Der Morgen im Ferienhaus war ruhig. Die Sonne strahlte sanft durch die weißen Vorhänge unseres Zimmers und tauchte alles in ein warmes Licht. Ich blinzelte ein paar Mal, um wach zu werden, und streckte mich langsam, während ich mich daran erinnerte, dass heute ein Tag ohne Pläne vor uns lag.
Nathon war bereits aufgestanden und durchsuchte seine Tasche nach einem T-Shirt. Er trug eine bequeme Jogginghose und ein schlichtes graues Shirt, seine braunen Haare noch leicht zerzaust vom Schlaf. Ich setzte mich auf, rieb mir die Augen und versuchte, wach zu werden.
„Guten Morgen“, sagte ich verschlafen und versuchte zu lächeln.
Nathon drehte sich zu mir um, ein leichtes Grinsen auf den Lippen. „Morgen, Lena. Gut geschlafen?“
„Ja, und du?“
„Kann mich nicht beschweren. Ich mag’s hier, es ist echt ruhig.“
„Laurie und Steve sind schon los, oder?“ fragte ich und bemerkte, dass die anderen wohl bereits das Haus verlassen hatten.
„Ja, sie sind vor etwa einer halben Stunde zur Wanderung aufgebrochen“, antwortete er und zog sich sein Shirt über den Kopf. „Ich dachte, wir könnten heute einfach hier bleiben und ein bisschen chillen.“
Ich nickte, froh über die Aussicht, einfach mal nichts tun zu müssen. „Klingt gut. Ich hab auch keine große Lust auf anstrengende Aktivitäten.“
Wir beschlossen, langsam in den Tag zu starten. Nathon machte Kaffee, während ich in der Küche ein paar Toasts mit Marmelade zubereitete. Das Ferienhaus war gemütlich eingerichtet, mit Holzbalken an der Decke und einer kleinen Küchenzeile, die funktional, aber charmant war.
Wir setzten uns mit unserem einfachen Frühstück an den großen Holztisch im Essbereich, von dem aus man eine perfekte Sicht auf die Berge hatte. Die Ruhe war greifbar, nur das leise Rascheln der Blätter draußen und das gelegentliche Zwitschern eines Vogels war zu hören.
„Was hast du vorhin gemeint mit ‚ein bisschen chillen‘?“ fragte ich neugierig.
„Naja“, begann Nathon und nahm einen Schluck Kaffee, „ich dachte, wir könnten einfach hier abhängen. Vielleicht einen Film schauen, ein bisschen Musik hören… nichts Besonderes.“
„Das klingt perfekt“, sagte ich und fühlte mich gleich ein Stück entspannter.
Nachdem wir gefrühstückt hatten, räumten wir den Tisch ab und machten es uns im Wohnzimmer bequem. Es war der gemütlichste Raum im Haus, mit einem großen, weichen Sofa und einem alten, aber gut erhaltenen Fernseher. Nathon stöberte durch die DVDs, die Laurie und Steve hier gelassen hatten, während ich mich in die Kissen kuschelte.
„Wie wär’s mit einer Komödie?“ fragte er schließlich und hielt eine Hülle hoch.
„Klar“, antwortete ich, ohne groß nachzudenken. Es war einer dieser Tage, an denen die einfachsten Dinge am meisten Freude bereiteten.
Während der Film lief, plauderten wir über alles Mögliche – unsere Familien, die Schule, alte Freunde. Ich erfuhr, dass Nathon Football spielte und darüber nachdachte, ob er das auch im nächsten Jahr noch weitermachen wollte. Er sprach darüber, als sei es etwas, das er ernsthaft in Erwägung zog, aufzugeben. Das überraschte mich ein wenig.
„Warum überlegst du, aufzuhören? Du bist doch richtig gut darin, oder?“ fragte ich vorsichtig, versuchte aber, nicht zu neugierig zu wirken.
„Ja, schon“, antwortete er und lehnte sich zurück, die Augen auf den Fernseher gerichtet, als wolle er dem Gespräch ausweichen. „Aber ich weiß nicht, ob ich das wirklich noch will. Es ist viel Druck, weißt du? Und ich hab das Gefühl, dass ich mich mehr auf andere Sachen konzentrieren will.“
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Heartstrings in the U.S
RomantikaDie 17-jährige Lena beginnt ihr Austauschjahr in einem beschaulichen amerikanischen Städtchen, wo sie von der Familie Collins aufgenommen wird. Zwischen den alltäglichen Abenteuern und dem neuen Leben entwickelt sie eine unerwartete Verbindung zu Na...
