Was zur Hölle ist dieser Lärm?! Wer klingelt um diese Uhrzeit? „Klappe!", brülle ich durch das Apartment. Türen knallen und das Klingeln geht weiter. Was ist hier los?
Laute Stimmen kommen von unten. Der Lärm hört nicht auf und ich springe aus dem Bett. Schlechte Idee, denn sofort kommt mir der Wein von gestern hoch. Taumelnd und mit der Hand vorm Mund falle ich nach hinten an die Wand. Ohne auch nur einen Blick in den Spiegel zu werfen, laufe ich nach unten und entdecke Vittorio an der Tür. Halbnackt und nur in Boxershorts. „So will man doch geweckt werden", lache ich, während ich mich der Tür nähere. Sein Blick geht hastig zu mir und die Tür vor ihm wird langsam mit einer Hand aufgedrückt und Matteo steht im Türrahmen. Oh verdammt.
„Ich habe die Damen anscheinend unterbrochen - ich gehe dann mal wieder", sage ich und laufe langsam Rückwärts. Matteos Blick gleitet an mir herunter, während ich langsam nach hinten gehe ... aus Sicherheitsgründen.
Ich folge seinem Blick und erkenne nichts auf meiner Haut, bis auf ein Hemd und - das war's auch schon. Matteo blickt mich an und reißt seine Augen auf. „Du...", sagt er an und zeigt dabei auf seinen Bruder. „Du kleiner!", brüllt er und stößt seinen Bruder zu Boden. Oh Scheiße.„Hast du etwa meine Frau angefasst?!", brüllt er Vittorio an und kniet sich auf seinen Brustkorb. „Sagt der, der Sie gestern betrogen hat", lacht Vittorio und dreht sich und Matteo um. „Wag es dir mich in meinen vier Wänden anzugreifen!", droht er Matteo mit seinem Zeigefinger. „Und du, fass mein Mädchen nicht an sonst ist der Finger ab!", knurrt Matteo und stützt sich dabei auf. „Zuerst trenne ich deine Haut ab, durchtrenne deine Sehnen und Muskelfasern, ehe ich den Knochen abbreche. Danach mache ich mich über dein Genick her", sagt Matteo mit einem irren Blick. Oh Gott - ich glaube ich muss kotzen.
Kurz würge ich und Matteos Blick schießt zu mir und er steht hastig auf, doch zu spät. Sofort drehe ich mich um und renne so schnell wie ich kann in das Bad, mit Matteo im Nacken. Schnellt eilt dieser zu mir, schließt die Tür hinter uns und hält meine Haare hoch. „Alles gut?", fragt er besorgt. „Was soll diese Frage immer?", frage ich genervt, nachdem ich mich erneut übergeben habe. „Du riechst nach Wein - hattet ihr beide gestern etwa eine angenehme Nacht?", fragt er sauer. „Und was ist mit dir und der Frau gestern - hattet ihr beide auch euren Spaß?", frage ich quälend. Ich will nicht das er weiß, dass ich eifersüchtig bin.
Er kann das gerne sein, aber ich nicht.„Das war es also!", sagt Matteo erleichtert und kniet sich zu mir nieder. „Ich habe mit dem Weib nichts angefangen. Erstens war Sie voll betrunken und hat mich für jemanden anderen gehalten und zweitens war das meine Tante." „Was?", frage ich.
„Als ob ich dich betrügen würde!", sagt er, „ich bin ja nicht dumm." „Naja", seufze ich, „bei dem Part über die Dummheit, bin ich mir nicht so sicher."
Er lacht leise und legt meinen Kopf auf seinen Schoß und streichelt über diesen.„Geht es euch beiden gut?", fragt Vittorio, der hinter der Tür steht. „Ja alles gut", antwortet Matteo.
„Wir müssen etwas gegen deinen Alkoholkonsum machen", sagt Matteo nach ein paar Minuten. „Sagt der richtige, du Junkie", lache ich und Matteo verzieht sein Gesicht. „Touché", lacht er kurz und zieht mich mit sich auf die Beine. „Ich gehe deine Sachen holen, lauf schon mal zur Tür", sagt er und schiebt mich in Richtung Ausgang.„Wie geht es dir?", frage ich Vittorio und schaue in sein verschwitztes Gesicht. „Ich musste mich in die Spüle übergeben", flüstert er. „Oh Gott", lache ich und halte mir die Hand vor den Mund. „Das Bad ist jetzt frei", sage ich und laufe auf ihn zu. „Beehre mich bald wieder", grinst er und schlingt seine Arme um mich, „aber gib mir eine Vorwarnung und bring Alkohol mit - es ist alles leer." „Mach ich", grinse ich, bis sich Matteos Arm um mich legt.
„Reicht jetzt", flüstert er in mein Ohr und läuft auf die Tür zu. „Wir sprechen uns noch", sagt Matteo und deutet auf seinen Bruder. „Ich habe dich lieb, principessa (Prinzessin)!", schreit mir Vittorio noch hinterher. „Anche tu mi piaci! (Ich mag dich auch!)", schreie ich zurück. „Was?", ruft Matteo, bevor er die Tür zuknallt.
„Was ist denn?", grinse ich ihn an. „Sag das nochmal", raunt Matteo und zuckt mit seiner Augenbraue. „Anche tu mi piaci! (Ich mag dich auch!)", wiederhole ich langsam. Seine Augen weiten sich wieder und er drückt mich in den Fahrstuhl.„Du -", fängt er an, doch unterbricht sich selbst. „Dein erster italienischer Satz ist meinem Bruder gewidmet?!", fragt er. „Woher kannst du überhaupt italienisch?", fügt er noch hinzu. „Vittorio hat mir ein bisschen beigebracht", antworte ich und Matteo zieht seine Augenbrauen wieder zusammen. Genervt schüttelt er den Kopf und läuft wieder hin und her. Muss er noch seine Schritte sammeln?
„Was bin ich eigentlich für dich?", fragt er und bleibt in der Mitte des Aufzuges stehen. Sein Blick schweift zu mir, bevor er seinen Körper auf mich zudreht.
„Un figlio di puttana (Ein Hurensohn)", grinse ich und lache. Grinsend verdreht Matteo seine Augen und stemmt seine Hände in die Hüften. „An der Aussprache üben wir noch ein bisschen", grinst er und streicht mir über meine Wange. „Was bin ich denn für dich?", frage ich.„Tu sei semplicemente tutto per me. La mia vita, il mio futuro e il mio cuore. Ucciderei ogni persona al mondo per te, solo per averti solo per me. Sei l'amore della mia vita (Du bist einfach alles für mich. Mein Leben, meine Zukunft und mein Herz. Ich würde jeden Menschen auf der Welt für dich töten, nur um dich für mich zu haben. Du bist die Liebe meines Lebens)", sagt er in einem Atemzug, bevor sich die Türen des Fahrstuhls öffnen. Blinzelnd schaue ich in Matteos Gesicht.
„Kannst du das auch in deutsch sagen, ich bin erst bei Lektion 1", grinse ich und Matteo nickt.
Er beugt seinen Oberkörper nach unten und drückt mir einen Kuss auf die Lippen. „Das bist du für mich", flüstert er gegen meine Lippen und greift nach meiner Hand.Matteo hält mir seinen Wagen auf und fährt komischerweise nicht in seine Richtung. „Wohin fährst du?", frage ich und zünde mir eine Zigarette an. „Ans Meer", antwortet er und greift nach der Packung in meiner Hand. „Bitte?", frage ich nach und schaue in seine Augen. „Keine Ahnung - ich hatte Lust", sagt er und bläst den Rauch aus. „Ein bisschen Ablenkung. Die letzten Wochen waren echt anstrengend", sagt er und fährt sich über die Stirn. „Was war denn los?", frage ich. „Geldfälscher haben Mist gebaut und ich musste aufräumen", grinst er dunkel und zieht an seiner Zigarette. „Keine Details bitte", erkläre ich und halte die Hände vor meinen Körper. Matteo nickt verständnisvoll und fährt auf die Autobahn. „Schlaf ein bisschen", sagt er.
„Coco?", flüstert eine Stimme und schüttelt mich an der linken Schulter. „Ja?", frage ich und reibe mir die Augen. „Wir sind da", sagt Matteo und drückt mir einen Kuss auf die Schläfe.
„Ich trage dich", flüstert Matteo in mein Ohr und zieht mich auf seinen Körper und stabilisiert mich mit seinem rechten Arm. Mit der freien Hand greift er nach der Tasche, die er aus dem Kofferraum geholt hat und läuft auf das Haus zu. Bevor ich mich jedoch in diesem Haus umsehen kann, fallen meine Augen auch schon wieder zu.
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NUDES? I
Romance𝑪𝒐𝒄𝒐 𝑨𝒖𝒈𝒖𝒔𝒕𝒊𝒏𝒆 & 𝑴𝒂𝒕𝒕𝒆𝒐 𝑫𝒂𝒍 𝑩𝒐𝒏 ✎║✓ (schon bearbeitet) ➸ ♡ 1. Teil der NUDES? Reihe ✧・゚: *✧・゚:* ✧*:・゚✧ ✧・゚: *✧・゚:* ✧ ゚: *✧ ゚: *✧ ゚: *✧ Hast du schon einmal eine Nachricht bekommen, ob du jemanden Nudes schicken kannst? W...