Kapitel 44

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Der nächste Morgen begann sanft, als die ersten Sonnenstrahlen durch die Vorhänge meines Zimmers fielen. Ich wachte auf und bemerkte sofort, dass ich mich zwar noch etwas müde fühlte, aber insgesamt besser. Die letzte Nacht hatte mir gut getan, und ich war froh, dass Nathon und ich unsere Differenzen geklärt hatten. Die Gedanken an den letzten Abend machten mir klar, dass sich zwischen uns etwas verändert hatte.

Langsam stand ich auf und zog mich an, um zum Frühstück zu gehen. Während ich mich fertig machte, hörte ich die Geräusche der anderen, die bereits in der Küche beschäftigt waren. Nathon war schon längst auf und bereit für den Tag. Er ging für die nächsten zwei Wochen in seine letzte Phase des Footballtrainings, bevor die Schule wieder begann.

Als ich die Küche betrat, begrüßte mich Laurie mit einem freundlichen Lächeln. „Guten Morgen, Lena. Wie hast du geschlafen?“

„Guten Morgen, Laurie“, sagte ich und setzte mich an den Tisch. „Ganz gut, danke. Und du?“

„Gut“, antwortete sie. „Ethan ist schon unterwegs und Nathon hat sich für das Footballtraining fertig gemacht. Wir werden heute ein bisschen unterwegs sein und später nachmittags ein paar Besorgungen machen.“

„Klingt nach einem vollen Tag“, sagte ich und griff nach einer Tasse Kaffee.

Laurie lächelte und begann, das Frühstück vorzubereiten. Anstelle der üblichen Hot Dogs gab es heute einen großen, frischen Obstsalat und knusprige Croissants. „Heute gibt es etwas Leichteres, um den Tag zu starten“, erklärte sie. „Ich dachte, wir könnten eine Abwechslung gebrauchen.“

„Das klingt großartig“, sagte ich, während ich mich an den Tisch setzte und ein Croissant nahm. „Das ist genau das, was ich heute brauche.“

Laurie und Ethan sprachen über ihre Pläne für den Tag, während ich immer wieder zu Nathon hinüberblickte. Er hatte bereits sein Football-Trikot an und wirkte entschlossen, als er über seine bevorstehenden Trainingseinheiten sprach.

Nach dem Frühstück bereiteten wir uns für den Tag vor. Laurie, Ethan und ich machten uns auf den Weg ins Einkaufszentrum, um ein paar Besorgungen zu erledigen. Das Einkaufszentrum war wie gewohnt voll von Menschen, und wir schlenderten durch die Geschäfte, erledigten unsere Einkäufe und genossen die Zeit miteinander.

Am Nachmittag kehrten wir nach Hause zurück, und Laurie begann sofort mit den Vorbereitungen für das Abendessen. Heute Abend gab es eine herzhafte Lasagne, die Laurie schon den ganzen Tag vorbereitet hatte. Der Duft von frischen Kräutern und geschmolzenem Käse füllte das Haus, als wir uns am Tisch versammelten.

„Das riecht himmlisch“, sagte Ethan, als er sich setzte und die Lasagne bewunderte.

„Ja, ich freue mich schon darauf“, sagte ich und lächelte Laurie dankbar.

Das Abendessen verlief angenehm, und wir tauschten Geschichten und Lachen aus. Nathon kam gerade rechtzeitig zurück, um sich zu uns zu gesellen. Die Atmosphäre war locker, und wir genossen den gemeinsamen Abend.

Der Tag neigte sich dem Ende zu, und die Dämmerung hüllte das Haus in sanfte, goldene Lichttöne. Der Tag war ereignisreich gewesen, und ich spürte die Müdigkeit in meinen Gliedern. Nathon und ich hatten den Nachmittag in der Küche verbracht, zusammen die Lasagne vorbereitet und dabei einige tiefgehende Gespräche geführt. Es fühlte sich gut an, ihm wieder näher zu kommen, und ich konnte die Spannung und Zuneigung zwischen uns förmlich spüren.

