Verzwickte Zusammenhänge

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"Schon auf?", holte mich eine motivierende Stimme aus dem Halbschlaf. Ich rappelte mich unauffällig auf und tippelte unbeholfen auf meinem Laptop.

"Ehrem, ja", räusperte ich mich.

John schnappte sich die Zeitung vom Tisch und ließ sich seufzend in den Sessel fallen.

"Wie geht es ihnen, Sie hat es ja ganz schön erwischt", überspielte er die Stille.

"Schon besser, mein Kopf brummt nur. Ich hab mir einen Tag Urlaub gegönnt".

Er stimmt nickend zu, während ich meine Nachrichten von gestern checkte. "Scheiße", rief ich laut auf. Ich stürmte ins Badezimmer und scrollte durch die 27 vermissten Anrufe von Mom. Verdammt, das Essen!!

"Oh nein, nein, nein, nein", hauchte ich und klickte abrupt auf "zurückrufen".

Ich brauchte nicht einmal eine Sekunde zu warten bis meine Mutter antwortete.

"Eeve! Ich habe mir sorgen gemacht ist alles in Ordnung, du bist nicht rangegangen und du warst nicht in der Wohnung, ich und Greg haben bis 21:00 Uhr gewartet".

"Mo-Mom- MOM! Beruhig dich, mir geht es bestens".

"Hättest du nicht einfach zurückrufen können?!".

"Ich-". "Eeve alles in Ordnung?", unterbrach mich John.

"Ehm, ja", rief ich durch die Badezimmertür.

"Ich wollte nur überprüfen, du bist-". 

Ich deckte mein Mikrofon ab und öffnete einen Spalt breit die Tür. "-John gerade ist es wirklich schlecht".

"Entschuldigung, Mom, ehm mein Nachbar kam gerade nur- egal. Wo waren wir?".

"Du warst für einen ganzen Tag verschwunden!!".

Greg hatte ihr wohl nicht erzählt das ich in ein paar Ermittlung seiner Arbeit verwickelt bin, sonst hätte er Mom erzählt das ich kurz bei ihm war. 

"Genauuuu, ja. Wie soll ich das erklären-". "Entschuldige, willst du Zucker in deinen Tee?, Mrs Hudson fragt".

"John!!". Ich knallte ihm die Tür vor die Nase. Jetzt ist mir die beängstigende Stille eindeutig lieber.

"Alles gut?", fragte Grace in der Leitung.

"Ja, alles in Ordnung, was ich sagen wollte ist, dass ich-".

Die Tür wurde abermals geöffnet- "Was ist denn jetzt schon wieder?!" -und ein verschlafender Sherlock kam herein.

"RAUS!", befahl ich ihm.

Sein Gesicht strahlte mehrere interessante Reaktion aus, doch sein müder Verstand schien nicht die Kraft zu finden, diese in Worte auszudrücken.

Ich schob ihn raus und verriegelte die Tür. Laut Stöhnend wandte ich mich wieder an meine total zerstreute Mutter.

"Was ist bei dir los, Eeve?!!".

"Nichts nur- egal, was sich eigentlich sagen wollte ist, dass es mir leid tut aber ich hatte Spätschicht und mein Handy war im Spint. Ich war gestern einfach zu müde um nochmal nachzuschauen. Tut mir wirklich leid, kommt nicht wieder vor".

"Weißt du wie viel sorgen ich mir gemacht habe, und dann in diesen Zeiten?!".

"Jaja, ich weiß-".

"Nichts, jaja. Ich habe versprochen dich dein Ding machen zu lassen, aber das heißt nicht das, du unverantwortlich durch die Welt spazieren kannst".

"Unverantwortlich? Ich war auf Arbeit", ich kann es nicht noch weiter aushalten, mich mit meinen Lügen zu verteidigen wobei sie komplett recht hatte.

"Okay Mom, ich merke es mir. Aber ich muss jetzt gehen. Hab dich lieb".

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