Kapitel 88 // Vergangenheit - Gegenwart -Zukunft

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Und hier kommt das letzte Kapitel ...

Lied beim Lesen einschalten 🔝

*León*
"Fran, wo sind sie hin?"
Ich war voller Sorge.
Violetta war wieder weggerannt.
Still in mir hoffte ich, ich hoffte zu wissen, zu glauben, dass sie sich nicht so weit von uns entfernt hatte, wie damals.
Aus Panik blickte ich in jeden x- beliebigen Raum. Auch wenn man keine Stimmen hörte oder sonst wahllose Anzeichen, dass sich dort Leute aufhielten.
"Mann!! Wo sind sie?" An meiner Stimme merkte man deutlich meine Nervosität.
"León, beruhigt dich mal etwas. Mit ihrem hochschwangern Bauch kann sie noch nicht so weit kommen. Ich - " Abrubt wurde sie unterbrochen.
Es war eindeutig Violettas Stimme. Doch ihr Ton machte mir Angst. Sie schrie mit solchem Furcht.
"Hörst du das?", erkundige ich mich bei der Italienerin. Ihrem Blick zufolge war meine Frage beantwortet. Sie rannte in die Richtung aus der wir vermutlich Vilu hörten.

Auch ich machte mich schnell auf den Weg. Wenn dieser Typ meinem Mädchen etwas antat...
Weiter mich in Rage zu reden dafür war keine Zeit. Wir hatten den Raum, wo Vilu und auch dieser Diego sich befanden, gefunden. Geschockt sah ich meiner Freundin ihre Schmerzen an. Das war einfach gerade wieder einmal zu viel Stress für sie und meiner Tochter. Sie machte es ihrer Mutter wieder nicht leicht.

*Violetta*
Ich atmete nochmals tief ein um Kraft zusammeln und zuhoffen, dass meine Kleine mir vielleicht mal etwas Ruhe gab.

"Diego, um nochmal auf meine vorherige Frage zu kommen. Was hast du mit dem Unfall zu tun? Und antworte mir jetzt gefällst mal richtig!!"
Meine Stimme neigte etwas in Richtung schrille Tonlage. Das war mir aber herzlich egal. Dieser Idiot sollte mir verdammt nochmal meine Frage beantworten.
"Ehm also..."
Wieso stoppte Diego den schon wieder. Den konnte man echt nich verstehen! Augenverdrehend guckte ich mich um. Da auch mein Gesprächspartner dort hinsah.

Ich enddeckte León und Fran im Türrahmen. Sie hatten uns vermutlich durch meine hohe Stimmlage geortet.
Im Gesicht meines Freundes war pure Panik zu sehen. Er kam auf mich schützend zu und umarmte mich von hinten, sodass ich mich an ihn lehnen könnte. Ich fühlte das Gefühl ihn wegzustoßen zu müssen, da ich ihn mit dem weiteren Gespräch mit Diego höchst wahrscheinlich verletzen würde.
Aber meine Kraft war am Ende. Ich brauchte in diesem Moment Halt!

Francesca stand im Gegenteil noch völlig unschlüssig im Raum. Ihre Ratlosigkeit, was sie von der ganzen Sache halten sollte, stand ihr ins Gesicht geschrieben.

Nach einigen Sekunden der stummen Stille vor der Spanier fort:" Ich muss euch alle etwas sagen! Also es fällt mir echt schwer, aber ich kann damit nicht mehr warten!"
Diese weiche Schicht kannte ich bei ihm gar nicht. War er überhaupt noch der gleiche Typ wie damals im Sommer? -
Ach das bildest du dir jetzt nur ein Violetta, sagte ich zu mir selbst. Er war noch der gleiche Wiederling, wie vor einem drei viertel Jahr im Sommer. - Und er sollte die Finger von Fran lassen!

Ich scheumte wieder vor Wut. León bemerkte dies natürlich und drückte mich noch mehr an ihn ran. Ganz leise seuselte er mich ein kleines "Pssst" ins Ohr.

Der Spanier fuhr mit seiner Beichte fort:" Nun ja, ich...ich... Ich war es der hinter dem Steuer von dem Autor war, dass euch angefahren hätte. - Bitte glaubt mir, es war ein Unfall und wir drei waren einfach am falschen Ort um die falsche Zeit."
Wie er Tränen in den Augen hatte, machte mich etwas mulmig.

Doch als ich wirklich realisierte, was Diego da von sich gegeben hatte, pochte mein Herz über. Auch León könnte nicht mehr ruhig bleiben.
Was gerade gefühlsmäßig in mir abging, war nicht mehr zu beschreiben.
Es fühlte sich wie ein weiterer großer Schnitt im Herzen an. Über alle kleinen bis normalen, schon fast verheilten Kratzer, bildete sich ein großer Schnitt gnadenlos herrüber.

Leonetta - Loving can hurt sometimesGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt