what do you want from me?

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„Communication is an essential factor in any type of relationship; friend, romantic, or business."- Paul J. Alessi

Diese Party ist noch viel glamouröser als die vorhergehende. Zum Glück habe ich mich für hohe Schuhe entschieden, sonst würde ich hier definitiv auffallen.
Mein Blick schweift durch den Raum und ich kann niemanden erkennen, den ich kenne. Also gehe ich selbstbewusst auf die Bar zu und bestelle mir einen Gin Tonic. Ich muss mir noch etwas Selbstbewusstsein antrinken, sonst überlebe ich das hier nicht. Vor allem nicht alleine.
Ich schaue durch die Menge hindurch und erkenne James, der Ashley auf seinem Schoß hat. Perfekt. Er ist eben doch ein Arschloch.
Aber das, was du kannst, kann ich schon lange. Neben mir erscheint ein ziemlich großer, trainierter Typ. Danke, lieber Gott. "Hey, was trinkst du denn da?", fragt er freundlich.
"Gin Tonic."
Er nickt und bestellt sich das Gleiche. Wir führen ein bisschen Smalltalk und laufen dann durch den Raum nach außen ins Foyer. Ich bin schon etwas lockerer mit Jungs geworden, obwohl ich glaube, dass niemals Jemand an James nur ansatzweise rankommt. Dafür ist er einfach zu perfekt und das weiß Ashley anscheinend auch.
Ich könnte Ashley die Augen auskratzen. So toll ist sie gar nicht, wie sie immer denkt.
Der Typ, dessen Namen ich immer noch nicht kenne, wedelt vor meinem Gesicht rum. Scheiße. "Sorry, was hast du gesagt? Ich war gerade mit meinen Gedanken irgendwie woanders."
"Das habe ich gemerkt", lächelt er. Er hat ein ziemlich süßes Lächeln und er sieht auch wahnsinnig attraktiv aus. "Aber ich habe gesagt, ob wir vielleicht nach oben gehen wollen? Da haben wir unsere Ruhe."
Denken Typen eigentlich auch mal an was Anderes außer Sex? Ich glaube jedenfalls nicht, dass es so ist.
"Klar, lead the way", sage ich selbstbewusst. Ich brauche James nicht, um mich so zu fühlen.
Er bleibt am Geländer stehen und dreht mich ruckartig zu sich herum. Mit einem Wimpernschlag legt er seine Lippen auf meine und ich schmecke den bekannten Geschmack des Gin Tonics. Es fühlt sich nicht richtig an.
Trotzdem werde ich nicht zulassen, dass mich James so herunterzieht. Der Kuss wird intensiver und ich weiß sofort, wohin das Ganze führt.
Im nächsten Moment höre ich wie jemand schreit.
Ich bin diejenige, die schreit. Ich blick vor mich auf den Boden und James kniet über dem fremden Jungen. Er hat die Hände zu Fäusten geballt und seine Faust schwebt über dem Gesicht des Anderen.
"James. Bist du verrückt geworden?" Er blickt kurz über seine Schultern, als ich ihn anfasse. "Ems. Tu jetzt bloß nichts Falsches. Ich will dir nicht wehtun", zischt er mit zitternder Stimme. Er sagt es so selbstbestimmt, dass mir ganz schwummrig wird.
Wenn er so redet, kriege ich tatsächlich Angst. "Bitte, hör auf", flehe ich James an.
Mit einem Mal ist er auf den Beinen und gibt dem anderen Jungen am Boden noch einen Tritt. Ohne mich eines Blickes zu würdigen, rennt er die Treppe herunter. Ich folge ihm.
Vor der Haustür, wo zum Glück niemand ist, stelle ich mich hinter James. Ich fasse ihm sanft an die Schulter. Ich will, dass er sich umdreht und mir ins Gesicht schaut. "Lass mich sofort los, Ems. Wie gesagt, ich will dir nicht wehtun."
Aber das ist mir egal. "Tu mir weh. Los. Mehr als das, was du mit Ashley gemacht hast, kannst du mir eh nicht mehr antun."
Langsam dreht er sich zu mir. Unter seinen Augen erkenne ich schwarze Streifen und ich blicke ihn nur stumm an. Was ist los mit ihm?
Nachdem ich kurz meine Augen geschlossen habe, sehen seine Augen wieder normal aus und er sieht nicht mehr aus wie ein Tier, das gerade nach Essen sucht.
"Was willst du eigentlich von mir?"
Ich fasse es nicht. "Was will ICH von dir? Willst du mich verarschen?", ich mache eine kurze Pause, bevor ich fortfahre. "Du tauchst hier auf mit dieser Schlampe und erwartest von mir, nach Allem was passiert ist, dass ich einfach zuschaue und mir denke, jo passt schon. Und dann stürzt du dich grundlos auf einen Typen, der mir die Aufmerksamkeit gibt, die du mir anscheinend nicht geben kannst. Man, entscheid dich mal. Mein Herz macht dieses Hin und Her nicht mehr mit."
Er starrt ununterbrochen auf meine Lippen und bewegt sich einen Schritt auf mich zu. Ich weiche zurück. Er kann nicht erwarten, dass er mich jetzt einfach küsst und dann wieder alles gut ist. Da hat er sich geschnitten.
"Verdammt, Ems. Ich habe keine Ahnung, was mit mir los ist. Ich weiß nur, dass ich..."
"Red weiter", zwinge ich ihn und lasse ihn dabei nicht aus den Augen.
"Vergiss es." Er macht am Absatz kehrt und geht. James lässt mich alleine stehen. Oh, nein. Diesmal nicht.

craving your bloodGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt