Teil17

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Jo

„Du verarscht mich doch.", meinte ich etwas verzweifelt und zog mein Messer aus der Weste, damit ich einen der drei Drähte durschneiden konnte. „Jo, wie ist dein Status?", hörte ich Hardy in meinem Ohr, doch ich antwortete nicht. „Dawson, hörst du mich?" Ich nahm den Stecker raus, um mich besser auf das Geschehen vor mir zu konzentrieren. „Die Lösung des Ganzen liegt in den Details. Die Drähte bedeuten etwas." „Zum Beispiel?", auch wenn er immer den harten Kerl gab, so merkte man die Angst, die er grade hatte, in seiner Stimme deutlich. „Die Farben, der Flagge des Chad...Rot, gelb und blau. Nur eine unterscheidet sich von der US-Flagge, die Gelbe...", setzte ich das Messer an und schneide es durch. Als nichts passierte, sah ich auf den Timer. 00:00. Wir waren beide noch da.

Ich lasse mich nach hinten fallen und stütze mich auf meinen Händen ab, während Tonio ein paarmal tief durchatmete. „Woher hast du das gewusst?" „War wohl ne Eingebung...", meinte ich erleichtert und wir konnten beide nicht anders, als darüber zu lachen. „Jo?" „Hier hinten.", winke ich meinen Partner zu uns. „Alles gut bei euch?" „Ja, alles in Ordnung." „Mir geht's soweit gut. Ich muss nur mal dringend auf die Toilette." „Erstmal holen wir dich hier raus.", nehme ich mein Funk zur Hand. „Wir haben Dawson. Die Bombe ist entschärft. Wir bräuchten einen Bolzenschneider, oben in dem Umgebauten Bereich." „Verstanden, ich schicke euch jemanden." Während wir warten, kamen auch die anderen aus meinem Team zu uns.

„Hast du noch andere Verletzungen?", sah ich mir seinen Kopf an. „Meine Schulter ist glaube ich ausgekugelt, aber ansonsten sollte nichts weiter sein." „Das werden wir gleich wissen, wenn dich da rausgeholt haben." Kamen Kelly und seine Truppe zu uns. „Kümmere dich um ihn, wir machen den Rest hier fertig." „Danke Jungs." Sie lächeln mir alle nur zu und ich helfe meinem Bruder vorsichtig aufzustehen. „Nunca he estado tan feliz de verte.", nahm er mich fest in den Arm. „Danke." „Jederzeit.", vergrub ich mein Gesicht etwas in seiner Halsbeuge. „Bringen wir dich zum Arzt.", löste ich mich und wir gingen zusammen nach draußen.

„Antonio!", hörten wir jemanden rufen, nachdem wir die letzten Treppenstufen hinter uns hatten. Unsere Schwester und seine Freundin, waren diejenigen, die heute für den Rettungswagen zuständig waren. Er nahm beide fest in die Arme, während ich von meinem Boss zur Seite gewunken werde. „Boss, ich weiß ich hätte ein Update geben müssen, doch dafür war keine Zeit. Kaum das ich den ersten Teil entschärfen konnte, kam auch schon der zweite und ich hatte noch weniger Zeit.", rechtfertigte ich mich direkt, da ich schon den Anschiss riechen konnte. Er hob jedoch nur leicht lächelnd die Hand um mich am weiter reden zu hindern.

„Alles gut, die anderen haben mir ein Bild der Bombe geschickt. Jeder von uns hätte es so gemacht. Ich wollte dir eigentlich nur sagen, dass das gute Arbeit war und du, trotz der Situation einen kühlen Kopf bewahrt hast." „Aber auch nur, weil Voight mir vorher nochmal zugeredet hat...", kratzte ich mich etwas verlegen am Hinterkopf. „Man kann über den Mann sagen, was man will, aber auf dich hat er einen positiven Einfluss. Diese Freundschaft, die ihr beide habt. Die tut dir gut." „Ja, dass ist wahr. Er und Olinsky waren einer der wenigen, die mir in meinen dunkelsten Zeiten beistanden. Und das tun sie heute noch.", sah ich zu dem anderen Team, die grade ihren Kollegen wieder in ihre Reihen aufnahmen.

„Was ist eigentlich mit Green? Ich war so darauf konzentriert die Bombe zu entschärfen, dass ich das gar nicht mitbekommen habe." „Er hat versucht Halstead in einem Kampf zu erwürgen, da hat Upton geschossen. Er ist Tod." „Hm.", nicke ich nur. „Bevor ich es vergesse... den Restlichen Monat verbringst du am Schreibtisch.", meinte er eher nebenbei und sah mich nicht mal an.

 „Warte, was?", sehe ich ihn entgeistert an. „Ich hatte dir gesagt, dass du dich zurücknehmen solltest, bis die vollen 2 Wochen um sind. Doch durch die Sache hier, bist du dem Ganzen nur halbherzig gefolgt." „Du setzt mich von der Ersatzbank auf die Auszeitbank?" „So siehts aus. Genieß deinen freien Tag morgen. Du hast noch einige Akten, die du bearbeiten musst. Dafür hast du ja nun genügend Zeit.", zwinkert er mir zu, bevor er zu Severide geht.

Doctors HeartWo Geschichten leben. Entdecke jetzt