Erzähler P.o.V
Nero lief mit Kyriana Hand in Hand durch die Straßen der Stadt.
Nur die Lampions erhellten die Gegend.
„Nero, seit dem ich wieder da bin, gehst du der einen Frage aus dem Weg. War das, was zwischen dir und Kyrie passiert ist, wirklich so schlimm?" durchbrach sie die Stille.
Er blieb still.
Es war das genaue Gegenteil.
Es war perfekt.
Es war echt, aber nur kurzer Hand und nicht von Bedeutung.
„Hat sie Dir was bedeutet?" fragte sie weiter, als sie wieder mal keine Antwort auf Ihre frage bekam.
„Es...Es war nicht so, woran du denkst...wir...Ich...wir fühlten uns nur körperlich angezogen und..." er stoppte und sie schaute ihn erwartend an.
Wenn er ihr das sagt, wird sie wütend sein oder es verstehen?
Wie wird sie reagieren?
Sie schaute ihn immer noch abwartend an und er gab nach.
„...Und ich bildete mir ein, sie zu lieben."
Kyriana lachte laut auf.
„Nero, Kyrie sieht zwar aus wie ich, aber sie ist vom Charakter her, von der Wahl ihrer Worte, im Kopf, sowohl als auch im Herzen anders als ich. Wie konntest du denken, du liebst sie?"
Nero schluckte.
Er hatte es nicht nur gedacht, er hatte es auch wirklich getan.
„Ich...Ich weiß nicht. Ich habe wohl gehofft, dass du irgendwo in ihr drin steckst und nur drauf wartest, befreit zu werden.
Aber als nach so langer Zeit immer noch nichts passierte, realisierte ich nach und nach, dass du nicht in ihr drinnen steckst und somit haben auch die ausgedachten Gefühle aufgehört."
Sie nickte und gab sich mit der Antwort zufrieden.
„Ich will nur, dass du weißt, dass du mit mir über alles reden kannst. Ich bin nicht Kyrie, ich höre Dir zu und versuche dich zu verstehen."
„Ich weiß, Danke." seine Stimme war rau und kratzte an seinem Hals.
Sie legte ihren Kopf auf seine Schulter und in ihm breitete sich plötzlich ein komisches Gefühl aus.
In seinem Kopf spielten sich immer wieder ihre Worte ab.
„Ich bin nicht Kyrie."
„Ich bin nicht Kyrie."
Sie ist nicht Kyrie.
Er schaute Kyriana an und empfand einfach nichts mehr für sie.
500 Jahre voller liebe waren plötzlich erloschen und das nur durch eine Person.
Kyrie.
„Kyriana, ich..." weiter kam er nicht, denn sie keuchte plötzlich laut auf, ihre linke Brust färbte sich rot und sie fiel um.
Nero fing sie noch rechtzeitig auf.
Hinter ihr stand ein Dämon und in seiner Hand hielt er einen Dolch.
„Du...WAS HAST DU GETAN?!" schrie Nero, zückte seinen Revolver und erschoss den Dämon.
Er beugte sich runter zu Kyriana, diese atmete noch, aber nicht mehr für lange.
„Egal was du mir sagen wolltest, sag es mir jetzt." ihre Stimme war schwach, brüchig und nicht mehr als ein Hauchen.
Er schaute sie mit weit aufgerissenen Augen an und wusste nicht, wohin mit sich.
„Du weinst ja gar nicht." flüsterte sie.
Nero hatte jedes Mal, als sie starb, geweint und dass er es jetzt nicht mehr tut, gab ihr zu verstehen, was er sagen wollte.
Seine Augen voll von Reue und sein Herz voller Hoffnung, sie würde ihm irgendwann verzeihen.
„Ich verstehe Nero und...und es ist okay. Ich...Ich war lange nicht mehr da und du...du hast weiter gelebt.
Ich bin sogar froh,...dass du dich in sie verliebt hast...sie hat Feuer, sie ändert dich nicht, sondern...sondern bringt nur das beste aus dir raus. Geh und hol sie dir." sagte sie, ihre Stimme hatte keinen hauch von Traurigkeit, sie war voller Verständnis.
„Was ist mit dir?" fragte er sie dann.
„Ich werde zum Wind, der immer bei Dir sein wird. Du warst meine wahre Liebe, aber ich einfach nicht deine und es ist okay.
Ich werde zum Wind."
Sie lächelte ihn schwach an, dann vielen ihre Augen zu und sie atmete nicht mehr.
Ihre letzten Worte hatte sie damit verschwendet, Nero zu sagen, dass er auf Kyrie zukommen soll.
Aber wie soll er das machen, wenn sie gerade voller Wut ihm gegenüber ist?
Er hob Kyriana hoch und trug sie fort.
Sie war nun Tod und Nero hoffte, sie würde nach 500 Jahren endlich ihren Frieden finden
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Pretty Hell
ParanormalNach einem schrecklichen Vorfall zieht Kyrie mit ihrem Bruder, Kenay, nach New York, um ihr Leben von neu zu beginnen. Einige Monate leben sie dort friedlich, bis nach und nach die grausame Wahrheit ans Licht kommt und die Hölle auf Erden ausbricht...
