seine Hand hielt. Perplex ließ sie diese los. Amelia seufzte als sie sich auf das Sofa fallen ließ. Isobel und Albus saßen nebeneinander auf dem anderen Sofa und blickten nun beide von ihren Büchern hoch. Fred setzte sich neben Amelia und sah sie entschuldigen an: „Tut mir leid Füchschen, es ist nur- Wenn ich ihn sehe muss ich daran denken, was seine Familie und auch er getan hat und ich werde wütend." Amelia legte ihrem besten Freund eine Hand auf die Schulter: „Ich weiß, aber versuche bitte – zumindest wenn Lilith dabei ist – mit ihm klar zukommen oder dir die Wut nicht anmerken zu lassen." Fred nickte: „Okay, ich werde es versuchen." „Danke.", Amelia lächelte ihn warm an. Isobel räusperte sich: „Was ist passiert?" Amelia seufzte erneut: „Wir sind im Flur auf Ryan und Lilith getroffen und Fred ist sauer geworden, als er Ryan gesehen hat." Isobel nickte verständnisvoll: „Bin ich auch. Ich mochte ihn vorher schon nicht, aber jetzt mag ich ihn noch weniger. Ich versuche trotzdem neutral zu bleiben. Lilith ist glücklich mit ihm." Albus nickte: „Geht mir genauso." Amelia lächelte: „Fred und ich sind oben wenn etwas ist." Isobel nickte und dann waren die beiden Teenager auch schon auf dem Weg nach oben. „Die beiden sind süß zusammen.", bemerkte Albus. Isobel nickte: „Und wie sie das sind." 

Sie braucht dich Minnie - Eine Minerva McGonagall FanfictionWo Geschichten leben. Entdecke jetzt