Kyrie P.o.V
Diese kleinen widerlichen Dämonen ließen endlich von mir ab und verschwanden dann.
Es verging Stunde für Stunde, aber keine anderen Dämonen kamen.
Es umhüllte mich komplette Stille und ich fing plötzlich an zu weinen.
Sie hatten meinen Wunden Punkt getroffen, ich wusste nicht, wer ich bin.
Das machte mir wirklich zu schaffen, ich wollte nicht, dass sie mich brechen, ich wollte meinen Willen und meinen Kampfgeist behalten, aber ohne zu wissen, wer ich wirklich bin, ist es verdammt schwer.
Ich zog meine Knie an meinen Körper ran und wippte mich langsam hin und her, dabei sang ich leise das Lieblingslied meiner Mutter.
Es gab mir Kraft und Mut und half mir sogar, in den Schlaf zu fallen.
Ich wurde wach, da mich wieder ein starker Schmerz durchzuckte, aber diesmal in meinem Magen und als ich langsam hinschaute, sah ich, wie ein Pfeil einmal durch meinen Bauch verlief.
Ich wollte ihn rausziehen, doch schlug der Dämon meine Hand weg und verpasste mir eine Backpfeife, dann trat er mir in den Magen, er streifte dabei den Pfeil und ich schrie schmerzerfüllt auf.
„Du musst dich nur auf Yamato einlassen, dann hören diese Schmerzen auf, kleine."
„Lieber...sterbe..Ich."
Der Dämon kickte mir wieder in den Magen und schlug auf mich ein, bis ich irgendwann mein Bewusstsein verlor.
Shane P.o.V
Wir packten gerade alles nötige zusammen, tankten alle Kraft beim Essen und trainierten so hart wie noch nie.
Das wird ein harter Kampf, dass weiß jeder von uns und wenn wir nicht aufpassen, könnten wir sterben.
Gerade, als ich mit dem Revolver auf den Baum schoss, sackte Nero zusammen und fiel auf die Knie.
„Nero, was ist los?" fragte ich ihn.
„Keine Ahnung, aber ich ahne nichts gutes." er entfernte seine Hand von seinem Bauch und die Stelle war rot verfärbt.
„Hab ich dich getroffen?" fragte ich schuldbewusst.
„Nein, es ist kein Revolverschuss. Es ist was anderes, was Hölzernes. Als ob mir jemand einen Pfeil durch den Magen gejagt hat."
Elijah kam mit Virgil zu uns, Virgil setzte sich gleich zu seinem Sohn auf den Boden und schaute, was ihm fehlte.
„Es ist komisch. In ihm steckt kein einziger Holzsplitter, aber trotzdem blutet es ununterbrochen und die Wunde heilt auch nicht. Was hast du getan, Nero?" fragte Virgil seinen Sohn, dieser Zuckte nur langsam mit den Schultern.
„Wenn ich das wüsste, würde ich sicherlich nicht hier auf dem Boden hocken." fauchte er seinen Vater an.
„Der Zauber." nuschelte Elijah gegen seine Hand.
„Welcher Zauber?" fragte Virgil ihn.
„Der Zauber, den Nero meiner Tochter gebracht hat, um ihre zerrissene Seele wieder zusammenzuflicken. Der Zauber hat Kyrie mit Nero auf Ewigkeit verbunden, aber dass Nero auch ihren Schmerz spürt, wusste ich nicht."
„Du hast was getan?!" fragte Virgil Nero aufgebracht.
„Ich musste ihr helfen. Ich konnte sie nicht so sehen und dabei nichts tun."
In seinen Augen sah man etwas, wovon ich dachte, dass es bei Nero DeLavega nicht existiert. Dieses Funkeln, wenn man von etwas sprach, dass man liebt.
„Wieso aber spürst du den Schmerz erst jetzt?" fragte Elijah, der wirklich versuchte das Rätsel zu lösen.
„Kyrie wird in einer Magieabsorbierenden Kammer eingesperrt, die Kammer hat ihr ihre ganzen Kräfte geraubt und dadurch, dass es so ist, spürt Nero erst jetzt ihren Schmerz.
Wenn der Zauber von einer Hexe vollbracht wird, spürt die angekoppelte Person ihren Schmerz nicht, solange sie ihre vollen Kräfte hat, da sie eben ziemlich schnell heilt."
Eine der Fünf Urhexen stand plötzlich neben Nero und begutachtete ihn.
„Kyrie hat wohl einen Pfeil durch den Magen gejagt bekommen. Die Dämonen versuchen sie tatsächlich zu brechen."
„Was sollen wir jetzt tun, Giselle. Die Kids sind nicht vorbereitet." sagte Elijah, er sah sehr mitgenommen aus.
„Kyrie hat einen starken Willen, den keiner so leicht brechen kann, Elijah. Aber je mehr Zeit vergeht, desto näher kommen die Dämonen an ihr Ziel, vor allem, wenn sie die Schwachstelle kennen. Was ist Kyrie's Schwachstelle?"
„Sie fühlt sich nicht komplett, so als ob sie nicht weiß, wer sie ist." sagte ich.
„Sie hat mir das vor einigen Monaten offenbart und das einzige, was ich sagte war, dass sie eine Mikaelson ist, aber Mittlerweile weiß ich, dass ihr diese Antwort nie genügt hat. Es hat ihr immer gesagt was Sie ist, aber nicht wer."
„Da haben wir es. Wenn die Dämonen es erfahren, dann ist es zu spät."
Wir alle schauten betrübt auf den Boden.
„Es ist schon längst zu spät. Sie kennen Kyrie's Schwachstelle seit gestern."
Wir schauten auf und sahen einen Dämon auf dem Baum sitzen.
Nero zückte sofort seinen Revolver, aber der Dämon hob nur abwehrend sie Hände hoch.
„Was machst du hier, Hahke? Hat dich dein Bruder abserviert?"
„Nein, Jahke zählt im Gegenteil total auf mich, aber ich will nicht, dass Yamato die Welt zerstört. Ich will auch nicht, dass das arme Mädchen so leiden muss. Sie wird die ganze Zeit über gequält und wenn ihr nicht sofort loszieht, wird es zu spät sein.
Kyrie's Wille bricht von Stunde zu Stunde immer mehr."
„Wieso sollten wir dir glauben?" fragte Virgil den Dämon, dieser zuckte nur mit den Schultern.
„Die Wunde in Neros Bauch sollte Beweis genug sein, Kyrie hat nichtmal die Kraft, diesen Pfeil rauszuziehen, sonst wäre dieses kleine, blutende Loch schon längst verheilt."
Wir schauten uns alle kurz an, dann wieder auf den Dämon.
„Leute, uns bleibt keine andere Wahl. Wir müssen jetzt los, sonst verlieren wir Kyrie und diesmal wahrscheinlich sogar für immer." sagte ich zu Ihnen und sie stimmten mir zu.
Somit sammelten wir den Rest der Truppe ein und begaben uns auf den Weg, zur Schwelle der Hölle.
DU LIEST GERADE
Pretty Hell
ParanormalNach einem schrecklichen Vorfall zieht Kyrie mit ihrem Bruder, Kenay, nach New York, um ihr Leben von neu zu beginnen. Einige Monate leben sie dort friedlich, bis nach und nach die grausame Wahrheit ans Licht kommt und die Hölle auf Erden ausbricht...
