Der geheime Klient

291 11 0
                                        

Der Morgen war wie jeder andere. Grau und nass. Ich kann es kaum erwarten, London aus der Lunge zu kommen.

Mein Koffer stand bereits gepackt vor der Couch. Auch wenn ich noch eine Stunde Zeit hatte, wollte ich den Zug zum ländlichen Dartmoor nicht verpassen.

Mein perfekt strukturierter Tag begann mit meinem Bewerbungsgespräch-ironischer weise in dem Restaurant in dem Mom und ich unsere Auseinandersetzung hatte.

Denn auch wenn das Restaurant, nicht gerade den Anschein machte, besaß es Mangel an Personal. Ich las es an der Außenseite des Eingangs auf einem nicht zu übersehbaren Aushängeschild.

Und da mir sowieso nichts anderes blieb musste ich es versuchen.

Mit einem Schluck Kaffe, verließ ich Schnurstracks die Baker Street. Nahm ein Taxi und stand schließlich zitternd vor dem Gebäude.

Wieso mach ich das nochmal?

Dieses komische Café war eine Sache, aber in einem Restaurant zu arbeiten in dem ich mich zuvor als Gast blamierte ist eine kleine Nummer größer.

Doch wenn ich gegen einen Golem kämpfen kann und schaffe einen Superkriminellen auf mich zu hetzten werde ich das schon überstehen.

-

"Miss Lestrade, wenn ich ehrlich bin, Sie wirken zerstreut und unkonzentriert. Sie haben erst gestern zwei Security auf Sie aufmerksam gemacht und wollen nun 48 Stunden in der Woche für uns arbeiten".

"Das ist korrekt, Mam, und ich entschuldige mich auch ausgiebig für mein Verhalten. Das wird nicht nochmal passieren".

"Nun das nehme ich an". Die Frau musterte mich scharf.

Diese Laserblicke verfolgen mich wirklich.

Ihre Leicht grauen Haare glänzen lockig auf ihrer Schulter.

Diese hohen Wangenknochen und ihr kantiges Gesicht, lies sie wie 35 aussehen. Es waren definitiv die grauen Strähnen die mich irritierten.

"Ich lasse Sie Probe arbeiten. Ab nächste Woche möchte ich keine Ausrutscher sehen. Sie sind 8:00 Uhr hier. Ihre Pausen sind stündlich, wegen der mangelnden Gäste am Morgen. aber frühestens gehen Sie ab 17:00 Uhr".

Zackig schrieb ich mir alles auf.

"Danke, Mrs Ferris".

Sie lächelte aufgesetzt und stand auf.

Mit ihren rauen Händen strich sie sich über den dunklen violetten Rock, der wie ihre Haare glänzte.

"Dann bis nächste Woche und wagen Sie es nicht zu spät zu kommen".

Ihr Temperament ließ mich schlucken, doch ich schlug ein.

-

Ich war eine halbe Stunde früher als geplant, als ich bei der Baker Street antraf.

"Halten Sie Die Klappe!", rief der Consulting Detective.

"Da ist man eine Sekunde Zuhause", grummelte ich und ließ meine Tasche schlaff von der Schulter rutschen.

Den Schal und die Mütze hing ich an den Kleiderhaken.

"Wieso schreien Sie?". "Haben sie nichts an-?!".

"Shhh".

Unschuldig hob ich meine Hände und beobachtete den Computer in den Sherlock -beinahe uninteressiert starrte.

"Oh Hi, Eeve". John poppte auf dem Bildschirm auf, inmitten eines großen Feldes und lauter Polizisten.

"Wo bist du?".

An undefined LovestoryWo Geschichten leben. Entdecke jetzt