Tag 12

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Es war noch dunkel, als Mika Rodriguez aufwachte. Ein Geräusch hatte sie geweckt. Verschlafen sah sie sich um. Das Geräusch ertönte erneut. Es war ein lautes knirschendes knacken, dann ein leises fauchen. Verwirrt versuchte Mika den Ursprung des Geräusches. Immer wieder blickte sie um sich, doch es war niemand zu sehen. Ein plötzliches vibrieren im Stamm der Palme auf der sie saß, ließ sie kurz zusammen fahren. Beinahe verlor sie das Gleichgewicht, konnte sich aber gerade noch so an einem großen Blatt fest halten. Unter ihr am Stamm der Palme saß eine Gestalt. Die roten Augen glühten in der Dunkelheit und das Schwarze Fell des Wesens hob sich stark von dem grauen Sandboden ab. Immer wieder schlug das Wesen mit seinen langen messerscharfen Krallen in den Stamm der Palme. Zitternd saß Mika da, sie wusste nicht was sie tun sollte. Sie musste irgendwie von der Palme herunter kommen ohne dem Wesen in die Krallen zu laufen. Panisch sah sie sich nach einem Fluchtweg um. Als ihr Blick wieder nach unten wanderte, sah sie direkt in die rot glühenden Augen. Es war auf die Palme geklettert. Jetzt konnte Mika auch erkennen was es war. Es war eine schattenhafte Katze, die langen Krallen aus Silber glitzernden im Mondlicht. Ohne lange nach zu denken schnappte Mika sich ihren Rucksack und das Messer und sprang in die Tiefe. Ein unangenehmes knacken durchdrang die Stille und Schmerz zackte durch den ganzen Körper des Mädchens. Schwerfällig stand sie auf und humpelte davon, die Katze folgte ihr dicht auf den Fersen. Tränen rannen ihr über die Wangen. Ein plötzlicher Impuls sagte ihr, dass sie sich umdrehen sollte. Sie blieb stehen, das Messer mit beiden Händen fest umklammert, dann Sprang die der Schatten auf sie. Das Warme Blut des Wesens ergoss sich über ihre Hände, dann fiel sie in den sand, wo sie liegen blieb. Der Schmerz in ihrem ganzen Körper machte es ihr unmöglich sich zu bewegen. Der schlaffe Körper des Schattens lag auf ihr und drückte das Mädchen tiefer in den Sand. Sie merkte wie ihr die Luft weg blieb und versuchte sich zu befreien, doch der Schatten war zu schwer. Er sah so zierlich und leicht aus, doch er hatte das Gewicht eines Löwen.

Myllyieckent Mayileen Hunthecathzae lief durch die Wüste. Hoffnung war in ihr aufgekeimt. Ihr Verbündeter hatte überlebt. Sie wusste nicht wo er sich aufhielt, doch sie war sich sicher, dass er nicht weit weg sein kann. Als sie ihn verlassen hatte, war Kaj noch etwas schwach gewesen. Kreuz und quer lief Elfchen durch die Arena, immer darauf bedacht sich nicht zu weit von dem Versteck zu entfernen. Sie rechnete jeder Zeit damit dass ihr Verbündeter zurück kam. Während sie in Kreisen um das Versteck lief hielt sie Ausschau. Ihre Messer in beiden Händen fest umklammert bereitet sie sich auf einen plötzlichen Angriff vor. Jederzeit könnte sie jemand angreifen. Eine Stimme ließ das Mädchen aufhorchen. Sie blieb stehen und sah sich um. Eine Person näherte sich. Sie konnte die Silhouette der Person gegen das helle Sonnenlicht nicht erkennen. Angriffsbereit umklammerte das Mädchen die Messer fester und drückte Zwölfchen an sich. „ELFCHEN" hörte sie die Stimme nun deutlicher. Es war ihr Verbündeter der direkt auf sie zu kam. Als Elfchen Kaj Collins Daenerys erkannte entspannte sie sich. Sie steckte die Messer weg und umarmte ihn. „Ich hab mir solche Sorgen um dich gemacht Kaj" sagte sie. „Es geht mir gut Elfchen" versicherte er ihr. „Versprich mir dass du Ben nächsten Mal bleibst wo du bist okay! Sie hätten dich töten können" „Elfchen, es ist alles gut niemand hat mich gesehen" Antwortete Kaj seiner Verbündeten und versuchte sich aus der Umarmung zu lösen, doch das Mädchen hielt ihn so fest, dass es beinahe unmöglich war sich zu befreien.

