Der Zug fuhr in den Bahnhof Kings Cross ein. Amelia und Fred saßen mit Ginny und Lamina in einem Abteil, da George, Lilith, Ophelia und Lee sich schon von ihnen verabschiedet hatten als sie in den Zug gestiegen waren. Eine Art „Doppeldate" hatten sie es genannt, Amelia musste sich das Lachen verkneifen als Ophelia das gesagt hatte und Lilith rot geworden war und George sie angesehen hatte, als wolle er Ophelia an die Kehle gehen.
Lee hatte den beiden erneut angeboten, mit ihnen Weihnachten zu verbringen, doch Fred und Amelia hatten abgelehnt, freute sich Amelia doch so auf die Zeit mit Molly und Ginny. Fred war ebenfalls für das Weihnachten im Fuchsbau, da Bill und Charlie kommen würden. So hatten Amelia und Fred sich zu den zwei jüngeren Schülerinnen gesellt und die Zugfahrt damit verbracht über die vergangenen dreieinhalb Monate zu reden. Ginny und Lamina hatten irgendwann begonnen Zaubererschach zu spielen und Fred und Amelia beobachteten sie lächelnd dabei, während sie sich murmelnd unterhielten.
Als der Zug anhielt schnappte sich Amelia ihren und Laminas Koffer und hievte beide durch den Gang. Die jüngere Cousine trug den Eulenkäfig und die Taschen der beiden. Genauso handhabten es Fred und Ginny. Die Gruppe machte sich erst auf den Weg zu Laminas Mutter, die mit Narcissa zusammen am Bahnsteig stand. Die Frauen kamen immer zu zweit (ohne ihre Männer), wenn sie die Kinder vom Bahnhof abholten. „Lamina, Liebes, kannst du deinen Koffer nicht selber tragen?", fragte Morana und nahm ihrer Nichte den Koffer ab um ihn auf den Gepäckwagen zu heben. Amelia umarmte ihre Tanten und nahm dann wieder ihren Platz neben Fred ein. „Nein.", sagte Lamina grinsend, was sie und ihre beste Freundin zum Lachen brachte. „So, du bist dann wahrscheinlich Ginny.", sagte Narcissa freundlich. Sie wusste, dass die Weasleys über ihr Patentanten-Da-Sein wussten und gab sich deswegen keine Mühe ihre Freundlichkeit zu verheimlichen. „Live und in Farbe.", zitierte Ginny einen Muggelspruch und lächelte die Frauen an. Während sich die Schwestern mit den jüngeren Hexen unterhielten kam Draco bei der Gruppe an und umarmte seine ältere Cousine kurz, bevor er wieder seine typische Malfoy-Maske aufsetzte: „Schöne Ferien Lia." „Schöne Ferien Dray." Die drei Rothaarigen verabschiedeten sich und machten sich auf die Suche nach Molly und Arthur. „Hab sie gefunden!", rief Ginny und rannte auf ihre Eltern – und Ron, Harry und Hermine - zu. Amelia und Fred liefen entspannt hinterher und beobachteten wie Molly und Arthur ihre Tochter umarmten und begrüßten. Arthur wendete sich ihnen zuerst zu: „Hallo ihr beiden, alles gut bei euch?" Amelia nickte lächelnd: „Ja, danke Arthur." „Ja, danke Dad.", Fred antwortete gleichzeitig. Die beiden sahen sich überrascht an, bevor sie sich angrinsten. „Ach, wie schön, dass ihr euch entschieden habt, für die Ferien zu uns zu kommen.", Molly umarmte erst ihren Sohn und dann Amelia. Letzteres Gesicht nahm sie anschließend zwischen ihre Hände und lächelte sie breit an: „Ach Amelia, du wirst immer hübscher." Amelia wurde rot und schüttelte den Kopf: „Du übertreibst Molly." Molly schüttelte ernst den Kopf: „Jedes Mal wenn ich dich sehe, siehst du noch erwachsener aus, als du es beim letzten Mal tatst." Amelia kicherte: „Danke Molly." Die Familie – minus einige Kinder und plus Harry, Hermine und Amelia – machten sich auf den Weg zum Parkplatz.
Im Fuchsbau angekommen brachten die Kinder erst einmal ihre Koffer in ihre Zimmer. Harry und Ron würden sich ein Zimmer teilen, genauso wie Hermine und Ginny, auch Bill und Charlie würden zu zweit in Charlies Zimmer schlafen, damit Amelia in Bills Zimmer unterkommen konnte. „Aber ich kann doch mit bei Ginny und Hermine schlafen, oder ich nehme Georges Bett. Ich kann doch nicht Bills Zimmer einnehmen!", hatte Amelia entrüstet protestiert. Molly hatte nur abgewunken: „Ach Quatsch, Bill hat vorgeschlagen, dass wir es so machen können. Und auch wenn nicht, würden wir es so machen. Und jetzt auf auf, packt eure Koffer für die nächsten drei Wochen aus."
