Teil39

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Jo

Nach gefühlt endlosen zwei Schichten, verbrachte ich meinen Feierabend im Mollys. Ich hoffte darauf, meinen Bruder hier anzutreffen, da ich mich endlich durchgerungen hatte, ihm von dem Vorfall zu erzählen. Und da wir es, warum auch immer eher schafften uns hier zu treffen und uns über gewisse Dinge zu unterhalten, wartete ich nun darauf, dass er kommen würde. Zwei Bier und eine Cola später hörte ich ihn und ein paar Freunde in die Bar kommen.

Wir drei hatten diese kleine Macke, dass wenn wir einen der anderen sahen, kurz zu ihnen gingen und ‚hallo' sagten, bevor wir uns unserem eigentlichen Tisch widmeten, was all unsere Freunde wussten und respektierten. „Hey, Sis.", legte er seine Hände von hinten auf meine Schultern und bestellte sich was zu trinken. „Rufbereitschaft?", deutete er auf mein zweites Glas Cola. „Offiziell Feierabend, inoffiziell noch am Arbeiten, ja.", stoße ich mit ihm an. „Du, sag mal. Hättest du eine Minute?" „Klar, für dich immer." Ich wollte gerade Ansätzen, als mein Radio ansprang und meine Einheit zu einem Einsatz gerufen wurde.

Genervt verdrehe ich die Augen, bezahle und ziehe meine Jacke an. „Können wir später reden?" „Klar. Ruf mich an, wenn du fertig bist. Dann reden wir.", gab er mir einen Kuss auf die Wange und ich fuhr zum Einsatz. „Was haben wir Sarg?" „Das Fire Department hat bei einer Personenrettung eine Bombe im Keller gefunden. Sieht wohl selbst gebastelt aus." „Das bedeutet besondere Vorsicht.", sehe ich mein Team an, was alle mit einem Nicken quittierten.

„Aiden, Conrad ihr macht die erst Besichtigung im Keller. Oliver und Cody, ihr seht euch im Rest des Hauses um, nicht das wir noch irgendwo eine Bombe haben. Jo und Paddy, ihr beide seht euch die Umgebung, rund ums Haus an.", teilte Hardy uns ein und wir machten uns direkt an die Arbeit. „Alles gut bei dir Partner?" „Ja, alles bestens. Ich war nur kurz davor einzuschlafen, als die Meldung reinkam." „Sieht man.", zog ich ihn etwas auf, was er mit einem leicht genervten Lachen wahrnahm.

„Sarg?" „Ich höre." „Wir haben hinten am Haus ein kleines Fenster entdeckt, es ist mit einem Gitter versehen und es scheint drinnen etwas davor zu stehen." „Verstanden. Aiden?" „Ja, wir sehen das Fenster. Es steht ein Regal mit Schrauben und ähnlichem davor... das Fenster scheint aber auch nur für die Lichtzufuhr zu sein. Man kann es nicht öffnen." „Wäre aber schlau gewesen.", meinte Conrad. „Sie dir mal die Werte an. Kein Wunder das der Typ bewusstlos wurde." „Und desto näher wir an die Bombe kommen, desto höher wird der Wert. Der Raum muss mal ordentlich gelüftet werden, nach dem wir uns um das Ding gekümmert haben." „Alles klar. Ich gebe der Feuerwehr Bescheid."

Wir gehen auf der anderen Seit wieder zurück aber finden, bis auf das Fenster nichts weiter. Die Jungs brauchten etwa eine halbe Stunde, bis sie die Bombe sichergestellt hatten und wir nun unsere Sachen einpackten konnten. Die Feuerweher übernahm den Rest im Haus und wir übergaben den Fall an die nächste Schicht, die sich nun mit dem Besitzer auseinander setzte. 

Ich räumte gerade meine Ausrüstung wieder in meinen Wagen, als mir jemand von hinten etwas reichte. „Das ist Ihnen runtergefallen." „Danke, dass... DAD?!" „Entschuldige, ich wollte dich nicht erschrecken. Und nein ich bin dir nicht gefolgt, ich war um die Ecke einkaufen.", hob er eine Tüte hoch. „Gut, dann kannst du ja jetzt auch wieder gehen.", reise ich mich zusammen und räume meine Sachen fertig ein.

„Ich weiß ich habe mich in den letzten Wochen mehr als daneben benommen...", drehte er sich wieder zu mir, als er eigentlich gehen wollte. „Das tut mir leid. Ich hoffe immer noch, dass wir irgendwann einmal in Ruhe über alles reden können." „Nein. Verstehst du es nicht? Ich will nicht mit dir reden. Nicht heute, nicht morgen und auch nicht in Zukunft. Ich will nur, dass du endlich wieder aus meinem Leben verschwindest.", ohne es zu merken, wurde ich immer lauter, was die Aufmerksamkeit meiner Leute auf mich zog.

„Mr. Dawson, ich möchte Sie bitten, diesen Ort zu verlassen. Dies ist, ein Einsatzort und kein Ort für Schaulustige.", kam mein Boss zu uns und sorgte, da er noch im Dienst war, auf eine Professionelle weise dafür, dass er endlich verschwand. „Alles in Ordnung Jo?", sah er mich besorgt an. Ich schloss die Augen und atmete einmal tief durch, bevor ich meine schon krampfhaft geballte Faust wieder öffnete. „Es geht schon. Lasst uns fertig zusammenräumen und dann nach Hause fahren." „Wenn etwas sein sollte, rufst du mich an. Klar." „Klar.", nickte ich und fuhr weg.

Doctors HeartWo Geschichten leben. Entdecke jetzt