Chapter 40 - „i want you."

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Kyrie P.o.V

Ich saß in meinem Zimmer und durchstöberte das zwanzigste Zauberbuch, aber ohne Erfolg.
Ich war immer noch hin und her gerissen und ich dachte langsam, dass ich unter Depressionen leide.
Ich weinte öfter als sonst, stoße Shane von mir weg und fühle mich schwach.
Ich bin einfach nicht mehr die Kyrie, die ich vor meiner Verwandlung war.
Es klopfte an meiner Tür, ich öffnete diese mit meinem Zauber und Nero kam herein.
„Hey. Wie gehts dir?"
Wie es mir geht?
Es ging mir schlecht, ich will ihn am liebsten anschreien, da Yamato mich nur wegen seinem Kuss getötet hat und ich zum Vampir geworden bin, ich will fühlte mich leer und einsam.
„Ganz Okay."
„Jetzt die Wahrheit."
„Es ist die Wahrheit!"
Er schüttelte seinen Kopf und setzte sich zu mir ans Bett.
„Wo sind Elijah und Kenay?"
„Mein Vater ist bei Aurora und Kenay ist mit der Uni wiedermal auf einer Expedition und kommt morgen wieder."
Nero nickte und schaute aus dem Fenster.
Nero...das war schon ein außergewöhnlicher Name, den ich noch nie gehört habe.
„Wie kamen deine Eltern auf deinen Namen?" fragte ich ihn.
„Wie kommst du jetzt da drauf?" fragte er belustigt, obwohl etwas verletzliches in seinen Augen aufblitzte.
„Weil ich deinen Namen noch nie zuvor gehört habe. Also?"
„Mein Vater wollte mich eigentlich wie seinem Vater, Sparda, nennen, welcher im Kampf mit den Dämonen starb. Den Namen Nero hat mir meine Mutter gegeben. Er bedeutet »Der starke« und Stamm von den Heiden und da ich zu dieser Zeit geboren wurde, hat er halt gepasst."
„Du hast nie über sie geredet. Was ist passiert?"
„Als ich fünfzehn wurde, fing der Krieg unter den Dämonen an und alle, die auf Lucifers Seite waren, wurden bestraft.
Mein Vater verlor seine große Liebe und ich meine Mutter, Yamato's Vater hat sie umgebracht. Ich kann mich nicht mehr so genau an sie erinnern, aber ich höre immer vorm einschlafen ihre Stimme in meinem Kopf, die ich nie vergessen werde, Sehe vor meinen Augen ihr so helles, blondes Haar, welches schon fast weiß schien und ihre tiefblauen Augen, die fast dunkellila schienen."
„Du musst sie schrecklich vermissen."
„Und wie."
Ich legte meine Hand auf seine und lächelte ihn leicht an.
„Ich weiß wie du dich fühlst."
„Ja, vor allem weil Yamato's Vater meine Mutter umgebracht hat und Yamato deine."
Ich riss meine Augen auf und starrte ihn fassungslos an.
„Y-Y-Yamato hat sie umgebracht?"
Er nickte.
„Ich dachte, du weißt es."
„Nein, aber jetzt weiß ich, dass ihr Mörder noch lebt und ich mich rächen kann."
„Kyrie, das bist nicht du."
„Würdest du deine Mutter nicht rächen?!"
„Ich hab es mal versucht, aber ich war fünfzehn und habe selbst fast mit meinem Leben bezahlt, seit dem habe ich Yamato's Vater nie wieder gesehen."
Er schaute mich die ganze Zeit an, sein Blick brannte auf mir und wartete darauf, dass ich etwas sagte.
Ich schaute nur starr gerade aus und malte mir aus, wie ich Yamato töten konnte.
In mir brennt diese Wut.
Er hat sie umgebracht.
Kay und meine Mutter.
„Ich weiß nicht was in deinem Kopf abgeht, aber deinem Blick nach zu urteilen ist es nichts gutes." sagte Nero.
„Wie kann man einen Dämonenpriester umbringen?"
Ich schaute ihm intensiv in die Augen.
„Du willst wirklich Rache."
Ich nickte.
„Nun, es ist schwerer einen Dämonenpriester umzubringen als einen normalen Dämon, aber unmöglich ist es nicht."
„Ich will wissen wie, Nero." giftete ich ihn an.
„Du brauchst ein Schwert, welches schon oft benutzt wurde, aber doch rein ist."
„In wie fern?"
„Es gibt eine Legende, vom Schwert der Reinheit. Es tötet zwar, aber nur Dämonen und reinigt sozusagen ihre Seelen. Aber dieses Schwert kann nur bis zu einem Speziellen rang Dämonen töten, da alles über diesen Rang zu stark ist. Es wurde von Engeln geschmiedet, diese sind aber schon längst ausgerottet worden."
„Das heißt, das Schwert ist mit Ihnen untergegangen oder?"
Er nickte.
„Ich finde schon einen Weg Yamato zu töten.
Komme was wolle, auch wenn ich sterbe, ich muss meine Mutter rächen."
Nero schaute mich mit einem undefinierbarem Blick an.
„Wenn du jetzt versuchst, mir das aus dem Kopf zu schlagen-"
„Ich stehe hinter dir, bei allem was du tust."
Mein Herz raste unnormal schnell.
Waren Nero's Augen schon immer so ein schönes reines blau gewesen?
Was labere ich da für einen Müll?
Mein Verstand schaltete komplett ab, Nero nährte sich meinem Gesicht, unsere Nasenspitzen berührten sich schon.
„Du weißt, dass ich mit Shane zusammen bin." flüsterte ich gegen seine Lippen.
„Ich weiß. Aber sollte es auch nur die geringste Chance geben, dass du etwas für mich empfindest, werde ich diese auch ausnutzen.
Du machst etwas mit mir, was schon lange keiner mehr geschafft hat und dieses Gefühl will ich nicht verlieren.
Sollte da auch nur ein kleiner Funke sein, dann sag es und ich halte mich nicht mehr zurück."
Alles in mir brannte, stand in Flammen und loderte voller sucht.
Ich wollte ihn, auch wenn es nur in diesem Moment der Schwäche ist, da ist gerade etwas viel stärkeres als das, was ich bei Shane empfinde.
Noch nie wollte ich jemanden so nah bei mir haben, wie Nero.
„Küss mich." hauchte ich fast flehend gegen seine Lippen, er drückte seine Lippen auf meine und ehe ich mich versah, hatte ich mein erstes Mal mit Nero, einem Jungen der etwas mit mir machte, was bis jetzt kein anderer geschafft hat.

Pretty HellWo Geschichten leben. Entdecke jetzt