Laurie und Ethan waren bereits zu Bett gegangen, und das Haus war ruhig. Nathon und ich waren in der Küche geblieben, um das Geschirr aufzuräumen und uns noch ein wenig zu unterhalten. Während wir uns über die letzten Tage und die bevorstehenden Ereignisse austauschten, merkte ich, wie sich ein vertrauter, intimer Moment zwischen uns aufbaute.

Als das Geschirr schließlich sauber und verstaut war, standen wir nebeneinander in der Küche, uns immer noch tief in ein Gespräch vertieft. Die Nähe zu Nathon ließ mein Herz schneller schlagen, und ich spürte, wie sich eine sanfte Spannung in der Luft aufbaute.

„Lena“, sagte Nathon leise und sah mir in die Augen, „ich wollte dir noch etwas sagen. Die letzten Tage waren für mich… besonders. Ich fühle mich dir so nahe wie nie zuvor.“

Seine Worte ließen mein Herz einen Schlag aussetzen. Ich spürte, wie sich eine Welle von Emotionen in mir regte, und ohne darüber nachzudenken, trat ich einen Schritt näher zu ihm. Die Wärme seines Körpers und die Intensität seiner Blicke ließen mich fast vergessen, wo wir uns befanden.

„Nathon“, flüsterte ich, „ich… ich weiß, dass wir noch so viele Fragen haben, aber ich fühle mich ebenfalls so verbunden mit dir.“

Er lächelte sanft und zog mich behutsam näher zu sich. Unsere Blicke hielten sich, und bevor ich mich versah, spürte ich seine Lippen sanft auf meinen. Der Kuss war zunächst zärtlich und langsam, dann intensiver, als wir uns tiefer ineinander verloren. Die Welt um uns herum schien zu verschwinden, und in diesem Moment war nur noch die Nähe und das Gefühl, dass wir uns wirklich verstanden.

Als wir uns schließlich voneinander lösten, sah Nathon mich mit einem sanften, fast entschuldigenden Blick an. „Ich hoffe, ich habe nichts überstürzt“, sagte er leise.

„Nein, ganz im Gegenteil“, antwortete ich und lächelte. „Es war genau das, was ich gebraucht habe.“

Nathon nickte und zog mich behutsam in seine Arme. „Lena, du siehst müde aus. Vielleicht solltest du früh ins Bett gehen.“

„Das ist vielleicht eine gute Idee“, sagte ich, während ich mich in seine Umarmung kuschelte.

Nathon lächelte und nahm mich sanft in den Arm. „Komm, ich bringe dich ins Bett.“

Ich zögerte einen Moment, als er mich behutsam in seine Arme nahm, aber die Müdigkeit und die Wärme seiner Umarmung machten es mir leicht, mich ihm anzuvertrauen. „Nathon, ich kann doch selbst gehen“, sagte ich halbherzig.

„Ich weiß, aber ich möchte, dass du dich entspannen kannst“, erwiderte er sanft. „Lass mich einfach für dich da sein.“

Mit einem sanften Lächeln trug er mich in mein Zimmer und legte mich behutsam auf das Bett. Ich spürte, wie mein Herz ein wenig schneller schlug, als er sich über mich beugte und mir einen sanften Kuss auf die Stirn gab. „Gute Nacht, Lena“, flüsterte er.

„Gute Nacht, Nathon“, antwortete ich leise, als ich die Augen schloss und mich in den warmen Decken einkuschelte.

Nathon blieb noch einen Moment in meinem Zimmer, bevor er leise die Tür hinter sich schloss. Während ich langsam in den Schlaf glitt, dachte ich darüber nach, wie weit wir uns in den letzten Tagen gekommen waren. Die Intimität und die Nähe zwischen uns waren spürbar gewachsen, und ich konnte kaum erwarten, zu sehen, wohin uns diese Reise führen würde. Der Abend hatte mir nicht nur emotionale Klarheit gebracht, sondern auch eine tiefere Verbindung zu Nathon, die ich so nicht erwartet hatte.

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