Teil41

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Antonio

„Jo? Wir sind da.", rüttle ich sie wach. „Noch 5 Minuten...", murmelte sie, was mich schmunzeln ließ. „Du kannst gleich weiterschlafen, Sis." Müde öffnet sie die Augen und sieht sich um. „Ich sagte doch, dass du heute Nacht nicht allein bleibst.", legte ich ihr beruhigend eine Hand auf die Wange, als sie mich verwirrt ansah „Und ich weiß, dass du hier in guten Händen bist, bis Connor da ist, während ich mich um die Sache kümmere." Sie nickte nur und stieg aus. Bevor ich weiter auf das Haus zugehen konnte, hielt sie mich am Arm fest und gab mir einen Kuss auf die Wange. „Danke.", meinte sie leise „Jederzeit, Sis.", lege ich ihr meinen Arm um die Schultern.

„Es ist offen.", hörten wir von drin, nachdem wir geklingelt hatten. „Hank?" „In der Küche.", kaum dass sie das gehört hatte, lief sie auch schon los. Als ich dazu kam, lag sie Hank in den Armen und wollte ihn gar nicht mehr loslassen. Ebenso mit Olinsky. Über all die Jahre hinweg, war die Freundschaft der drei sehr eng geworden. Für sie waren die beiden mehr eine Vaterfigur, als unser Vater es bis zu einem gewissen Zeitpunkt war. Wenn Gabby oder ich sie nicht auffangen konnten, dann waren es Voight und Al.

„Hast du was dagegen, wenn ich mich ausruhe?" „Ruh dich aus, Kiddo.", wuschelte er ihr durchs Haar und sie ging ins Wohnzimmer. „Wenn du ihm nicht bald eine Ansage machst, kümmern wir uns darum.", meinte Al leise, als er ihr nachsah. „Ihr beide werdet meinen Vater nicht zusammenschlagen.", stellte ich ebenso leise fest. „Wenn das einer macht, dann bin ich das.", stieg langsam aber sicher die Wut in mir auf. „Ich habe ihr damals versprochen es nie wieder soweit kommen zu lassen. An diesem Punkt löst er regelrecht mein Versprechen und versteht nicht, dass sich seine Taten negativ auf sie Auswirken."

„Wenn du Hilfe brauchst, sag uns Bescheid." „Geht klar." Ich wollte nochmal kurz mit meiner kleinen Schwester sprechen, doch sie war auf dem Sofa eingeschlafen. Ich nahm die Decke, die mir Hank hinhielt und legte sie um sie. „Me encargaré de eso, lo prometo.", gab ich ihr noch einen Kuss auf die Schläfe und ging wieder zu meinem Wagen. Kaum das ich die Tür geschlossen hatte, rief ich meinen Schwager an und brachte ihn auf den neusten Stand.

Connor

„Ok. Ja, ich verstehe. Ich komme sofort.", fassungslos legte ich auf und stellte mein Glas weg. „Connor? Alles in Ordnung?", stand Ava fragend neben mir. „Was? Äh, ja. Ich muss los.", ging ich nicht mal ansatzweiße auf die Frage ein und holte mein Auto. Kaum das ich bei Voight angekommen war, ließ ich so ziemlich alles im Wagen liegen, einschließlich meines Telefons und ging schnellen Schrittes die Treppe zur Tür hinauf.

„Wo ist sie?", fragte ich leicht panisch, als er mir die Tür aufmachte. „Im Wohnzimmer.", ging er bei Seite und ließ mich rein. Als ich sie auf dem Sofa schlafen sah, fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen, ich hockte mich vor sie und strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. Man sah ihr an, dass sie geweint hatte, ihr Mascara war unter den Augen vollkommen verlaufen und man erkannte noch leicht, wo ihre Tränen langliefen.

Vorsichtig hob ich ihren Kopf an und setze mich aufs Sofa, bevor ich ein Kissen nahm, es auf meinen Schoss legte und ihren Kopf sachte darauf ablegte. Gedanken verloren, strich ich ihr durchs Haar und schwor mir, dass wenn Dawson die Sache nicht endlich mit seinem Vater klärte, ich mich persönlich darum kümmern würde.

Doctors HeartWo Geschichten leben. Entdecke jetzt