*Violetta*
Ich fühlte mich etwas unwohl jetzt allen zu beichten, dass ich schwanger war. Ich zog den Reißverschluss meiner Jacke wieder zu. So könnte ich es noch einige Minuten länger verbergen. Selbstverständlich erkannte León mein Vorhaben. Er legte einen Arm um meine Tallie. "Komm um so länger du es verschiebst wird es nicht besser." Er sprach genau das richtige aus, was ich jetzt gerade brauchte. "Ich weiß aber der Schmerz sitzt immer noch sehr tief. Es wird noch einiges dauern...." Mein Wortschwall wurde von Leòn unterbrochen:"Schatz, es wird alles gut. Wir kriegen das schon hin und ich habe auch eine sehr schlimme Zeit durchgemacht. Ich kann es verstehen." Zum Schluss seiner Rede gab er mit einen zarten Kuss auf die Stirn. "Nur lass mich nicht mehr allein. Bitte." Seine Bitte war wortwörtlich herzzerreißend. Eine dicke Träne bildete sich in meinem Auge und floss meine Wage hinunter. "Das habe ich nicht.", kam es aus meinem Munde ganz zaghaft. Die Augen meines Freundes wurden dunkler. Unwissen, Leid und tiefe Traurigkeit bildete sich im Inneren des Auges. Noch eine weitere Träne tropfte meine Wange runter. <strong>"Ich habe deine Eltern gefunden und von dir erzählt. Du hattest mir doch von eurem Verhältnis erzählt. Ich fand es ungerecht. Außerdem habe ich versucht den jennigen zu finden, der für unseren scheiß Unfall verantwortlich ist."Ein Teil meiner Beichte entfloß nun meinen Mund. Nach einer kurzen Weile des Schweigens kam León wieder zum Sprechen:"Nun komm, wir möchten doch nicht alle zu lange warten lassen. Bist du bereit?" Ich bekam nur ein schweigsames Nicken zu Stande.
Wir betraten die Türschwelle. Wie vermutet guckten mich alle an. Ihr Blick verrat mir ihre ganzen Gefühle. Zwar freudig mich wieder zu sehen, abet auch die Angst ich würde sie wieder enttäuschen. Ich weiß von León, dass es viele sehr getroffen hat. Mein älteres Ich wäre jetzt mal wieder einfach abgehauen. Doch ich musste jetzt durch diese Situation durch. Wie León auch sagte, um so länger ich es verschweige würde es nicht besser werden.
Wir waren nun automatisch nach vorne gegangen. Zwar war mein Freund neben mir und gab mir das geborge, sichere Gefühl an meiner Seite, jedoch fühlte ich das Gefühl wieder gleich wegzulaufen. Meine Füße taten sich schon auf, bis sich eine Hand um mein Handgelenk schloss und mich mit festem Griff festhielt. So könnte ich nicht entweichen. "Violetta, was hatten wir gerade besprochen?!", ertöne Leóns starke Stimme. Ich verdrehte meine Augen. Musste er immer meine Gedanken lesen und mich so genau kennen?! Naja deshalb liebe ich ihn zwar, doch es ist in so manchen Situationen etwas unpassend. So wie jetzt! Trotz allem drehte ich mich um. Er hatte ja leider Recht. Meine Augen blickten in seine. Ich könnte mir diese Augen stundenlang ansehen.
Ein gekünseltes Räuspern brach uns aus unser Trance. Wir blickten in den Raum. Ich hatte die ganzen Leute ja schon vollkommen vergessen. Das war schon jetzt mal etwas peinlich. Sie hatten uns beim totalen flirten erwischt oder eher gesagt sie saßen in der ersten Reihe und konnten uns live und in Farbe sehen. Als ich mir aber die Gesichter meiner Freunde betrachte, sah ich ein leicht zufriedenes Gesicht.
"Vilu, du wolltest was sagen.", ermahnte mich der Mann mit den wundervollsten Augen und stieß mir in die Rippen. "Aua!", stieß ich raus.
Einmal noch tief Luft holen, dann begann ich:" Eh ja, ich weiß ehrlich genommen nicht wo ich anfangen soll. Ihr habt bestimmt viele Fragen an mich, doch ich bin noch nicht bereit euch alles zu erzählen." Eine kleine Träne entweichte mir. Es war jetzt schon zu viel für mich. Ich musste es noch durchhalten. Sie hatten ein paar Antworten verdient und sie müssten es jetzt endlich erfahren. Sonst wird es womöglich viel schlimmer. "Ich bin gegangen da... ich es nicht ausgehalten hatte. Es tut mir wirklich sehr leid. Bitte glaubt mir... und verzeiht mir!!!", flehte ich sie alle an. Nun ging León einen Schritt von mir weg. Ich hätte zwar meine Rede weiterlaufen können, doch es war alles Nötige gesagt. Außerdem wurde mir extrem warm in diesem dicken Wintermantel. Schließlich wischte ich mir die Tränen von der Wagen und begab mich daran mein Reißverschluss aufzumachen. Erstmal achtete ich nicht auf die Reaktion meiner Mitmenschen. Stattdessen pellte mich aus meinem Mantel und legte ihn hinter mir auf die Bühne. Nun war mein Babybauch in voller Pracht zu sehen. Ich schämte mich ein wenig dafür. Mein Blick war starr auf den Boden gerichtet. Aus meinem Umfeld entnahm ich viele erstaunte Stimme.
Als ich hoch sah, suchte ich erstmals den Blick von Maxi. Er wusste neben León als einziger schon lange Bescheid über meine Schwangerschaft. Er sah ein wenig erleichtert aus. Da er nicht mehr dieses große Geheimnis für sich behalten musste. Mein nächster Blick wanderte zu Francesca und Camila.
Sie wussten schließlich von meiner "Aktivität" nach der Party mit León. Doch ich weiß nicht, ob sie sich das auch gedacht hatten oder nicht. Und auch wie sie damit überhaupt klar kamen.....
* * *
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Leonetta - Loving can hurt sometimes
FanfictionDie Absolventen des On Beat Studios kommen nach den Sommerferien wieder zurück ins Studio um eine große Show aufzuziehen. Es scheint auf dem ersten Blick alles harmonisch und alle sind gut drauf nach ihrem Urlaub. Doch der Schein trügt.... Violetta...
