Chapter 10 - a Dress with consequences

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Ich lief mit Shane durch die Stadt und hielt Ausschau nach einem Kleid.
Unsere Schule veranlasste einen Winterball, die ersten Flocken fielen schon und die Stadt war dementsprechend geschmückt.
Wir liefen gerade in einen Laden für größere Veranstaltungen rein, sprich Hochzeiten, Galen oder eben Abschlussbälle.
Shane suchte nach einem Sakko während ich durch die Kleider stöberte, aber einfach nichts fand, wonach ich suche.
„Kann ich Ihnen Helfen, Miss?"
Ich drehte mich um und erblickte eine Verkäuferin.
„Ja, das können sie tatsächlich. Ich suche nach einem Kleid für einen Winterball an unserer Schule, aber leider entspricht hier nichts meiner Vorstellung, obwohl alle Kleider prächtig und wunderschön waren."
Sie nickte verständlich und zeigte mir mit einer Geste ihr zu folgen.
„Hey wohin gehst du?" fragte mich Shane, als ich an ihm vorbei lief.
„Ich suche mein Traumkleid." sagte ich lächelnd und Shane nickte verständlich.
„Ich warte bei den Umkleiden auf dich." rief er mir noch hinterher.
„Ist das ihr Freund?" fragte mich die Verkäuferin.
„Ja. Wir sind erst seit kurzem zusammen, aber unbeschreiblich glücklich."
„Sie wissen doch hoffentlich, was Shane für ein Wesen ist?"
Ich blieb abrub stehen.
„Was reden sie da für einen Quatsch?"
„Ein Vampir kann Werwölfe aus 500 Meter Entfernung riechen, aber keine Sorge, ich ernähre mich seit langer Zeit nicht mehr von Menschen Blut."
Ich schaute sie verdattert an.
„Wieso erzählen sie mir das?"
„Weil ich glaube, dass man dir vertrauen kann."
Ich nickte wie in Zeitlupe, da ich das alles verarbeiten musste.
Sie blieb vor einer riesigen Tür stehen und kramte in ihrer Tasche wahrscheinlich nach dem Schlüssel.
Ich schaute mir währenddessen die Kleider an, die hier so hingen und erblickte in einer Lücke zwischen den Kleidern Mr. Mikaelson.
Es wäre an sich ja nicht schlimm, ich würde denken, dass er sich seinen 1.000 Anzug holt - da er wirklich nur mit denen rumläuft, aber er schaute mich an und machte keine Anstalt wegzusehen und das war nicht das erste mal, dass ich ihn irgendwo traf.
„Folgen Sie mir bitte?" riss mich die Stimme der Verkäuferin aus den Gedanken.
Ich drehte mich von Mr. Mikaelson weg und folgte der Jungen Dame.
„Wie heißen sie eigentlich, wenn ich fragen darf?"
„Mein Name ist Aurora. Und wie heißen sie?"
„Kyrie."
„Das ist ein schöner Name. So, hier sind viele Kleider, die man zu Winter Galen anzieht. Schauen sie sich einfach um und rufen Sie mich, wenn sie fertig sind."
Ich nickte und Aurora war plötzlich verschwunden.
Typisch Vampire...
Ich schaute mir Kleid für Kleid an, aber alle waren mir entweder zu Öde oder zu Bombastisch oder eben nicht meins.
„Du bist echt wählerisch. Jede andere hätte sich zwischen den ganzen Kleidern nicht entscheiden können und dir gefällt einfach keines davon."
Ich rollte genervt mit den Augen.
„Was machst du hier, Nero?"
„Ich war auf der Suche nach einem Anzug für den Winterball, aber keines der Anzüge war vielversprechend für mich."
„Erstens: Für mich sehen alle Anzüge gleich aus.
Zweitens: für den Winterball?"
„Ja. Ich bin ab nächster Woche auf eurer Schule, toll oder?" 
Ich würde jetzt am liebsten aus dem Fenster springen, aber ich sagte nichts und schaute mir weiter die Kleider an.
„Geht das Spiel jetzt ernsthaft weiter? Hier ist aber keine Jalousie, die uns trennt."
„Wenn du dich nicht verziehst, tue ich es."
„Wow, ganz ruhig Kätzchen. Ich glaube, ich habe das perfekte Kleid für dich."
Ich drehte mich zu ihm und seine Augen fingen an zu strahlen.
„Zeig mir das Kleid."
„Hätte ich gewusst, dass man dich mit einem Kleid catchen kann, hätte ich es schon viel früher erwähnt."
Ich schüttelte den Kopf.
„Ich bin nur verzweifelt, alle diese Kleider entsprechen mir einfach nicht."
„Und was bekomme ich dafür?" er hob eine Augenbraue.
„Einen Arschtritt, wenn du mir das Kleid nicht zeigst."
Er hob abwehrend die Hände hoch.
„Folge mir."
Ich wusste nicht so recht, ob ich ihm folgen sollte oder nicht, aber was blieb mir denn für eine andere Wahl?
Wegrennen.
Ok, die Option steht auf der Liste.
Aber ich wollte so sehr ein Kleid, also riskierte ich es einfach.
Er blieb einige Minuten später stehen und ich schaute mir die Kleider an.
„Die sind ja alle weiß." stellte ich fest.
„Ja, was ist daran so schlimm?"
„Ich stehe nicht so auf weiß."
Er schaute mich fassungslos an, fing sich aber schnell wieder.
„Das Kleid wird Dir gefallen."
Er drückte es mir in die Hand und schob mich Richtung Umkleidekabine.
Wieso zur Hölle gibts im Lager eine Umkleidekabine?

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Ich betrachtete mich im Spiegel.
Das Kleid war schön, aber einfach nicht meins.
Ich sah in dem Teil nicht annähernd aus wie...ich.

„Zeig dich

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„Zeig dich."
Ich schüttelte den Kopf trat dann aber aus der Kabine raus.
„Sieht doch gut aus."
„Ist das dein Ernst? Ich sehe aus wie ein verficktes Mauerblümchen! Ich will nicht harmlos und schüchtern aussehen, ich will Stark und selbstbewusst erscheinen und das Kleid präsentiert das komplette Gegenteil!"
Ich stolzierte wieder in die Kabine und zog mir meine normalen Sachen an.
Ich lief danach einfach an Nero vorbei zu den Ausgängen, doch er packte mich an meinem Handgelenk.
„Lass mich in Ruhe!"
„Alter, was ist dein Problem? Ich wollte dir nur helfen!"
„DU bist mein Problem, Ok?! Merkst du nicht, dass ich krass gar kein Bock auf dich habe? Merkst du nicht, wie sehr du mich mit deiner Anwesenheit nervst?!"
„Ganz ehrlich, ich sollte von Dir genervt sein und nicht anders herum! ICH, Nero DeLavega versuche tatsächlich nett zu DIR zu sein und du nimmst Dir das Recht genervt von mir zu sein?!"
„Ja, das Tue ich, da ich um deine ,Nettigkeit' nie gebeten habe!"
Ich entriss mich aus seinem Griff und lief zum Ausgang des Lagers zu, bis mir etwas ins Auge Stach.

Pretty HellWo Geschichten leben. Entdecke jetzt