Raylee Rosé Baird lag da. Die Stiche schmerzten stark. Das Wasser aus dem Sponsorengeschenk hatte ihren Durst gelindert, doch die Stiche waren noch immer stark geschwollen. Sie musste die Stiche mit irgend etwas behandeln. Angestrengt dachte sie nach. Die Arena war eine Wüste, hier wuchs nicht so viel, doch das Mädchen war sich sicher, dass sie auf ihrem Weg durch die Arena an einigen stacheligen Pflänzchen vorbeigekommen war. Irgendwo hatte sie die Pflanzen bereits gesehen. Während das Mädchen weiter nach dachte trank sie noch ein paar Schlücke aus der Flasche, dan fiel es ihr wieder ein, wo sie die kleinen Pflänzchen schon einmal gesehen hatte. Raylee hatte die kleinen unscheinbaren Pflanzen im Unterricht gesehen, doch auf den Seiten in ihrem Schulbuch sahen sie viel größer aus. Fieberhaft versuchte sie sich an den Namen und die Wirkung der Pflanze zu erinnern, während sie begann ihre Sachen zusammen zu packen. Aloe Vera, Wirkt entzündungshämmend und hilft gegen Verbrennungen. Der Gedanke kam wie aus dem nichts. Aufgeregt sprang das Mädchen auf, was sie kurz zum schwanken brachte. Das Gift hatte noch immer Wirkung, auch wenn es schon nachgelassen hatte. Langsam ging sie am Wasser entlang, den Blick immer auf den hellen Sand gerichtet. Die Reflexion der Sonne im Sand beendete sie, doch sie zwang sich weiter nach unten zu schauen um die unscheinbaren Planzen nicht zu übersehen. Als sie eine kurze Pause machte um sich etwas aus zu ruhen sah sie es. Eine mittelgroße Aloe Vera Pflanze wuchs nicht weit von ihr. Sie war größer als die anderen die sie in der Arena gesehen hatte, doch Raylee erkannte sie sofort an den grünen Blättern die mit kleinen spitzen Auswüchsen am rand gespickt waren. Vorsichtig um sich nicht zu verletzen, brach sie eines der Blätter ab. Sofort rat eine schleimige, dickflüssige Substanz aus dem Blatt aus. Langsam und mit zitternden Händen rieb das Mädchen die Masse auf die Stiche. Der Pflanzensaft war kühl auf der Haut. Die schmerzenden Stiche pochten leicht, doch dann merkte das Mädchen langsam wie der Schmerz langsam nach lies.

Kaen Bruscart-Chucklin  lief ohne sich um zu sehen durch die Arena. Die ganze Nacht lang war er durch gelaufen. Er war nicht besonders erpicht darauf doch noch von dem Mädchen aus Distrikt 1 gefangen zu werden, denn er hatte ihren Rucksack mit genommen. Das Mädchen hatte ihren Rucksack beim Festmahl einfach in der nähe des Füllhorns abgelegt, weshalb es für Kaen nicht besonders Schwer gewesen war ihn mit zu nehmen. Die beiden kleineren Rucksäcke die er beim Festmahl ergattert hatte, hatte er im laufen bereits geöffnet. Der eine hatte zwei Wasserflaschen und der andere drei Äpfel enthalte, welche er prompt in den größeren Rucksack von Blaze gepackt hatte. Die kleinen Rucksäcke hatte er dann im sand der Wüste zurück gelassen, währen er weiter durch die Arena lief auf der Suche nach einem sicheren Versteck in dem er sich etwas ausruhen konnte. Die Sonne brannte auf seiner Haut und er spürte die Müdigkeit die ihn überkam, doch er durfte jetzt nicht stehen bleiben, jederzeit könnte das Kariero Mädchen ihn einholen. Kaen war sich nicht einmal sicher, ob sie ihm wirklich folgte, doch er wollte kein Risiko eingehen, also lief er immer weiter und weiter. Weiter ins innere der Arena, weiter weg vom Füllhorn, weiter weg von seinen vermeintlichen Verfolgern. Er blieb erst stehen, als er eine kleine Ansammlung von Felsen entdeckte. Irgendwie kam es ihm so vor als wäre er schon einmal hier gewesen, doch er war sich ganz und gar nicht sicher. Erleichtert endlich ein Versteck gefunden zu haben kletterte er zwischen die Felsen. Im Schatten der Felsen war es kühl. Kaen setzte sich in deren weichen Sand und sah in den strahlend blauen, wolkenlosen Himmel.

Blaze Rypsey lief ziellos kreuz und quer durch die Arena. Den Verlust ihres Rucksackes hatte sic mittlerweile schon fast Vergessen. Mit dem Hab und Gut was sie noch besaß war sie ohne hin besser dran, den je weniger sie tragen musste, desto schneller kam sie voran. Im Laufen sah sie sich immer wieder um. Das Gefühl verfolgt zu werden lies Blaze nicht los. Aus dem Augenwinkel erkannte sie eine Bewegung in der Ferne. Als sie sich umdrehte sah sie die Silhouette einer Person. Kurz blieb Blaze stehen und beobachtete die Person die direkt auf sie zu zukommen schien. Als sie nur noch ein paar Hundert Meter entfernt war erkannte Blaze wer es war. Es wat Stheno Breccia, die mit wütendem Gesichtsausdruck auf sie zu gelaufen kam. Sofort drehte Blaze sich um und rannte los. Sie hatte keine Angst vor Stheno, sie wollte nur einer Konfrontation aus dem weg gehen. Sie hatte keine Argumente für eine Konversation mit ihrer ehemaligen Verbündeten. „Jetzt rennst du weg oder was?" rief Stheno ihr hinterher und rannte ebenfalls los, „Du miese Schlange, erst tötest du Calea und dann rennst du weg? FEIGLING" schrie sie im Rennen. „Du hängst ziemlich an ihr, kann das sein Stheno?" rief Blaze über die Schulter ohne stehen zu bleiben. „Was willst du damit sagen?" „Du weißt dass nur einer hier raus kommen kann Stheno" rief Blaze und lief noch schneller. Stheno hatte bereits aufgehört zu antworten. Blanke Wut kochte in ihr und sie kam ihrer ehemaligen Verbündeten immer näher. Plötzlich stolperte Blaze über einen Stein den sich nicht gesehen hatte und fiel in den Sand. Zeit zum aufstehen hatte sie nicht, denn sofort war Stheno über ihr und drückte sie auf den Boden. „Schmor in der Hölle Blaze, ich weiss es kann nur einer von uns hier raus kommen, und du wirrst es nicht sein" fauchte sie un hob ihr Messer. „Willst du das wirklich tun?" fragte Blaze. Ohne ein weiteres Wort zu sagen stieß Stheno ihr das Messer in die Brust. „ES TUT MIR LEID" schrie Blaze, Tränen sammelten sich in ihren Augen, dann verschwamm alles um sie herum. „Eine Entschuldigung bringt dir nichts, daher sind die Hungerspielen Blaze, versteh es endlich, es kann nur einen Sieger geben, hast du vorhin selber gesagt" mit diesen Worten zog sie das Messer wieder heraus. „Schlaf gut süße" Ohne Blaze noch einmal eines Blickes zu würdigen drehte sich Stheno um und ging davon.

***
Leute erstaunlicher weise ein Tag ohne Tote, auch wenn es bei einigen Kandidaten etwas knapp ist XD.
Ich wollte dieses Kapitel eigentlich schon cor so langer Zeit fertigt haben, aber ich habe im Moment so viel Stress, dass ich kaum dazu komme zu schrieben, ich hoffe das wird jetzt aber wieder besser.
Habt alle einen schönen Nachmittag, die neuen Fragen kommen heute Abend zwischen 17 und 18 Uhr
LG Ella

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⏰ Letzte Aktualisierung: Mar 15 ⏰

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