Kapitel 24

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Meine Lider flatterten nach oben. Die Wärme die mich einhüllte tat extrem gut. Etwas Weiches konnte ich um meinen Körper spüren. Es war eine flauschige Decke, die mich umwickelte und meinen Körper in eine angenehme Hitze tauchte. Ich fühlte mich wohl und wollte gar nicht wirklich die Augen öffnen, denn auf der Stelle ging mir durch den Kopf, was im Badezimmer passierte und Damian, wie er auf mich zueilte, bevor ich auf den Boden aufschlug. Ich wollte das sofort vergessen. Scheiße.

Prompt riss ich die Lider nach oben und setzte mich so schnell auf, dass mir fast schwindelig wurde. Fuck. Das durfte nicht wahr sein. Nein. Erneut brach ich fast in Panik aus und wusste nicht, was ich nun machen sollte. Heulen? Ich glaubte das wäre wohl das Passendste gewesen. Unvermittelt schaute ich mich im Raum um. Ich lag in meinem Zimmer, wenn man das so nennen konnte. Nicht einmal weit von mir entfernt saß McCain auf einem Stuhl. Hatte er den extra nach oben geschafft? Keine Ahnung. Irgendwie war das auch belanglos. Er saß nämlich da und das erste Mal überhaupt sah ich, wie er einen Tropfen Alkohol trank. Ich hatte gar nicht angenommen, dass er so etwas überhaupt machte und musste an das Penrose denken. Auch da ließ er die Finger von so etwas.

Aber ich wusste gleich weshalb sich das nun zu diesem Zeitpunkt änderte. Er hatte definitiv das Ergebnis gesehen und sicherlich ertrug er es bloß, indem er die braune Flüssigkeit in sich hineinkippte. Trotz alledem nahm meine Nervosität prompt mehr zu. Selbstverständlich konnte ich nicht davon ausgehen, dass er Luftsprünge machte, doch das hier war auch keine wirkliche Lösung. Dass er wach war, zeigte mir das schwenkende Glas in seinen Fingern. Er starrte hinein und wusste genau, dass ich ihn musterte, aber er wich meinem Blick gekonnt aus, als er fragte: »Wie geht es dir?« Kurz überlegte ich und leckte mir über die trockenen Lippen. Am liebsten hätte ich auch einen Whisky genommen; vor Schock, aber das konnte ich mir ja nun abschminken. »Ich weiß nicht. Wie geht es dir?«, wollte ich wissen.

»Hm!«, machte er nur und somit wurde das komische Gefühl in meiner Brust noch mehr. Was sollte ich denn davon halten? Natürlich war er nicht erfreut über das Ergebnis. Ich auch nicht gerade, aber er konnte wenigstens richtig mit mir reden. So wie es jedoch den Anschein hatte, würde er sich nun noch mehr von mir entfernen. Trotzdem war das nicht richtig. Er konnte mir das nicht antun. Damian sollte auch gleich vergessen, dass er mich wieder ignorieren konnte. Wenn das allerdings der Fall war, hätte er niemals bei mir gesessen. Es musste einen anderen Grund geben. Vielleicht machte er sich ja doch richtige Sorgen um mein Wohlbefinden. »Damian!«, murmelte ich, schlug die Decke zurück und bemerkte das Pflaster an meiner Armbeuge. »Was ist passiert?«, brummte ich leicht verwirrt.

»Ich habe mir die Nummer deiner Frauenärztin Dr. Benet von Melanie geben lassen. Sie ist gekommen und hat dir Blut abgenommen. Sie meldet sich wieder«, antwortete er neben der Spur und extrem ruhig, was gar nicht zu ihm passte. Womöglich war das auch die Ruhe vor dem Sturm. Doch was sollte ich nun machen? Deswegen tat ich das Einzige, was in meinen Kopf drang. »Es tut mir leid«, entschuldigte ich mich aufrichtig. Immerhin stünden wir nicht vor diesem Chaos, wenn ich richtig aufgepasst hätte. Trotz alledem gehörten noch immer zwei dazu. Ich hatte selbstverständlich nicht mit mir allein Sex.

Meine Beine berührten kurz darauf den weichen Teppich unter meinen Sohlen und ich probierte aufzustehen, was schließlich auch klappte. Ohne weiteres ging ich zu ihm hin. Erst dann schaute er mich mit seinen blauen Augen direkt an. Sie schienen müde zu wirken und etwas glasig, aber betrunken war er definitiv nicht. Irgendwie erleichterte mich das schon, weil ich nicht wusste, ob er da noch aufbrausender war. »Es ist so, wie es nun mal ist. Ändern können wir das ja nun auch nicht mehr«, murmelte er. »Am besten du legst dich erst mal wieder hin. Ich bin nur hier, damit ich dabei bin, wenn du aufwachst. Ich wollte dann noch mal los und dir Bescheid geben, bevor du... ausrastest oder so!«

Bad Temptation II - BreatheGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt