#20 Schöner Ausblick

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Logan

Genervt legte ich mein Handy zurück auf den Nachttisch, nachdem ich eine Nachricht von Jamie gelesen hatte. Da er Nachtschicht hatte, war es kein Wunder, dass er mir um halb drei morgens schrieb. Wenn ich nicht wach gewesen wäre, hätte ich die Nachricht erst am Morgen gelesen. Er hatte mir Bescheid gegeben, dass wir am Wochenende zum Essen von unserem Vater eingeladen wurde. Eingeladen war auf jeden Fall die falsche Wortwahl, denn es war ein Befehl und das wusste ich, ohne die ursprüngliche Nachricht erhalten zu haben. Ich war nur ein wenig verwundert, warum er sich nicht selber bei mir gemeldet hatte, aber beschweren tat ich mich darüber auch nicht. Jordan war sich neben mir unruhig am umher wälzen. Ein paar Mal war ich bereits kurz davor gewesen ihn festzuhalten, da die dauernde Bewegung nicht gut für seine Schulter war. Nur der Gedanke, dass er wach werden könnte, hielt mich davon ab. Ich hatte sowieso schon den Verdacht, dass er sich durch meine Vorsicht und Sorge bemuttert fühlte. Eigentlich wollte ich das nicht, aber ich wollte, dass die Entzündung schnellstmöglich abheilt. Jamie hatte mich nämlich aufgeklärt, dass das bis zu sechs Monate oder noch länger dauern konnte, wenn man das geschädigte Körperteil nicht schonte. Ich vermutete, dass er das nur mir erzählt hatte, weil Jordans Blick Bänder gesprochen hatte, als er erfahren hatte, dass er vier Wochen nicht arbeiten durfte. An das Verbot hielt er sich nicht, aber das Maß in dem er arbeitete war meiner Meinung nach in Ordnung, solange er die Armschlinge trug und somit die Schulter entlastete. Erneut drehte Jordan sich grummelnd.

„Verfluchter Dreck", murmelte er in sein Kissen herein. Ich vermutete, dass er noch nicht bemerkt hatte, dass ich wach war. „Was ist los?", fragte ich leise nach. Irritiert hob er seinen Kopf an und schaute zu mir. „Entschuldige, dass ich dich geweckt habe. Ich kann nicht einschlafen", entschuldigte er sich. „Keine Sorge, hast du nicht", versicherte ich ihm. Wahrscheinlich konnte er es durch die Dunkelheit nicht sehen, aber ich lächelte ihn sanft an.

Erneut drehte er sich auf die andere Seite, aber dieses Mal rutschte er mit seinem Rücken näher zu mir, wodurch ich einen Arm um ihn legte. Federleicht ließ ich meine Finger über seine warme Haut streifen. Provokant ließ ich meinen Zeigefinger über den Bund seiner Boxershorts gleiten und den Mittelfinger darunter. Leise gab er ein zufriedenes Seufzen von sich. Um ihn noch besser fühlen zu lassen, gab ich ihm mehrere sanfte Küsse auf die verletzte Schulter. Ich wollte ihn noch viel mehr berühren, aber ich hielt mich zurück. Nur Jordan schien einen anderen Plan zu haben, denn er griff nach meiner Hand, wodurch ich in meiner Bewegung innehielt.

„Entweder du hörst jetzt auf mich zu provozieren und kümmerst dich um meine Erektion oder du machst deine Augen zu und versuchst zu schlafen", stellte Jordan mich vor die Wahl. Theatralisch seufzte ich. „Sehr schwere Entscheidung", murmelte ich gespielt nachdenklich.

Sanft schüttelte ich seine Hand ab, um meine eigene anschließend vollständig in seine Boxershorts zu versenken. Bestimmend umfasste ich seine Erektion, was ihm ein tiefes Stöhnen entlockte. Ich war mir sicher, dass das einer der schönsten Laute war, die er durch mich herausbrachte. Er versuchte nicht die Geräusche zu unterdrücken, sondern ließ sie frei heraus. Schmunzelnd stützte ich mich auf meinem Unterarm ab, um ihm einen Kuss zu geben. Sein Körper verkrampfte sich bereits, wodurch ich mir sicher war, dass er kurz vor seinem Orgasmus stand. Meine Hand wurde schneller und sein Atem abgehackter. Seine Hüfte zuckte nach vorne, als er sich in meine Hand sowie Boxershorts ergoss. Vollkommen erledigt und schwer atmend rollte er sich auf den Rücken.

„Ich bin gleich wieder da", informierte ich Jordan. Träge nickte er.

Bevor ich aufstand, gab ich ihm einen Kuss gegen die Schläfe. Leise schlich ich über den Flur ins Badezimmer, wo ich mir meine Hände wusch. Mehrfach spritzte ich mir kaltes Wasser ins Gesicht, da ich hoffte, dass ich mich damit ablenken konnte, damit meine eigene Erektion abklang. Leider hatte ich kein Erfolgt damit. Sein Stöhnen und abgehacktes atmen hatte sich für immer in mein Gedächtnis gebracht. Ehrlich gesagt, wollte ich das auch nie wieder vergessen. Ohne seine Aufforderung hätte ich noch länger warten müssen, um die Töne aus ihm herauszubekommen. Da Jordan auf mich wartete, machte ich einen Waschlappen nass, um damit zurück zu ihm zugehen. Ein Schmunzeln huschte über meine Lippen, als ich erkannte, dass er seine Boxershorts ausgezogen hatte und somit vollständig nackt dort lag.

Zeit ist GeldGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt