„Du weißt, dass ich den ganzen Tag im College sitzen werde oder?"
„Jap, ich komm schon klar. Ich bin wieder total erholt und kann wieder für mich selbst sorgen."
„Wenn du meinst."
Ich nickte nur als Bestätigung.
Mir ging es wirklich wieder besser.
Seit dem wir anfingen zu packen um nach New York zu ziehen, hörte das komische Gefühl in mir auf und kam bis jetzt auch nicht mehr wieder.
Mittlerweile glaubte ich, dass es wirklich nur Reaktionen auf meine Auferstehung waren.
Aber ich war nicht mehr die gleiche wie davor.
Ich war verschlossener und hatte Angst.
Ich muss aufpassen, da ich jeder Zeit wieder Schizophren werden könnte.
Ich bin froh, dass wir aus Minnesota weg sind.
Da plagen mich zu viele Erinnerungen.
Und ich will nicht die ganzen Fragen hören, oder mit den Blicken durchbohrt werden, weil jeder wusste was mit mir geschehen war.
Und sowas brauche ich echt nicht.
Das einzige, was geblieben ist, sind meine komischen Träume wo ich das Gesicht des Jungen nie sehe, aber seine Augen und die Stimme hörte.
Das macht mich nicht Wahnsinnig, es nervt einfach.
Mittlerweile leben wir schon eine Woche hier, ich hab die Stadt besichtigt und mich nach einer naheliegend Schule umgeschaut.
Ich fand eine, hatte mich da angemeldet und stand nun im Überfüllten Schulgebäude, wo mich niemand beachtete.
Besser für mich.
Ich lief also zu meinem Spind, holte die Bücher raus, die ich für heute brauche und machte mich dann auf den Weg zu .... Mathe.
Ich konnte Mathe, fand es auch einfach, aber es ist trotz dessen nicht mein Lieblingsfach.
Somit begab ich mich vollbepackt auf die Suche nach den Matheräumen.
Lustigerweise fand ich die Matheräume nicht und musste somit jemanden fragen.
Also ging ich zu einer Jungsgruppe, setzte mein Pokerface auf und sagte einfach etwas lauter „Entschuldung."
Alle drehten sich um und einer von ihnen lächelte.
Ich dachte, mir bleibt mein Herz stehen.
Er hörte auf zu lächeln und schaute mich fragend an.
„Könnte mir vielleicht einer von euch sagen wo ich die Matheräume finde?"
Sie schauten sich alle an, bis dann einer antwortete. „Die sind im zweiten Stock, du gehst die Treppen hoch dann nach links."
„Danke."
Somit drehte ich mich um und wollte weiter laufen, bis einer von ihnen mich rief.
„Hey, du! Wie heißt du?"
Ich drehte mich zu Ihnen und hob eine Augenbraue.
„Ich wüsste nicht, was euch das angeht."
„Uhhh ein Rowdy, gefällt mir." sagte einer und zwinkerte mir schelmisch zu.
„Alec, lass sie in Ruhe." sagte der Junge mit dem schönen lächeln.
„Ai, Ai, Captain Dawson!"
Alle lachten, während ich nicht verstand was daran lustig sein sollte.
Ich war wohl ein wenig eingerostet.
„Komm, ich zeig dir die Matheräume. Ich halte es keine Sekunde länger mit denen aus."
Er lief an mir vorbei und achtete nicht weiter auf mich, ich entschied mich schlussendlich ihm zu folgen, da ich die Matheräume trotz Beschreibung nicht finden würde.
„Ich bin übrigens Shane, nicht, dass du denkst ich heiße Dawson."
Ich musste über diese Bemerkung Lächeln.
Shane hatte Braunes Haar, in ihnen einige Blonde Strähnen, Kastanienbraune Augen, ein Lächeln zum dahinschmelzen, welches von seinem Lippenbändchenpiercing verziert wurde und ein Tattoo von einem Wolf an seinem Arm.
„Hätte ich fast wirklich gedacht, danke für diese Info."
„Das klang ziemlich ironisch."
„Ich meinte es aber todernst. Ich mein, Dawson könnte auch gut als Name durchgehen."
„Wieso zum fick sollten Eltern sowas ihren Kindern antun?"
„Weiß nicht, wäre halt mal was anderes als Alec, Gorge und so weiter."
Er lachte und dieses Lachen erwärmte mein Herz.
„Es gibt bestimmt jemanden, der so heißt, aber man, das Arme Schwein."
„Wieso das? Mein Name hat jetzt auch nicht jeder dritte."
„Sag mir deinen Namen und ich zähle dir mindestens fünf Mädchen auf, die genauso heißen wie du. New York ist groß und hat mindestens jeden Namen drei mal vorhanden."
„Kyrie."
Er blieb abrub stehen, zum einem da wir bei den Matheräumen angekommen waren und zum anderen, da er anscheinend schockiert war.
„Wie heißt du?"
„Kyrie. Und los, ich warte auf die fünf anderen Mädchen die genauso heißen."
Er kratze sich verlegen am Hinterkopf.
„Ok, du bist die erste Kyrie die ich kenne."
„Ich fühle mich geehrt. Manchmal frage ich mich aber auch was sich meine Mom gedacht hat, als sie mich so nannte. Ich bin die einzige mit einem Namen, der eigentlich so gut wie nicht existiert."
Er grinste.
„Na dann, viel Spaß in Mathe, ich muss zu Englisch. Man sieht sich, Kyrie." er zwinkerte mir zu und lief dann los.
„Man sieht sich, Shane." flüsterte ich in die Menge hinein.
Irgendwas in mir fühlte sich wieder so komisch an, aber nicht im negativen Sinne, sondern im Positiven.
Dachte ich zumindest.
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Pretty Hell
ParanormalNach einem schrecklichen Vorfall zieht Kyrie mit ihrem Bruder, Kenay, nach New York, um ihr Leben von neu zu beginnen. Einige Monate leben sie dort friedlich, bis nach und nach die grausame Wahrheit ans Licht kommt und die Hölle auf Erden ausbricht...
