Kapitel 49

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"Das Eis war super! Danke für den tollen Tag Simon!" Jade küsste uns beide zum Abschied noch auf die Wange und drehte sich dann um, um zu ihrem Haus zu gehen. Wir wohnten ja zum Glück beide im selben Kaff. Simon würde heute hier schlafen und vermutlich auch noch ein bisschen länger bleiben. Weil Svens Zimmer lehrgeräumt war, hatte ich ihm mein Bett angeboten, dann würde ich auf der Couch schlafen. Aber er hatte abgewinkt und gesagt das dort auch genug Platz für zwei war, woraufhin Jades Blicke schon wieder alles sagten. "Ja, Jade hat recht, es war wirklich ein schöner Tag. Danke dafür!" Ich nahm Simon kurz in den Arm und ging dann voran in die Küche, aus der es schon herrlich roch. "Oh, hi ihr beiden, seid ihr endlich wieder da?" Lachte Silvie, welche am Herd stand und in einem riesigen Topf rührte.

"Ja, es war wunderschön mit Simon und Jade, ich habe mich auch schon bedankt!" Antwortete ich ihr. "Ok, ich habe dein Bett frisch bezogen, sonst wäre Simon darin sicher erstickt!" Lachte sie und Simon stimmte mit ein. "Mom! Komm schon, sag sowas nicht!" Forderte ich sie auf und sie zwinkerte mir zu. "Keine Ursache!" Sie lachte. "Komm, wir gehen nach oben!" Ich nahm Simons Hand und zog ihn mit.

"Ich fand den Tag mit dir und Jade wirklich schön!" Sagte ich zu Simon und er lachte. "Es geht mir nicht anders, wir hätten vielleicht schon früher Mal was zusammen machen sollen!". "Ja, irgendwie komisch das wir noch nie wirklich was zusammen gemacht hatten, obwohl wir uns ja schon ewig kennen!" Stimmte ich ihm zu und holte eine Jogginghose und einen Pullover aus meinem Schrank. "Tja, du hattest ja Sven." Er setzte sich auf mein Bett und schaute mir beim Ausziehen zu. "Kannst du bitte wo anders hinschauen während ich mich ausziehe?" Ich war etwas nervös, weil ich seine Blicke auf mir spüren konnte. "Ach Max, vor mir musst du dich nicht schämen!" Versprach mir Simon, woraufhin ich etwas näher zu ihm kam.

Jetzt hatte ich die perfekte Gelegenheit, um Jades Theorie zu wiederlegen. Simon saß vor mir auf dem Bett und ich thronte über ihm. "Aber ich mag es trotzdem nicht, wenn jemand mich so anschaut!" Entgegnete ich und drehte mich um. "Was machts du den jetzt?" Simon schien verwirrt zu sein und ich musste in mich hineingrinsen. "Ich drehe mich um, dann sehe ich gar nicht, dass du mich die ganze Zeit beobachtest!" Gab ich zurück und zog mir mein T-Shirt über den Kopf, welches ich unter meiner Jacke getragen hatte. Simon tippte anscheinend gerade auf seinem Handy herum, was für mich ein eindeutiges Zeichen von Desinteresse war. Trotzdem wollte ich es nicht darauf ankommen lassen und bückte mich nach vorne, damit ich mir die Hose abstreifen konnte. Ein bisschen versuchte ich, mit Absicht mit meinem Hintern zu wackeln, um Simons Aufmerksamkeit wieder von seinem Handy auf mich zu ziehen.

"Was machst du denn?" Simon lachte mich aus, weil ich gerade nach vorne weggekippt war, als ich versucht habe, meine Jogginghose anzuziehen. "Ich kann doch nichts dafür das diese blöde Hose so lang ist!" Beschwerte ich mich und ließ mich neben ihn in das Bett fallen. "Sei ehrlich, du hast dich einfach nur dumm angestellt!" Wurde ich von Simon ausgelacht. "Lass es, ich bin nicht dumm und was ich tue ist es auch nicht!" Verteidigte ich mich. "Jaja, du bist nicht dumm. Aber Hunger hast du doch trotzdem, oder?" Er grinste mich an und ich nickte nur, natürlich hatte ich Hunger. Ein Eis war ja nicht wirklich viel und vor allem machte es nicht satt. "Dann komm, lass uns nach unten gehen!" Simon stand vom Bett auf und zog mich dann an einer Hand ebenfalls nach oben, sodass ich ganz nah an ihm stand, bevor er ein paar Schritte zurücktrat und vor mir das Zimmer verließ.  

Nicht Gerade EinfachWo Geschichten leben. Entdecke jetzt