"Ich fühle mich schlechter als jemals vorher!" Müde stützte ich meinen Kopf auf den Händen ab. "Ach komm, so schlimm ist das doch jetzt auch nicht! Du und Sven seid noch nicht einmal mehr zusammen!" Paulina saß mir gegenüber am Tisch und grinste mich blöd an. "Aber jetzt sag, wir ist er so im Bett? So wie er aussieht?" Sie zog die Augenbrauen nach oben. "Erstens geht es dich nichts an, wenn du nicht selbst mit ihm geschlafen hast, und zweitens rede ich doch nicht mit dir darüber wie gut jemand im Bett war!" Antwortete ich und stand auf, um meine Kaffeetasse in unsere Küche zu tragen. "Wo ist er überhaupt?" Sie ging mir nach und sah mir dabei zu, wie ich die Tasse ausspülte und sie dann in den Geschirrspüler stellte. "Er ist zu Sven gefahren, weil sie ja immer noch Freunde sind, morgen ist er wieder da und ich habe keine Ahnung wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll!" Ich wusste wirklich nicht was ich machen sollte. Natürlich wollte ich nicht mit Simon zusammen sein. Es war nur ein One Night Stand, aber sah er das auch so?
"Ich bin wieder da! Freust du dich nicht?" Simon zwinkerte mir zu und kam zu mir an den Tisch. Er wollte mir einen Kuss auf die Wange geben, aber ich wich zurück. "Max?" er setzte sich auf einen Stuhl und sah mich besorgt an. "Simon, ich weiß das du mich magst, aber..." Weiter kam ich nicht, denn schon wurde ich von ihm unterbrochen. "Aber du magst mich nicht und liebst immer noch Sven?" Fragte er. "Du sagst das als würdest du dir komplett sicher sein." Ich schaute ihn mit hochgezogener Augenbraue an. "Natürlich bin ich das. Du kannst mich sowieso nicht leiden. Konntest du nie." Er schaute auf seine Finger. "Das stimmt doch überhaupt nicht! Ich mag dich wohl, nur nicht auf diese Weise." Sanft strich ich über seinen Handrücken.
"Max, ich habe so viel für deine Liebe getan!" Er schlug mit der flachen Hand auf den Tisch und schien ziemlich wütend zu sein. "Simon, ich kann ja verstehen, wenn du dich in mich verliebt hast, aber ich liebe dich einfach nicht. Und ich weiß das es falsch war, dir Hoffnungen zu machen. Trotzdem musst du mir verzeihen, dass man Herz nicht ganz so spielt wie du es gerne hättest." Sagte ich zu ihm und er nickte nur mit einem verdammt gruseligen Blick. "Ich weiß das du nichts dafürkannst, dass dein Herz denkt, Sven wäre das Beste für dich. Aber du musst dir eingestehen, dass ich viel geeigneter als Partner wäre. Vor allem, weil du ein junger Mann bist und genug mit deiner eigenen Psyche zu tun hast, als das du dich auch noch mit dir von einem anderen abzumühen!" Argumentierte er.
Natürlich hatte er recht. Sven hatte einfach Probleme, aber damit konnte ich fertig werden! "Ich kann damit klarkommen, dass, ..." "Max! Ich mache bald meinen Bachelor in Medizin! Ich habe eine eigene Wohnung und verdammt gute Noten! Seit gestern weißt du, wie gut ich im Bett bin und ich habe kein Problem damit, zu dir zu fahren. Egal wie du das darstellen möchtest, ich bin in jeder Hinsicht besser als dein Freund." Eine Träne floss über seine Wange und ich musste sie einfach wegwischen.
"Simon, ich weiß. Aber ich liebe nun mal Sven und sollte er wieder zurückkommen, dann würde ich dir nur noch mehr wehtun, wenn wir in der Zwischenzeit eine Beziehung führen! Du wirst schon noch jemanden fanden, der dich liebt!" Erklärte ich und er schüttelte nur den Kopf. "Sven wird niemals zurückkommen, er hört auf seinen Vater. Bitte Max, lass all meine Mühen nicht umsonst gewesen sein!" Flehte er mich an und ich zog eine Augenbraue hoch. "Welche Mühen denn bitte? Das du mit dem Zug hierhergefahren bist? Oder mich ins Schwimmbad mitgenommen hast?" Wollte ich wissen. "Nein, du hast ja gar keine Ahnung! Ich habe so viel für diese eine Nacht getan und ich will, dass daraus mehr wird!" Er nahm meine Hand in die seine und küsste sanft den Handrücken. "Simon, von welcher Art von Mühe sprichst du?"
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Nicht Gerade Einfach
RomanceMax Leben war nicht immer toll. Er hat viele Schicksalsschläge und Schwierigkeiten hinter sich, aber seit er Sven kennt, hat er zumindest jemanden der in allen Lebenslagen zu ihm hält. Doch was passiert wenn er sich plötzlich genau zu diesem Mann hi...
