Kapitel 28

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Wir stolperten ins Schlafzimmer und schlugen die Tür hinter uns zu. Mein Herz raste, und ich versuchte, mir nichts anmerken zu lassen – doch meine Hände zitterten verräterisch.

Johanna ließ sich aufs Bett fallen und rieb sich über die Arme. „Okay... was zur Hölle war das gerade?"

Mia schüttelte den Kopf, ihre Augen noch weit vor Schreck. „Keine Ahnung. Aber dieses Geräusch... und dann die Katze..."

Ich atmete tief durch und zwang mich zur Ruhe. „Vielleicht war sie irgendwo eingesperrt und hat sich befreit? Oder sie gehört jemandem aus der Nachbarschaft und ist durchs Fenster reingekommen?"

Johanna schüttelte kaum merklich den Kopf. „Und das Geräusch von oben?" Ihre Stimme war leiser als zuvor.

Ich hatte keine Antwort. Und genau das machte mir am meisten Angst.

Nach einer Weile versuchten wir, uns nicht in Panik zu versetzen. Es musste eine logische Erklärung geben – vielleicht war es nur der Wind. Vielleicht war irgendwo eine Tür nicht richtig ins Schloss gefallen. Vielleicht hatte die Katze einfach nur für Chaos gesorgt.

Doch dann traf es mich wie ein Schlag.

„Leute... ist euch aufgefallen, dass die Haustür offen war, als wir zurückgekommen sind?"

Mia und Johanna erstarrten.

„Nein", hauchte Johanna. „Das kann nicht sein. Ich habe sie abgeschlossen."

Ein eiskalter Schauer lief mir über den Rücken. War es wirklich nur der Wind gewesen? Oder hatte sich jemand Zugang verschafft, während wir weg waren?

Plötzlich war ich mir nicht mehr sicher, ob wir wirklich alleine hier waren.

Mein BruderWo Geschichten leben. Entdecke jetzt