Kapitel 34: Der blutige Phönix

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Ich trat gerade ein als mir ein Feuerball entgegen flog. Sofort sprang ich zur Seite und schleuderte ein paar Senbon in die Richtung des Angreifers.

"Was willst du hier, kleine Kröte?", grunzte der Mann. Ich blickte leicht genervt auf und zückte die nächsten Senbon.

"Kröte, Schlange. Bin ich nicht weiter in der Evolutionsreihe gekommen?", gab ich sarkastisch zurück. Der Mann lachte tief. Er bewegte sich schwerfällig und langsam. Ich konzentrierte mein Chakra für das einzige Windjutsu welches ich perfekt beherrschte. Mein Körper bewegte sich nun schneller. Als ich meine Wurfnadeln warf bohrten die sich zielsicher in ihr Ziel. Der Mann klappte nach vorn und blieb liegen. Der wird jetzt einige Stunden schlafen. Ich ließ meinen Blick durch das Zelt gleiten und erblickte etwas Vertrautes. Auf der Wand war ein großes, schwarzes Symbol, ein Vogel der die Schwingen hob, lodernde Schwingen, wie Feuer. Ein Phönix. Ich streckte meine Finger aus und berührte das Symbol als Bilder durch meinen Kopf zuckten.

Um mich herum war Rauch und ich konnte das Feuer riechen. Von draußen tönten Schreie. Ich lag unter dem Bett meiner Eltern, eng zusammengekauert und die Augen zusammengekniffen. Die Schreie schienen meinen Kopf zu füllen. Meine Eltern waren da draußen, sie kämpften und würden sterben. Auch ich würde sterben. Eine Tür fiel krachend ins Schloss. Schleppende Schritte. Plötzlich fiel jemand, ein schwerer Aufprall, ich öffnete die Augen. Blaue Augen blickten mich an, blonde Strähnen fielen in das, mit Kratzern und Blut übersehene, Gesicht.

"Sora...", ich erkannte die Stimme meiner Mutter und krabbelte etwas unter dem Bett hervor. "Nein. Bleib da. Ich will dir noch ein paar Dinge sagen, bevor ich..."

"Mama, was passiert hier?", meine Hände zitterten, doch meine Mutter lächelte mich nur auf ihre liebevolle, warme Art an.

"Nach dir keine Sorgen, Sora.", sie lächelte mich weiterhin an. "Wenn die Sonne aufgeht, renn in den Wald. Himmel und Erde werden für dich sorgen, denn sie vergehen nie." Dann schob sie mir etwas zu, ein Kunai. "Ich liebe dich Sora."

"Mama! Nein!", doch ich blickte nur noch in leere, kalte, blaue Augen, die mich starr musterten. Ich umklammerte das Kunai.

Als ich am nächsten Morgen aus dem Haus in das verbrannte Dorf trat war es leer. Überall lagen Menschen als einziger Beweis, dass es hier einmal Menschen gab. In einer Lache Blut lag ein Stück Stoff. Das Kunai fest in meiner Hand trat ich darauf zu. Auf der Fahne war ein schwarzer Vogel mit flammenden Schwingen durchtränkt von Blut. Zitternd fiel ich auf die Knie und begann zu weinen, die Hand auf meinen Mund gedrückt. Das Kunai rutschte aus meiner Hand. Im Blut spiegelte ich mich selbst, die langen Haarspitzen fielen in die Lache und es ekelte mich. Ich griff die Haare zu einem Bündel und umfasste das Messer. Mit einer schnellen Bewegung durchschnitt ich die goldenen Strähnen, welche wie Sonnenstrahlen zu Boden fielen. Langsam rappelte ich mich auf, umfasste das Kunai und wandte meinem Dorf den Rücken zu. Noch immer liefen mir Tränen über die Wange, doch ich lief weiter. Als ich die Gebäude hinter mir gelassen hatte fühlte ich die Natur um mich herum. Das Rascheln der Bäume und das Zwitschern der Vögel. Der klare Winde, der die Tränen trocknete und den Rauch aus meiner Lunge spülte. Der Himmel und die Erde begannen von da an sich um mich zu kümmern.

Okay, ich weiß ihr wolltet badass...das kommt bald, ich schwöre.
Übrigens, ich bin eine Woche im Urlaub ohne großartig Internet...also habt ihr eine Woche Urlaub von mir. Jup, man ließt sich xD

Der Weg eines Ninja // Naruto FanfictionWo Geschichten leben. Entdecke jetzt