Kapitel 32

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Die Polizei durchsuchte das Haus, fand aber nichts mehr außer dem Rucksack des Mannes. Die Beamten fragten uns aus, sicherten Spuren und versprachen, in der Umgebung nach ihm zu suchen.

„Bleiben Sie wachsam", sagte einer der Polizisten, ein älterer Mann mit ernstem Blick. „Falls Ihnen irgendetwas verdächtig vorkommt – rufen Sie uns sofort wieder an."

Ich nickte, doch ein mulmiges Gefühl blieb.

Er war noch da draußen.

Als die Beamten gingen und wir die Tür hinter ihnen schlossen, fühlte sich das Haus plötzlich noch stiller an als vorher.

„Wir sollten einfach packen und gehen", sagte Johanna entschlossen. „Egal, ob wir für die ganze Tage bezahlt haben – ich schlafe hier keine Nacht mehr."

Mia nickte hektisch. „Ja, lasst uns sofort gehen."

Doch als ich zum Fenster blickte, sah ich etwas, das mir das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Der Schlüssel war weg.

Ich war mir sicher, dass ich ihn auf den Tisch gelegt hatte. Jetzt war er nicht mehr da.

Jemand war wieder hier gewesen.

Wir begannen hastig zu packen. Adrenalin schoss durch meinen Körper, während ich wahllos unsere Sachen in Taschen stopfte.

Dann – ein Geräusch aus dem Flur.

Ein leises Klacken.

Als ich aufblickte, sah ich Johanna blickte mit panischem Gesichtsausdruck zur Tür . Sie lief hin und rüttelte an der Klinke.

„Oh Gott sie ist zu..." Ihre Stimme war ein Flüstern.

Die Tür war verschlossen.

Mia eilte zum Fenster und versuchte es zu öffnen. „Es geht nicht auf!"

Meine Kehle wurde trocken. Jemand hatte uns eingeschlossen.

Dann – Schritte im unteren Stockwerk. Langsam. Ruhig.

Er war zurück.

Mein BruderWo Geschichten leben. Entdecke jetzt