Nun stand Amelia also in Bills altem Zimmer, schaute gedankenverloren aus dem Fenster in den Garten und spielte unbewusst mit der silbernen Kette an ihrem Hals. Bill und Charlie würden in den nächsten zwei Stunde im Fuchsbau eintreffen und es würde noch schwerer werden Zeit mit Fred alleine zu verbringen. Jetzt gerade war genannter Zauberer mit seinem Vater im Garten und half diesem einige Kisten mit der letzten Weihnachtsdekoration, aus dem Schuppen ins Haus zu tragen. Es klopfte an der Zimmertür. „Herein.", Amelia drehte sich nicht zur Tür während sie sprach. „Mrs Weasley fängt jetzt an zu kochen und fragt ob du auch helfen möchtest, Ginny und ich helfen ihr auch.", Hermine sprach schüchtern zu dem älteren Mädchen. Die beiden ähnelten sich in vielerlei Hinsicht, hatten bisher jedoch nicht allzu viel Zeit zusammenverbracht. Sie unterhielten sich, wenn sie sich sahen und gingen freundlich miteinander um, mehr aber auch nicht. So wunderte es Amelia, dass Hermine extra hoch gekommen war um sie zu fragen und nicht Ginny. „Ja klar, ich komme sofort.", antwortete Amelia. „Okay.", Hermine war schon fast aus der Tür, da hielt sie nochmal inne: „Ist alles in Ordnung Amelia?" Amelia drehte sich lächelnd um: „Ja, alles gut, danke." Hermine nickte und verschwand aus dem Raum. Amelia schnappte sich ein Haargummi vom Nachschrank und band sich ihre Haare in einem unordentlichen Pferdeschwanz zusammen. Ihre roten Locken wackelten als sie die Tür hinter sich zu machte und sich zu den Treppen wandte. Schnell macht die Ravenclaw einen kurzen Abstecher ins Bad und stieg dann die knarzenden Stufen hinunter. Amelia hatte die ersten Treppen hinter sich gebracht und war nun in der zweiten Etage, auf der das Zimmer der Zwillinge, Percys Raum und ein Badezimmer gelegen waren. Aus dem Zimmer auf der rechten Seite hörte sie leises Gemurmel. Neugierig und mit einer leichten Besorgnis klopfte Amelia an die Zimmertür der Zwillinge. Als sie die Türe öffnete kamen Arthur und Fred zum Vorschein. „Hallo Amelia, bist du auch auf dem Weg nach unten?", fragte Arthur. Amelia nickte stumm und sah ihn fragend an. Enthusiastisch klatscht das Weasley-Familienoberhaupt die Hände zusammen: „Perfekt. Fred auch. Dann könnt ihr ja zusammen runter gehen." Damit wurden die beiden aus dem Zimmer gescheucht und Arthur verschwand nach oben, in Richtung von seinem und Mollys Zimmer. „Was ist denn mit deinem Vater los?", fragte Amelia etwas überrumpelt. Fred grinste: „Er möchte, dass ich mich endlich traue, dich anzusprechen." Amelia kicherte: „Dann solltest du besser auf ihn hören. Aber ich warne dich, mein Freund wird das nicht so gut finden." „Erzähl mir mehr von ihm, er scheint ein perfekter Typ zu sein.", sagte Fred und strich sich seine Haare aus dem Gesicht. „Nahh. Alles andere als perfekt. Er ist laut, kindisch, egoistisch und sieht sehr schlecht aus.", Amelia brach in schallendes Gelächter aus als Fred sie gespielt verletzt ansah. Mit einer schnellen Bewegung hatte er sie über seiner Schulter und rannte mit ihr die Treppen runter. „Ahh, Fred! Lass mich runter!", schrie Amelia und boxte seinen Rücken. „Eine kostenlose Massage, das ist doch nicht nötig.", lachte Fred und sprang die letzte Stufe hinunter. Immernoch lachend betrat er die Küche und ließ Amelia runter. Kaum hatten ihre Füße den Boden berührt schlug sie auch schon wieder auf ihn ein. Lachend drückte Fred sie an seine Brust.

DU LIEST GERADE
Sie braucht dich Minnie - Eine Minerva McGonagall Fanfiction
Fiksi PenggemarAmelia Willow: Eine Ravenclaw in ihrem vierten Schuljahr, Tochter zweier Todesser und beste Freundin von Fred Weasley und Ophelia Pomfrey Ihr Leben ist alles andere als einfach, doch sie hat Unterstützung... Unterstützung ihrer Freunde, deren Famili...