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Am Abend haben wir uns endlich für eine der Wohnungen entschieden, wir sind beide sehr zufrieden mit der Wahl und planen nun auch schon das Kinderzimmer. Während wir über Möbel und Farben diskutieren, klingelt plötzlich Maras Telefon. "Meine Eltern...shit, sie wollen bestimmt an Weihnachten zu mir kommen..." fällt ihr auf einmal bedrückt ein und nimmt etwas unsicher den Anruf entgegen. "Hey Mum...ja mir geht es gut...das freut mich...oh das ist aber schade...ach kein Problem, nächstes Jahr wieder...ja Mum, alles gut...mach dir keine Sorgen ich werde nicht allein sein...ok, alles klar, dann euch viel Spaß...bis dann." erleichtert lächelt sie mich an. "Sie wollten nur bescheid geben, dass sie dieses Jahr im Urlaub sind und wollten sicher gehen, dass ich auch ein schönes Weihnachten habe, es ist alles in Ordnung." erklärt sie. Ein Stein fällt mir vom Herzen und ebenfalls erleichtert kuschel ich mich an Mara. "In drei Tagen ist es soweit..." murmel ich. "Mmmh..." kommt es zustimmend von ihr. "Lass uns einen Film schauen." schlage ich dann vor. Mara nickt und holt eine Kuscheldecke in die wir uns einkuscheln.

Am Weihnachtsmorgen, wache ich in Maras Armen auf. Sie scheint noch zu schlafen, vorsichtig schaue ich auf mein Handy, um sie nicht zu wecken. Es ist 10:00 morgens. Eigentlich würde ich viel lieber noch liegen bleiben aber meine Blase drückt und zwingt mich aufzustehen. Vorsichtig schäle ich mich aus dem Klammergriff von Mara und decke sie wieder zu. Dann tapse ich ins Bad. Nachdem ich meine Blase entleert habe, entscheide ich mich ein Frühstück vorzubereiten, dass Mara und ich im Bett verspeisen können. Dazu brate ich einige Pancakes und stelle Nutella und Marmelade auf ein Holztablet. Dazu außerdem Käse, Trauben Stäbe, für jeden einen Saft und einen warmen Kakao mit Marshmallow. Als ich das Schlafzimmer wieder betrete, schläft Mara noch immer. Mir kommt eine Idee und teuflisch grinse ich, während ich das Tablett auf einen der Nachttische abstelle. Ich laufe nochmal ins Bad und hole einen nassen kalten Waschlappen. Vorsichtig krabbel ich aufs Bett und klatsche Mara den Waschlappen aufs Gesicht. Erschrocken schrekt sie hoch und setzt sich auf, dabei fällt der Waschlappen von ihrem Gesicht. Verwirrt schaut sie sich um, als sie mich lachen sieht, versteht sie erst und schaut mich bedeutungsvoll an. "Das wirst du zurückbekommen." verspricht sie mir nichts gutes verheisend. "Aber noch nicht jetzt." raunt sie hinterher, als sie das Frühstück sieht. Sie schnappt sich grinsend das Tablett und ich kuschel mich neben sie. Während wir essen, quatschen wir darüber was wir heute machen. Wir entscheiden uns, uns später auf die Couch zu legen und Weihnachstfilme zu schauen, zum Abend hin noch etwas spazieren zu gehen, mittlerweile liegt draußen wieder Schnee, in der Nacht hatte es nochmal ordentlich geschneit und dann gemeinsam etwas zu kochen und dann wieder auf dem Sofa chillen und heiße Schokolade zu trinken. "Ich hatte grade so schön geträumt und auf einmal klatscht du mir diesen Waschlappen ins Gesicht." spricht Mara wieder meinen Streich an und sieht mich schmollend an. Ich lache über ihre Miene und darüber wie erschrocken sie war und frage dann mit Zuckersüßer Stimme:"Was hast du denn geträumt?" "Sage ich dir nicht." meint Mara eingeschnappt und schaut weg. Grinsend schaue ich sie an, irgendwann dreht sie den Kopf wieder rum und lacht dann. "Ich habe von dir geträumt." meint sie dann schmunzelnd. "Du warst so lieb zu mir im Traum und dann werde ich so brutal von dir geweckt." lacht sie und ich stimme mit ein. "Es tut mir so leid." schleime ich und klaue mir einen Kuss von ihr. "Du brauchst dich nicht entschuldigen, dass bekommst du sowas von zurück." haucht Mara mir entgegen und küsst mich dann wieder. "Das wirst du eh wieder vergessen." versuche ich es. "Oh nein, glaub mir, sowas vergesse ich nicht." entgegnet sie.

Bittersüße LiebeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt