Johannas Sicht
Das Haus war still. Viel zu still.
Wir hatten uns schnell bettfertig gemacht, aber keiner von uns konnte schlafen.
Ich lag im Bett und hörte, wie Mia sich nebenan im Zimmer hin und her wälzte.
Irgendwann war sie nach unten gegangen, um Wasser zu holen, aber er kam nicht zurück.
Nach einer Weile setzte ich mich auf.
„Mia?" flüsterte ich.
Keine Antwort.
Ich stand auf, zog mir meinen Hoodie über und öffnete vorsichtig die Tür.
Das Haus war dunkel.
„Mia" rief ich leise.
Nichts.
Ich ging langsam die Treppe runter. Mein Herz klopfte.
Dann sah ich sie.
Mia stand im Flur, völlig still.
Die Haustür war einen Spalt offen.
Und vor ihrenFüßen lag etwas.
Ein Schlüssel.
Eiskalt, mitten im Flur.
Jemand hatte ihn hier gelassen.
Ich spürte, wie sich meine Kehle zuschnürte.
Mia hob langsam den Kopf und sah mich an.
„Ich glaube, wir sind nicht allein.
Mayas Sicht
Ich lag immer noch wach. Das Krankenhaus war nachts ein unheimlicher Ort – gedämpfte Stimmen, das Summen von Geräten, der Geruch von Desinfektionsmittel.
Ich drehte mich zur Seite und sah rüber zu ihm.
Der Mann, den ich aus dem Wasser gezogen hatte.
Er schlief nicht mehr.
Er starrte an die Decke, als würde er etwas in der Dunkelheit sehen, das sonst niemand bemerkte.
Was war seine Geschichte?
Ich schloss die Augen, tat so, als würde ich schlafen. Vielleicht redete er ja wieder im Halbschlaf...
Dann hörte ich Stimmen.
Nicht seine. Andere.
Ich blinzelte vorsichtig.
Zwei Polizisten standen an seinem Bett.
„Wir haben ihn identifiziert."
Mein Atem stockte.
„Name: Daniel Voss. Seit zwei Jahren unter Beobachtung wegen illegaler Geschäfte und mutmaßlicher Körperverletzung es gab allerdings nie Beweise das er es war."
„Und was machte er dann hier am Strand?"
„Keine Ahnung. Aber irgendwas stimmt hier nicht. Wir haben gerade einen anonymen Tipp bekommen, dass er nicht allein war."
Mir wurde eiskalt.
Nicht allein?
„Jemand hat ihn reingelegt", murmelte einer der Polizisten. „Vielleicht wusste er zu viel."
Dann senkte der Mann im Bett plötzlich den Kopf – und sah mich an.
Unsere Blicke trafen sich.
Und dann sagte er ein einziges Wort:
„Sie."
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Mein Bruder
FanfictionIhr erster Bruder ist vor fünf Jahren gegangen,ihre Eltern sind gestorben und ihr anderer Bruder der immer für Sie da war musste vor vier Monaten zum Außen Einsatz als Sanitäter bei der Bundeswehr. Dies ist meine erste Geschichte über Maya und ihre...
