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Schnell stehe ich auf, ich verliere dabei fast das Gleichgewicht aber schaffe es noch mich auf den Beinen zu halten. Da ich seid heute Morgen nichts mehr gegessen oder getrunken habe, ist mir etwas schwindelig und ich bin schwach, dass merke ich gleich bei den ersten Schritten. ~aber ich muss jetzt weiter~ Wieder höre ich jemanden meinen Namen rufen, jetzt erkenne ich auch die Stimme. Ein Schauer läuft mir über den Rücken beim Klang ihrer Stimme und neues Adrenalin rauscht durch mein Blut. Ich laufe los, so schnell ich kann immer weiter und weiter. Viel zu schnell habe ich keine Ausdauer mehr und ich werde wieder langsamer. Plötzlich komme ich an einer Baumgruppe an, die mir bekannt vorkommt. ~mist, jetzt bin ich im Kreis gelaufen~ ich bin an der Stelle wieder an der ich gerade noch saß. Ich höre wieder wie Mara meinen Namen ruft. Diesmal viel näher. Schnell stelle ich mich hinter einen Baum, da höre ich schon die ersten Blätter unter ihren Füßen rauschen. Vorsichtig blicke ich um den Baum herum. Da sehe ich sie, ich kann sie kaum erkennen da es so dunkel ist, trotzdem bekomme ich sofort ein kribbeln im Bauch und Schmetterlinge fliegen in meinem Bauch. ~Was soll das, hört auf. Ich kann sie nicht lieben!~ schreihe ich in meinem Kopf und haue wütend gegen den Baum. Jaulend keuche ich auf. Ich spüre wie etwas warmes meinen Arm herunterläuft. Plötzlich ist es ruhig. "Malia, ich habe doch grad was gehört." murmelt Mara plötzlich ganz nah. ~sie steht doch nicht vor dem Baum?~ ich höre auf zu Atmen und versuche meinen Schmerz zu unterdrücken. "Malia, ich weiß das du hier bist. Du kannst jetzt rauskommen. Frau Spahn hat dir das voll abgekauft, es ist alles in Ordnung..." sie wartet auf eine Regung von mir. "Bitte Malia, ich mache mir Sorgen, ich will dich nicht verletzt auffinden, ich kann verstehen das du jetzt verletzt bist, das du dir selber Vorwürfe machst. Aber es ist meine Schuld, ich bin die ältere von uns beiden, ich hätte so vernünftig sein müssen und es in der Schule vermeiden sollen. Glaubst du etwa ich hasse dich jetzt? Malia egal was passiert, ich liebe dich." flüstert sie zum Ende hin nur noch und bricht dann weinend auf dem Boden zussamen. Es fühlt sich an als würde jemand meinen Körper aufschneiden, mein Herz entnehmen und in kleinste Teilchen zerhacken und wieder einsetzen. Es tut mir weh sie so zu hören. Ihre Liebeserklärung hat mich für einen kurzen Moment tief berührt und fast wäre ich wieder zu ihr gegangen. Aber es ist einfach nicht richtig, das zwischen uns. Sie hat recht, sie ist die ältere aber sie ist nicht alleine Schuld. Aber eben da sie halt die ältere ist, geht das ganze zwischen uns nicht. Einige Minuten bleibe ich immer noch stumm hinter dem Baum stehen und lausche ihrem unkontrollierten atmen und schluchzern. Mich lässt diese Situation nicht kalt, mir fließen ebenfalls die Tränen wie ein Wasserfall herunter aber ich verusche keinen Laut von mir zu geben. Irgendwann ist es auch von ihrer Seite still. Ich höre nur noch meinen unkontrollierten Atem und plötzlich nehme ich eine Bewegung gleich neben mir war. Erschrocken schaue ich dort hin, direkt in Maras ausdruckloses Gesicht. "Warum hast du das getan?" fragt sie nur monoton. Es klingt kühl und abweisend und es schmerzt noch tausendmal mehr als meine Entscheidung.

Bittersüße LiebeGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt