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Hope

Ich bin der festen Überzeugung, dass es keinen Menschen gibt, der Physik als sein Lieblingsfach benennen würde. Und dann hat man auch noch so eine richtige Schlaftablette, die einen aber sofort ran nimmt, wenn er merkt das man nicht mehr aufpasst.

Das beschreibt zumindest so ungefähr meinen Physiklehrer Mr. Thomsen. Dieser Mann ist einfach nur grauenvoll. Natürlich haben wir alle kaum in der 1. Stunde zugehört. Und dann muss er natürlich, um sich an uns zu rächen, eine Arbeit in der 2. schreiben.

Unser leben ist ja mit seinen langweiligen Vorträgen noch nicht beschissen genug.

Und ehe ihr fragt. Ja ich habe die Arbeit total verhauen ! Wer schreibt denn aber auch so einen Rotz als Aufgabenstellung.

"Komm schon Hope. Lass den Kopf nicht so hängen. Wie haben es doch überlebt." Conni lächelt mir aufmunternd zu. Sie hat leicht reden. Schließlich kann sie sich eine schlechte Note leisten. Auch wenn sie Physik genau so wenig mag wie ich, schreibt sie immer gute Noten. Aber sie hat wahrscheinlich recht. Ich sollte mich nicht so fertig machen. In den anderen Fächern bin ich ja überdurchschnittlich gut.

Mit einem leichten lächeln auf den Lippen, gehen wir in die Cafeteria. Natürlich habe ich seinen Geruch sofort bemerkt. Und natürlich entdecke ich ihn auch sofort. Während er in demselben Moment zu mir schaut. Als sich unsere Blicke treffen, steigt schon wieder so eine Wärme in mir auf. Er fängt an zu Grinsen. Natürlich wird er es auch gespürt haben. Wie ist das nur möglich? Er macht eine Handbewegung, die deutlich machen soll, dass wir zu ihnen kommen sollen. Und zu meinen großen entsetzen sind nicht Conni und Brad die ersten die zu diesem Tisch laufen, sondern Ich.

Seine Ausstrahlung ist so gewaltig. Sie zieht mich regelrecht in den Bann. Und das jedes mal wenn ich ihn sehe ein wenig mehr.

Als wir an ihrem Stammtisch ankommen, setzen sich Conni und Brad sofort. Ich stehe ein wenig unschlüssig rum. Schon alleine, weil kein Platz mehr frei ist. Doch bevor ich auch nur näher darüber nachdenken kann, spüre ich, wie ich auf einen bequemen Schoss gezogen werde. Es ist natürlich Chace seiner. 

Als mir das klar wird, reiße ich mich von ihm los und möchte wieder auf springen, aber als Chace leise knurrt und mich zurück zieht lasse ich es doch bleiben. Irgendwie ist das schön. Zu meiner eigenen Überraschung lehne ich mich bei ihm an. Ihm scheint es zugefallen, denn er drückt mich noch ein wenig mehr an sich. Wie geborgen man sich doch gleich fühlt. Mich umhüllt wieder eine Gänsehaut. Um das allerdings zu verschleiern lenke ich seine Aufmerksamkeit schnell ab.

"Wie geht es nun eigentlich weiter?" frage ich ihn während ich geradewegs auf den Tisch starre.

"Was meinst du?" fragt er mich nun neckend. Stellt er sich jetzt mit Absicht dumm?

"Du weißt genau was ich meine. Ich will wieder nach Hause. Und damit meine ich den Ort, den ich seit vielen Jahren mein zu Hause nenne. Den wo meine Eltern wohnen."

Ich merke wie er sich hinter mir anspannt.

"Das wird wohl erst einmal nicht gehen. Zum einen wegen meinen vielen feinden. Und zum anderen, weil dein zu Hause jetzt das Rudelhaus ist. Du bist schließlich meine Mate. Du gehörst nun zu mir." Ich merke seinen Blick auf mir liegen. Er will wissen wie ich reagiere. Was er auch kurze Zeit später erfährt.

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Wahrscheinlich hat er sich genau das gedacht. Ich bin sauer von seinem Schoss gesprungen, habe ihn angeschnauzt, dass er das nicht einfach so zu entscheiden hat und bin dann samt meinen Sachen aus der Cafeteria verschwunden. Keine Ahnung ob er nach mir sucht. Ich bin auf jeden Fall schnurstracks nach Hause gegangen.

Forever with you ?!Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt