Kapitel 23

1.8K 74 13
                                        

Am nächsten Morgen wachte ich fast genauso auf wie ich eingeschlafen war, mit dem Unterschied das mein Kopf auf Svens Bauch lag, er im Bett saß und etwas in seinem Notebook eintippte. Typisch! Immer denkt er nur an das arbeiten! „Morgen Kleiner!" Sven grinste mich von oben herab an, und ich wurde alleine bei dem Gedanken an gestern ungesund rot. „Alles Gute zum Geburtstag!" erzog mich zu sich hoch, bedacht darauf meinen Hintern nicht zu berühren, und küsste mich sanft auf die Lippen. „Danke" mein Gesicht war immer noch rot. Zum Glück hatte mir Sven irgendwann während ich geschlafen hatte meine Boxershorts wieder angezogen, sonst wäre es sicher noch peinlicher gewesen, das Dad genau in diesem Moment meinte unbedingt das Zimmer betreten zu müssen. „Alles Gute zum Geburtstag Max, Geschenke gibt es unte ... Was habt ihr beiden gemacht?" Dad war einmal wieder zu über besorgt. Aber eine Antwort erhielt er sowieso nicht, denn ich war einfach weiterhin rot, Sven grinste ihn an als wäre Weihnachten und sein Geburtstag auf einen Tag verlegt worden und bevor er nachfragen konnte, kam Silvie im Pyjama hinter ihm ins Zimmer. „Ach Vincent, lass den beiden doch einfach mal ein kleines bisschen Privatsphäre!" sie zog Dad aus dem Zimmer und schloss, oder eher: knallte, die Türe hinter ihnen zu. Dann waren Sven und dich wieder alleine. „Soll ich dich runter tragen?" Sven war gerade Aufgestanden und zog sich an. „Warum solltest du?" ich verstand nicht so ganz worauf er hinaus wollte, aber schon als ich versuchte aufzustehen, wusste ich was er gemeint hatte. Mein Hintern tat vom Stehen schon so weh das es kaum auszuhalten war. „Aua!" ich ließ mich wieder auf das Bett fallen, achtete aber darauf dass ich nicht auf meinem Hintern landete. „Tut mir Leid Kleiner! Ein bisschen biste aber auch selber schuld." Sven warf mir meine Kleidung aufs Bett und ich wollte es irgendwie anziehen ohne meinen Hintern zu berühren, was mir nach unzähligen Versuchen dann auch endlich gelang.

„Beim nächsten Mal wird es besser." versuchte Sven mich zu vertrösten. „Wenn es ein nächstes Mal geben wird, wenn ich dann jedes Mal kaum stehen kann, werde ich mir das noch ganz genau überlegen!" ich zog einen Schmollmund und bekam einen Kuss auf die Stirn, dann wurde ich von Sven hochgehoben und nach unten getragen. Aber da wartete schon das nächste Problem auf mich. Wie sollte ich mich denn bitte an den Frühstückstisch setzten? „Sven?" anscheinend wusste er sofort was ich wollte, denn die Antwort kam sofort: „Aushalten, einfach aushalten.". Na das war ja ein geiler Tipp! Wahrscheinlich wusste er aus eigener Erfahrung das es nichts gab was half! Dummer Idiot! Kurz bevor wir die Küche betraten, ließ er mich runter. Aus der Küche konnte ich die Stimmen von Silvie und Dad hören. Scheiße! Die sollen doch noch auf ihrem Kongress sein! Sven schien weniger aufgeregt als ich. Hoffentlich wusste er was er sich von Dad anhören konnte wenn er das herausfand! Mehr schlecht als recht humpelte ich in die Küche und erntete dafür komische Blicke von allen Anwesenden. Sven kam hinter mir zur Tür herein und Dads Blick lag sofort auf ihm und beobachtete jede seiner Bewegungen mit einem bösen Blick. Neben Dad und Silvie saßen auch noch Paulina und Ray, die beide grinsten wie diese Chinesischen Winke Katzen, und Benni, der das allen nicht verstand. „Warum humpelst du?" Benni legte den Kopf schief und sah mich fragend an. „Bin gestern die Treppe runter gefallen." murmelte ich mehr zu mir selbst als zu ihm. Anscheinend war dies für alle Beteiligten extrem lustig, denn sie hielten sich die Hände vor den Mund und versuchten ihr Grinsen zu verstecken, mit Ausnahme von Dad, der schaute immer noch Sven an. Vielleicht wollte er ihm Angst machen, aber wenn es das war, funktionierte es nicht wirklich gut! Als sie sich dann einigermaßen gefangen hatten, konnten wir endlich anfangen zu essen, auch wenn sich das für mich schwierig gestaltete. Es gab einfach keine bequeme Sitzposition, mein Hintern tat immer höllisch weh!

„Wir reden im Wohnzimmer." ich konnte in Dads Ton zwar nichts Verärgertes oder Ähnliches entdecken und durch Svens leises Aufstöhnen registrierte ich das es nicht so schlimm sein konnte. Anscheinend hatte er so etwas schon hinter sich. Also folgte ich den beiden ins Wohnzimmer, blieb aber vor der Couch stehen, während sich Dad, Sven und Silvie es sich darauf gemütlich machten. „Möchtest du dich nicht zu uns setzten Max?" das war eine Fangfrage! Dad wollte das ich ihm das Ganze von mir aus gestand, aber darauf konnte er lange warten! „Ich bin gestern die Treppe runter gefallen, mein Steißbein tut weh." wollte ich mich raus reden. „Wir wissen das du mit Sven geschlafen hast, setzt dich her!". Ich war so geschockt das ich mich, ohne auf die Schmerzen zu achten, sofort hinsetzte. „Hast du ein Glück das Sven erwachsen genug ist um uns darüber in Kenntnis zu setzten. Das hat dir eine Menge unangenehmes erspart!" Dad redete als wäre das alles selbstverständlich, aber sein Ton verriet dass er es nicht wirklich gut hieß. „Warum sitzen wir dann hier?" dumme Frage. „Ich möchte euch darüber in Kenntnis setzen dass ich das nicht gutheiße und euch über die Probleme und Risiken eurer Handlungen informieren!" zuerst dachte ich das sollte ein Scherz sein, aber Dad meinte das anscheinend verdammt ernst. Sven wollte gerade aufstehen aber Dad hielt ihn mit den Worten: „Du bleibst hier junger Mann!" zurück. „Ich habe dieses Thema doch schon mit euch durchgekaut!" er wirkte sichtlich genervt. Wahrscheinlich wusste er ja auch was uns bevorsteht. „Jetzt, da du dich durch Kindesmissbrauch strafbar gemacht hast, wirst du das wohl aushalten müssen." Sven setzte sich wieder auf die Couch. „Aber eigentlich..." „Nein!" Dad ließ ich noch nicht einmal aussprechen. Es war Sven anzusehen wie genervt er war, trotzdem ließ er die folgenden zwei Stunden geduldig über sich ergehen.


Nicht Gerade EinfachWo Geschichten leben. Entdecke jetzt