Kapitel 35

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Der Tag verlief so perfekt, dass es fast unwirklich war.


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Wir gingen an den Strand und waren stundenlang im Meer oder sonnten uns danach gingen wir shoppen als die Dämmerung einsetzt machten wir uns auf den Weg nachhause um uns für die Strand Party umzuziehen.


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Die Musik dröhnte aus der Bar, die Nacht war warm, die Lichter funkelten über dem Wasser.

Ich fühlte mich sicher. Ich fühlte mich glücklich.

Und dann hörten wir die Schreie

Zuerst dachte ich, es wäre nur ein betrunkenes Pärchen, das herumalberte.

Doch dann wurde es lauter. Panik in den Stimmen.

Ich drehte mich um und sah die Gruppe Menschen, die sich am Wasserrand versammelt hatte.

Jemand war im Wasser. Jemand kämpfte.

Mein Herz raste.

Neben mir wurde Mia bleich. Johanna keuchte: „Jemand muss—"

Doch ich wartete nicht.

Ich rannte los.

Meine Füße schlugen gegen den Sand, ich spürte den kalten Schock des Wassers an meinen Beinen, dann stieß ich mich ab und schwamm los.

Es war dunkel. Ich konnte kaum etwas sehen, aber ich hörte ihn – das panische Keuchen, das Schlagen im Wasser.

Ich tauchte nach vorne, versuchte, ihn zu greifen.

Doch dann erwischte mich die Strömung.

Sie zog an meinen Beinen, als wollte das Meer mich behalten. Ich verlor fast den Halt, aber ich kämpfte weiter.

Endlich bekam ich seine Schulter zu fassen.

„Ich hab dich!" rief ich.

Er war schwer. Zu schwer.

Sein Körper war schlaff. Kein Strampeln mehr.

Nein. Nein!

Er war bewusstlos 

Panik drohte mich zu überrollen. Ich war zu weit draußen. Das Boot kam nicht. Niemand war nah genug, um mir zu helfen.

Ich musste ihn allein rausziehen.

Mit letzter Kraft trat ich gegen die Wellen an. Meine Muskeln brannten, meine Lunge schrie nach Luft. Doch ich zog ihn mit mir. Stück für Stück.

Meine Beine waren taub, meine Arme zitterten, aber irgendwann... spürte ich den Sand unter meinen Füßen.

Ich stolperte an den Strand und fiel auf die Knie.

Er lag leblos vor mir.

Nein. Nein, nein, nein.

„Hilft mir jemand?!" schrie ich, aber alle standen nur geschockt da.

Mein Kopf raste. Ich musste etwas tun.

Ich legte meine Hände auf seine Brust.

Und begann mit der Wiederbelebung.

Jede Sekunde fühlte sich endlos an.

Ich drückte rhythmisch auf seine Brust. Eins, zwei, drei, vier...

„Komm schon", keuchte ich. „Verdammt, komm schon!"

Ich atmete in seinen Mund. Drückte weiter.

Sein Gesicht war blass.

Wieder. Eins, zwei, drei, vier...

Meine Arme zitterten, ich wollte nicht aufhören. Ich durfte nicht aufhören.

Dann – ein Röcheln.

Ich erstarrte.

Sein Brustkorb hob sich schwach.

Dann – ein weiterer Atemzug.

Ich schluchzte vor Erleichterung.

Er lebte. Er lebte!

Menschen kamen angerannt, jemand rief einen Notarzt. Jemand zog mich weg, aber ich konnte meinen Blick nicht von ihm lösen.

Er lag im Sand, hustete schwach, seine Augen halb geöffnet.

Und dann – sah er mich an.

Und flüsterte nur ein Wort.

„Lauft."

Mein BruderWo Geschichten leben. Entdecke jetzt