Wieder einmal quetschten wir uns zu dritt auf die Rückbank des Taxis, was uns direkt ins Barts College kutschierte.
"Wie kam er an den CCTV vorbei, alle Türen waren verschlossen?".
"Er ist hineingelaufen wenn sie nicht verschlossen waren". sagte Sherlock, der sich auf der anderen Seite des Autos befand.
Zwischen uns war John, der beklemmt die Arme an seinen Körper zog.
"Aber ein Fremder, kann doch nicht einfach so in eine Schule gehen".
"Jeder kann irgendwo reinlaufen, wenn er den richtigen Moment aussucht".
Ich überlegte. "Gestern, da war Semesterende, oder? Die ganzen Eltern die ihre Kinder abholen. Ein Fremder würde nicht groß auffallen".
"Er hat auf sie gewartet, er brauchte lediglich ein gutes Versteck", beendete Sherlock meinen Gedankengang.
John nickte verstehend und wendete seinen Blick auf meine Hände, die mein neues Handy hin und her schwenkten.
Sobald ich seine Skepsis bemerkte hörte ich auf und versuchte unbekümmert aus dem Fenster zu starren.
Immer noch kein Anruf. Seit zwei Monaten, einer Woche und 28 Tagen, verbrachte ich meine Tage mit arbeiten, Warten und gelegentlich einem Fall.
Aber Hauptsächlich stand Warten auf meinem Tagesplan.
Nicht nur auf den befreienden Anruf meiner Mutter, sondern auch auf eine Antwort für meine Bewerbung an das Scotland Yard.
Ich habe sie vor wenigen Wochen abgeschickt und eigentlich sollte ich mich aufgeregt fühlen, oder?
Doch alles an was ich denken konnte ist Moriarty, Grace und - Sherlock.
Ich habe das Gefühl, dass er mit mir nur spielt oder mich ausnutzen will, für weiß Gott warum.
Doch so schnell mich der Gedanke auch packte, schüttelte ich ihn wieder ab.
Sherlock würde so etwas nicht tun.
Vielleicht meine idiotische Ex-Flamme, die nun meine gesamte Vorstellung einer Liebesbeziehung durcheinanderbrachte.
Wenn mir jemand -außer Freunde und Familie- zuneigen zeigt, halte ich es meist für einen Bluff oder einen dummen Scherz.
Und von denen habe ich nicht viele.
Freunde: Henry und John. Familie: Grace, theoretisch auch Greg. Verwirrung: Sherlock
Ihn kann ich nicht in mein schlicht gefülltes Raster quetschen, dabei habe ich schon eine neue Spalte erstellt, die mir wenig bringt.
-
Molly Hooper.
Das erste Mal das ich sie wirklich treffe, vorerst konnte ich mir sie nur aus Konversationen vorstellen.
Ich kann nicht sagen ob ich sie mir genauso vorstellte wie sie wirklich ist oder das genaue Gegenteil ausstrahlte.
Doch kann ich behaupten, dass ich sie bei unseren ersten Gespräch definitiv für einen liebevollen Menschen einstufe.
Vielleicht kommen ihre Worte nicht immer richtig aus dem Mund, doch nehme ich stark, dass ich weiß was sie zu sagen pflegte.
Im Labor war es ruhig. Nur wir vier besetzten es.
Sherlock fummelte an dem Mikroskop rum, wobei Molly ihm half die Stoffe aus dem Fußabdruck herauszufinden, die Sherlock vom Boden aus der Schule kratzte.
Ich finde ihre Arbeit ziemlich beeindruckend. Aus so wenig Material, den Standort des Täters herauszufinden, bedeutet Geduld und viel wissen.
Nehme ich an, denn wir sitzen hier schon zwei Stunden.
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An undefined Lovestory
FanfictionSherlock Holmes x Eeve Lestrade In dieser Geschichte geht es um die junge Assistentin Eeve Lestrade, die Dank ihres Stiefvaters (Greg Lestrade) in manchen Fällen mitwirken darf. Doch lange geht es nicht gut aus, als ein mysteriöser großer Mann und...
