Ich war anscheinend wirklich in der Badewanne eingeschlafen, denn am nächsten Tag wachte ich auf einem Handtuch in meinem Bett auf. Warum hatte sich Sven die Mühe gemacht mich in mein eigenes Zimmer zu tragen? "Morgen Max!" Benni kam in mein Zimmer gerannt und warf sich auf mich. Zum Glück hatte Sven mir gestern schon eine Unterhose angezogen, sonst würde Benni mich jetzt nackt sehen und darauf, dass mich noch ein Bruder so sieht, hatte ich nun wirklich keine Lust. "Guten Morgen Benni!" ich hob ihn von mir runter und stand dann selbst auf.
"Papa sagt, dass ich dich holen soll!" lächelte er mich an und verschwand dann mit lauten Brummgeräuschen und ausgestreckten Armen wieder durch die Tür. Na toll! Dad wollte nie mit mir über positives reden. Er war das genaue Gegenteil von Silvie, die nicht gerne schimpfte und unangenehme Sachen schon aus Prinzip lieber vermied. Aber ich konnte ihm sowieso nicht entkommen, also begab ich mich auf den Weg nach unten in die Küche, wo Dad saß und Zeitung laß.
"Schön das du endlich da bist Max. Ich möchte mit dir über etwas wichtiges reden, aber ich möchte nicht, dass du es Paulina oder Silvie erzählst. Sonst werden sie mich nämlich in Fetzen reißen. " lachte er und klopfte auf den Stuhl neben sich. "Setz dich zu mir." befahl er mehr als das er fragte. Ich tat natürlich was er von mir wollte und setzte mich neben ihn auf den Stuhl. "Worüber willst du mit mir reden?" fragte ich neugierig und wünschte mir im nächsten Moment, es nicht getan zu haben. "Über deine Beziehung mit Sven." bekam ich als Antwort und stand wieder von meinem Stuhl auf. "Dad, ich weiß was du davon hältst und ich kann mir deine Meinung auch in den nächsten Jahren am Arsch vorbei gehen lassen." antwortete ich böse. Dad hielt nichts von unserer Beziehung, dass wusste ich und akzeptierte es auch. Aber konnte er mich bitte endlich Mal damit in ruhe lassen?
"Max, setz dich wieder her!" befahl er mir und ich tat wie geheißen. Ich konnte ja eh nichts dagegen machen! "Max, Sven ist nicht gut für dich und wenn diese Beziehung noch viel länger geht, wird er dich mit in seinen Strudel aus Traurigkeit und Verzweiflung reißen! Du weißt doch selbst das du nicht mit einem Alkoholiker zusammen sein willst! Und du weißt auch das Sven viel zu viel von diesem Gesöff zu sich nimmt!" mein Vater strich mir mit der Hand über die Wange. "Ich will nicht meinen Sohn an diesen Teufel namens Sucht verlieren!" er nahm die Hand wieder weg und legte die Zeitung beiseite. "Max, Sven wird in der näheren Zukunft nicht damit aufhören zu trinken und irgendwann wirst auch du damit anfangen." er nickte wissend, aber ich musste ihm einfach widersprechen.
"Nein Dad! Jeder darf trinken was er will. Man lernt aus seinen Fehlern und auch ich werde irgendwann einmal Alkohol trinken, einfach weil das junge Menschen tuen." verteidigte ich mich, Sven, und alle anderen Jugendlichen die Alkohol zu sich nahmen. "Aber nicht in so ungesunden großen Mengen wie Sven ihn konsumiert. Max, dass ist nicht gesund für ihn und mit der Zeit wird dieser Konsum auch dich gefährden! Und du wirst irgendwann einmal dem Alkohol verfallen so wie er." er änderte seine Meinung natürlich nicht! Warum auch? Es war ja nur ich. Sein Sohn, der noch so unerfahren im Leben war und selbst noch keinen Fuß alleine vor den anderen setzten konnte. "Ach komm Dad! Wenn das dein einziges Argument ist, warum wir uns trennen sollten, dann kann ich darauf auch gerne verzichten. Ich komme damit klar!" damit wollte ich aufstehen und gehen, aber mein Vater hielt mich an Arm fest.
"Du bleibst hier junger Mann!" befahl er mir und ich sackte zurück auf meinen Stuhl. Widerstand war ja sowieso zwecklos! "Das war natürlich nicht mein einziger Punkt! Wer würde sich schon von einem einzigen Argument in einer Unterhaltung davon überzeugen lassen, seinen Partner zu verlassen? Also, Sven ist viel zu alt für dich!" sagte er bestimmt. "Dad, nein. Das kann doch jetzt wohl nicht dein Ernst sein!" genervt seufzte ich auf. Es war immer der selbe unkt auf dem er herumritt. Sven war zu alt. Schon ab dem ersten Tag unserer Beziehung. Mit dem Missbrauch. "Max, er ist vier Jahre älter als du! Eigentlich sollte er jetzt mit Männern ausgehen, die mindestens neunzehn sind! Und nicht mit seinem jüngeren Stiefbruder, der gerade einem siebzehn ist." antwortete Dad und nippt an seiner Kaffeetasse.
"Sven kann ausgehen mit wem er mag! Und ich bin fast erwachsen! Ich kann selbst entscheiden wie alt mein Freund sein soll! Und wenn Sven nun einmal einundzwanzig ist, dann ist es eben so!" wütend stand ich von dem Stuhl auf. "Max!" "Nein Dad! ich habe keine Lust mehr auf diese Unterhaltung! Außerdem muss ich so langsam meine Schulsachen herrichten. Und übrigens, wenn du noch einmal versuchst uns auseinander zu bringen, dann kannst du mich am Arsch lecken! Sven ist und bleibt mein fester Freund! Und wenn es dir nicht passt kannst du uns ja beide rauswerfen!" die letzten beiden Sätze schrie ich. Dann drehte ich mich um, verließ die Küche, und ließ meinen Vater mit seinem erstaunten Gesichtsausdruck alleine zurück. Er hatte mir nicht zu sagen wie ich mein Leben zu leben hatte! Und er sollte sich verdammt nochmal aus meinen Angelegenheiten heraushalten!
"Hey, welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen!" Sven warf sich zu mir auf das Bett und drückte sich an mich. Er war gerade erst von der Arbeit nach Hause gekommen. Sollte ich ihm von dem Gespräch mit meinem Vater erzählen? Nein, besser nicht. Sie waren schon jetzt nicht gut aufeinander zu sprechen und ich würde es sicher nicht besser machen. "Ich hab dich vermisst!" erwiderte ich deswegen und drückte mich an ihn, worauf ich nur ein "Aww" zu hören bekam. Man, mein Freund war so perfekt!
ICH BIN ZUVERLÄSSIG! Also nein ehrlich, ich habe es geschafft, obwohl ich es beinahe vergessen hätte. Obwohl das mit dem Verbessern nicht geklappt hat.
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Nicht Gerade Einfach
RomanceMax Leben war nicht immer toll. Er hat viele Schicksalsschläge und Schwierigkeiten hinter sich, aber seit er Sven kennt, hat er zumindest jemanden der in allen Lebenslagen zu ihm hält. Doch was passiert wenn er sich plötzlich genau zu diesem Mann hi...
