Die Polizei war weg. Der Mann war verhaftet.
Wir standen noch eine Weile auf der Veranda, während die letzten Beamten ihre Notizen machten und uns versicherten, dass keine weitere Gefahr bestand.
„Der Typ ist in Gewahrsam", sagte einer der Polizisten. „Wir haben nichts gefunden, was darauf hinweist, dass noch jemand hier war. Ihr könnt euch entspannen."
Johanna sah mich unsicher an. „Also sollen wir vielleicht doch hier bleiben?"
Mia seufzte. „Ehrlich gesagt... wir sind völlig fertig. Ich hab keine Lust, jetzt mitten in der Nacht irgendwohin zu fahren."
Ich spürte, dass es vielleicht nicht die beste Idee war. Aber wir waren erschöpft. Die ganze Aufregung hatte uns ausgelaugt.
„Okay", sagte ich schließlich. „Wir bleiben. Aber wenn irgendwas Komisches passiert – wirklich irgendwas – dann hauen wir sofort ab."
Alle nickten. Also gingen wir rein, verriegelten die Tür, schoben einen Stuhl davor – nur zur Sicherheit – und fielen ins Bett.
Für ein paar Stunden gab es keine Angst. Kein mulmiges Gefühl. Nur schlaf.
Ich wachte auf, als die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster fielen. Lisa und Mia schliefen noch tief und fest, ihre Atmung ruhig.
Mein Handy vibrierte auf dem Nachttisch. Ich griff danach und sah den Namen auf dem Display: Mein Bruder.
Mein Herz zog sich kurz zusammen. Ich hatte ihm versprochen, mich jeden Morgen zu melden. Damit er sich keine Sorgen machte.
Ich nahm den Anruf an.
„Hey"
„Endlich!", kam es aufgeregt zurück. „Ich hab dir gestern geschrieben, aber du hast nicht geantwortet."
Ich biss mir auf die Lippe. Natürlich hatte er mir geschrieben. Aber nach allem, was passiert war, hatte ich es vergessen.
„Sorry, war ein langer Tag. Alles gut."
„Geht's dir wirklich gut?"
Ich zögerte. Sollte ich es ihm sagen?
Nein. Ich wollte ihn nicht in Panik versetzen.
„Ja, alles super. Wir hatten eine kleine Aufregung gestern Abend, aber nichts Wildes."
Er schwieg. Ich kannte ihn gut genug, um zu wissen, dass er mir nicht ganz glaubte.
„Du sagst mir Bescheid, wenn was ist, oder?"
„Natürlich", log ich.
Wir redeten noch ein paar Minuten, dann legten wir auf. Ich sah aus dem Fenster, hinaus aufs Meer.
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Mein Bruder
FanfictionIhr erster Bruder ist vor fünf Jahren gegangen,ihre Eltern sind gestorben und ihr anderer Bruder der immer für Sie da war musste vor vier Monaten zum Außen Einsatz als Sanitäter bei der Bundeswehr. Dies ist meine erste Geschichte über Maya und ihre...
