Kapitel 47

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Nach einer Pause mal wieder ein kurzes Kapitel. In einer Woche sind Osterferien ich hoffe das ich dann wieder mehr schreiben kann.


Ich klopfte kurz – ein zaghaftes Klopf, klopf – und öffnete dann langsam die Tür. Der Geruch von Kaffee, Waschmittel und ein Hauch Deo schlug mir entgegen. Drinnen saßen Phil und Franco am Tisch, vertieft in einen hitzigen Austausch über irgendein Einsatzprotokoll. Alex lag auf der Couch, Kopfhörer in den Ohren, und scrollte durch sein Tablet. Oli und Phillip waren nicht zu sehen. Nur Tommy... der war noch nicht da.

Franco sah auf und runzelte sofort die Stirn. „Was ist los mit dir? Du siehst aus wie... keine Ahnung, als hättest du gerade im Lotto gewonnen und gleichzeitig einen Geist gesehen."

Ich nickte nur, bekam kein Wort heraus. Meine Lippen bebten, meine Hände umklammerten meine Tasche wie einen Rettungsring.

„Leon..." flüsterte ich schließlich.

Phil stand jetzt auf. „Leon? Was ist mit ihm?"

Ich holte tief Luft. „Er ist aufgewacht."

Sekunden der Stille. Dann ein Aufatmen. Sogar Alex nahm seine Kopfhörer ab.

„Alter...", murmelte Franco und rieb sich übers Gesicht. „Das ist... wow."

„Ich muss zu ihm", sagte ich. „Aber ich weiß nicht, ob ich einfach so los darf. Ich wollte vorher fragen... oder wenigstens Bescheid sagen..."

In dem Moment ging die Tür hinter mir auf – Tommy kam rein, mit zerzausten Haaren und einem Croissant im Mund. Als er meinen Blick sah, blieb er stehen. Ich sah, wie das Croissant fast zu Boden fiel.

„Leon?" fragte er bloß.

Ich nickte. Und da war es wieder – dieses stille Verständnis zwischen uns. Keine großen Worte nötig. Nur ein fester Blick. Und dann wusste ich: Wir würden zusammen ins Krankenhaus fahren.

Mein BruderWo Geschichten leben. Entdecke jetzt