Die Absolventen des On Beat Studios kommen nach den Sommerferien wieder zurück ins Studio um eine große Show aufzuziehen. Es scheint auf dem ersten Blick alles harmonisch und alle sind gut drauf nach ihrem Urlaub.
Doch der Schein trügt....
Violetta...
*Violetta* Meine Freundin hatte mich nun einige Meter von dem Seitenbühneneingang weggezerrt. Ich war vollkommen mit meinen heftigen Schmerzen zugange. Sie blagten mich wie noch nie. Ich konnte sie nicht kontrollieren, was ich fürchterlich hasste. Ich hasste es, wenn mein eigener Körper versagte!
"Wo ist sie?! Hast du sie allein gelassen?..." Tausend über fragen hörte ich aufgebracht aus irgendwelchen naheliegenden Gängen. Die Stimme wurde immer lauter und schließlich ortete ich sie direkt vor mir. "Vilu, Schatz, ich...ich...wir... eh..." Entweder ich hörte nur die halben Sätze wegen den krächsenden Lauten meines schmerzerfüllten Stöhnens oder die Stimme, die eindeutig meinen Liebsten gehörte, war zu nervös und wusste nicht, wie Sie reagieren sollte.
Nun lehnte ich mich an die Wand, um wenigstens etwas Last abzugeben. Meine Beine waren schon ganz wackelig, schier ging die Welt an mir vorbei. Ich nahm zwar viele Stimmen wahr. Doch sie waren alle durcheinander, sodass ich den kompletten Überblick verlor. Dann merkte ich Hände an meinem Körper. Sie legte mich auf dem Boden ab. Mein Kopf ruhte auf irgendeinem Schoß nieder. Als die nächste Schmerzwelle durch mich durchfuhr, versuchten mich Francesca -wie ich heraus hörte- zu beruhigen. Doch ich konnte ihre noch so guten Ratschläge nicht befolgen. Mein Atem war schlicht und weg nicht mehr zu bändigen.
"León? Wo bist du?" Ich hatte das Gefühl seine Hilfe dringend zu benötigen. "Ich bin hier mein Schatz!", kam es mir viel näher als erwartet entgegen, da er direkt über mir war. Mein Kopf lag in seinem Schoß. Durchdringt guckten mich seine strahlend grünen Augen an.
*León* Es war eine Qual Vilu eine schier endlose Weile so schmerzerfüllt zu sehen und nichts machen zu können. Das Einzige, was ich für sie tun könnte, war bei ihr zu sein. Sie schlug sich tapfer dabei unsere Tochter zur Welt zu bringen. Die ganze Zeit blickte sie mir in meine Augen. Während Dr. Miriam mit der Hilfe Violettas zwei besten Freundinnen bei der Geburt halfen.
**
Es gab Momente, wo ich wieder von meiner Freundin, Angst hatte, da sie wieder so an sich zweifelte, es zu schaffen. Kurz bevor der Kopf unserer Tochter fast schon draußen war, wollte sie strikt aufhören. Sie scherrte sich darum jetzt weiter zu machen. "Violetta! Du hast jetzt keine andere Chance!! Und ich bin doch nach wie vor bei dir! " Sie sollte nicht so Angst haben. Sich wieder in ihrem Panzer verstecken. Ich schreichelte ihr Wange und gab ihr einen leichten Kuss auf die Stirn. Trotz ihres Schmerzes konnte sie sich kurz ein kleines Lächeln auf ihr Gesicht zaubern. Oder eher, das konnte ich mit meiner liebevollrn Geste.
*Violetta* Als ich dann meine Tochter in meinen Armen liegen hatte, spürte ich, dass sich jetzt nun alles, was ich durchgemacht hatte, gelohnt hatte. In diesem Moment fühlte ich mich so vollkommen. Der ganze Kummer war für diesen Augenblick vergessen. "Hallo meine Kleine! Willkommen auf der Welt Dawn!", sagte ich leise mit den Blick auf sie gerichtet. Ich hatte fast keine Kraft mehr meine Augen offen zuhalten. Die Geburt hatte mich mächtig ausgelaugt. Aber ich wollte meine so zierliche Tochter noch anschauen.
Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
Durch ein Handtuch, was Lana um sie gewickelt hatte, lugte nur ihr kleiner Kopf raus mit ihren zwei süßen Ärmchen reckelte sie sich. Dawn hatte schon ein paar braune Haare. Diese waren jedoch noch ganz nass und verklebt durch die Geburt. Eine kleine Stupsnase und so weiche rosa schimmernde Lippen stachen mir sofort in meine doch so müden Augen. "Ist sie nicht zauberhaft, Schatz?", ertönte Leóns leise Stimme in meinem Ohr. "Ja, sie ist eine zauberhafte Tochter! Unsere Tochter, León." Meine Augen glitzernden bei meinen Worten. Ich war nun Mutter. Ob sich meine Zweifel bestätigten oder ich mir die ganze Zeit um sonst Sorgen darüber gemacht hatte, würde ich in der Zukunft sehen. "Wir sind nun Eltern, Vilu. Ist dir das eigentlich klar? - Ich kann es im Moment immer noch nicht wahr haben. Danke, dass du mir so ein wundervolles Geschöpf geschenkt hast!" Leóns Liebeserklärung berührte mich zutiefst, und ich war selbst überrascht, dass ich mich jedes mal aufs Neue in diesen heißen Mexikaner verliebte. - Zu heißen Mexikaner, wenn man das so sagen durfte. Mit einem Schmunzeln auf den Lippen schlief ich ein. Mir war egal, dass ich immer noch auf dem Boden im Backstage Bereich lag, da wo ich meine Tochter zu Welt gebracht hatte. Wir war auch egal, dass meine beiden besten Freundinnen und meine Ärzin noch um mich herum liefen. Ich war einfach zu schwach um noch weiter aufzubleiben. Die Müdigkeit und Glückseligkeit siegten deutlich.
**
Als ich meine schwachen Augenlider wieder öffnete, hörte ich ein leises jammern und drauf gefolgt einenen schrillen Schrei. Noch ganz schlaftrunken schreckte ich hoch und blickte mich um. Sofort wurde mir ein wenig Schwarz vor Augen. "Ganz vorsichtig, Violetta.", hörte ich eine alt bekannte Stimme. Ich hatte aber gerade keine Zeit sie einzuordnen, wer es sein könnte, weil das Geschreische nicht aufhörte. Ich sah mich heftig um und merke erstmals, dass ich auf der Couch von unserem Umkleideraum lag. Weiter registrierte ich, wo der Lärm herkamm. Wie ich sah war es meine neugeborene Tochter. Sie lag in den Armen von ihrem Vater und war immer noch umhüllt von dem weißen Handtuch, dass sie vorhin auf meinem Arm schon um sich hatte. León versuchte jämmerlich sie zu beruhigen, doch das klappte, wie es schien nicht wirklich. "León, gib sie mal Violetta. Ich glaube eure Tochter hat Hunger." Es war schon wieder diese eine Stimme, von der ich auch kurz nach meinem abrupten Aufwachen vernommen hatte. Die Person saß den Anschein nur 1-2 Meter gegenüber entfernt von mir. Mein Blick drehte sich um 90 Grad und ich erkannte meinen Vater Germán. "Papá, seid wann bist du denn da?", fragte ich freugig ihn zu sehen. Eigentlich hatte er noch eine kurze Geschäftsreise gemacht und wollte eigentlich erst morgen pünktlich zur Show dann da sein. Aber nun saß er mir er jetzt schon entgegen. "Noch nicht lange. Eine viertel Stunde ungefähr." "Solltest du nicht erst morgen zurück kommen? Wieso bist du schon wieder zurück?" "Was glaubst du denn mein Engel? Ich habe gehört, ich würde Großvater in geringer Zeit werden. Ich habe mich sofort bei meinen Geschäftspartner entschuldigt und habe mich mit Angie sofort auf den Weg gemacht." Seine Augen strahlten nur so vor Freude. Ich wollte noch etwas fragen, doch da gab mir León schon unsere Tochter in den Arm. Sie sah immer noch sehr sehr klein und gebrechlich aus. Doch wenn man sie so schreiem hörte, dann hörte sich das eher noch einer hungrigen Müräne an. Genau, wenn wir gerade beim Hungrig sind, darf ich nicht vergessen Dawn jetzt zu stillen. Da ich mittlerweile eigentlich schon genug Umstandsklamotten besaß, und viele auch gut fürs Stillen gedacht waren, hatte ich wie zu erwarten heute Keins dieser praktischen T-Shirts an. Nämlich nur ein normal T-Shit für Hochschwangere. So musste ich dies einmal komplett hochkrempeln, was mir leider nicht gelang. Ich war noch zu schwach. "León, kannst du mir helfen das Shit hoch zu ziehen?", fragte ich meinen Freund ganz lieb mit einem kleinen Lachen als Unterton. "Natürlich, mein Schatz! Aber wenn hier deun Vater und unsere Tochter nicht im Raum wären und wir beide auch nicht so geschafft wären wegen den Umständnissen, dann würde ich nicht nur dein Shit hochziehen..." Seine Stimme klang in einem rauen, sexy Ton, den ich so liebte. Auch wenn er es leise in meine Richtung flüsterte, bekam mein Vater Leóns Worte trotzdem mit. Auch auf seinem Mund lag ein schiefes Grinsen und er konnte sich den einen Spruch nicht verkneifen:"Jaja ich seh schon wie meine Enkelin entstanden ist." Hinten dran zwinkerte er mit einem Auge. Die Situation war zu lustig.
Als ich dann meine Tochter an eine meiner Brüste angelegte hatte und sie wirklich kräftig zog, kam Angie durch die Tür. Sie freute sich, dass ich nun schon wach war. Ich fragte sie, wo sie bis gerade gewesen sei und sie erzählte, sie wäre noch bei den anderen gewesen, die versuchten ihre Generalprobe weiter fortzuführen. Was aber nicht wirklich klappte, weil sie wieder in Gedanken verunken waren. Darauf hin wollte sie bei mir mal vorbei schauen damit sie den ganzen dann Nachricht erstatten kann über mich.
* * *
Wie ihr seht, fehlt immer noch ein abgerundetes Ende. Also kommt noch ein Teil Drei für euch 🙈❤