A L I
Ich wartete.
Und wartete.
Ich würde den Verstand verlieren, wenn ich auch noch eine Sekunde auf diesem Verdammten Bett auf Hunter warten würde!
Also stand ich auf und tigerte durch mein gesamtes Zimmer.
Was sollte ich Hunter überhaupt sagen, wenn er gleich hier sein würde?
Sollte ich ihn ruhig drauf ansprechen oder ihm lieber sofort eine Klatschen?
„Hey Baby." Hunter kam glücklich durch mein Fenster, doch meine Miene veränderte sich kein Stück.
Von meiner Laune ganz zu schweigen.
„Was ist los?"
Hunter wollte sich auf mein Bett legen als ich zischte:,,Wag es ja nicht, dich da drauf zu legen." Weshalb Hunter einfach stehen blieb.
„Ali, was ist..."
„Was ist das? Zwischen dir und Leo?"
Er musste mir einfach die Wahrheit sagen.
Er musste.
„Wirklich jetzt? Ich dachte das hätten wir geklärt. Immer noch, ich habe deinem Bruder nichts getan!"
Tränen sammelten sich in meinen Augen.
Es fühlte sich an, als hätte man mir soeben ein Stück meines Herzens aus der Brust gerissen.
„Wieso zwingst du ihn dann, Pillen auf dem Schulhof zu verkaufen?"
Sofort fiel Hunter's Fassade in sich zusammen.
Stille.
„Darf ich hier rauchen?" brach Hunter die Bedrückende Stille.
Er war sichtlich gestresst.
„Nein."
„Ali, hör mir zu ich..."
„Wie kommst du überhaupt noch auf den lächerlichen Gedanken, ich würde dir auch nur noch eine Sekunde lang zuhören?" schrie ich ihn an.
„Ali, bitte! Es ist anders als du denkst!"
Hilflos sah Hunter mich an.
„Ach ja? Also ist es nicht so, dass du die Idee hattest, jemand deine Drecksarbeit erledigen zu lassen?"
Ich wusste nicht, wie mir geschah.
Es fühlte sich an, als würde eine riesige Scheibe direkt vor mir zerbrechen, doch hinter der Scheibe erwartet mich nichts anderes, als die furchtbare Wahrheit.
„Doch, aber doch nicht deinen Bruder!" rief Hunter verzweifelt.
Alles lief wie in Zeitlupe ab.
Hunter, wie er versuchte, sich verzweifelt bei mir zu entschuldigen, obwohl er längst wusste, dass er verloren hatte.
„Ich glaub dir kein Wort."
Ich hatte keine Kraft mehr.
„Ali, glaube mir ich-"
Hunter griff nach meiner Hand, doch ich entzog sie ihm und ehe ich mich versah, klatschte diese Hand mit voller Wucht gegen seine Wange.
„Dir glauben? Das meinst du nicht ernst oder? Alles was du mir gesagt hast, war eine einzige Lüge, Hunter! Womit dealst du sonst noch so hm? Sag schon!"
Ich funkelte Hunter aggressiv an und er hielt sich seine Wange, welche langsam rot wurde.
Er atmete tief durch, dann antwortete er:,,Kokain."
Ich fühlte mich wie in Trance.
„Du willst mich jetzt gerade verarschen, oder?" fragte ich ihn, doch als er nickte, hätte ich ihn am liebsten aus dem Fenster geschmissen.
„Ich bin mit einem Dealer zusammen. Ich bin mit einem fucking Kokain Dealer zusammen!" schrie ich wie wild und blickte Hunter das erste mal in die Augen.
Er erwiderte nichts.
Er wusste, dass diese Schlacht längst verloren war.
„Ach warte mal." sagte ich und musste unwillkürlich anfangen zu lachen.
„Wir sind ja nichtmal zusammen! Wir haben ja nur ein Ding."
„Darf ich etwas sagen?"
Fragte Hunter mich kleinlaut, nachdem ich mich nach meinem Wutausbruch etwas unter Kontrolle gebracht hatte.
„Ali, ich weiß ich hab scheiße gebaut, aber bitte. Ich brauche dich."
In seinem Blick lag etwas verletztes, zerbrechliches.
„Ich hab wegen dir River abblitzen lassen."
Verdammt, ich wusste selbst nicht mal, wieso ich das gerade jetzt ansprach.
„Ich dachte, du wärst der bessere. Ich dachte wirklich, dass meine Gefühle für dich echt wären."
„Aber das sind sie!" Hunter fuhr sich überfordert durch die Haare.
„Scheiße Ali, ich weiß, ich hab scheiße gebaut aber..."
Ich ließ ihn nicht eine Sekunde lang ausreden.
Ich wollte keine weitere seiner Lügen hören.
„Nein Hunter. Lass es. Ich will es nicht hören. Sag mir nur eins."
Hunter blickte mich aufmerksam an.
„Hättest du es mir jemals gesagt, dass mein Bruder für dich dealt?"
„Du musst verstehen, dass..."
„Ja oder Nein, Hunter?"
Hunter holte tief Luft, hob seinen Kopf an und sagte mit einem versteinerten Gesichtsausdruck:,,Nein."
Ich schloss meine Augen.
Heiße Tränen liefen über meine Wangen.
Ich wusste nicht, was mich mehr belastete.
Die Tatsache, dass Hunter meinen Bruder für seine ekligen Drogenspielchen benutzt hatte, oder dass er mir dreist ins Gesicht gelogen hatte.
„Ali?" Hunter sah mich vorsichtig an.
Er wusste, ein falsches Wort und ich würde ihn mit einem Stein bewerfen.
„Es tut mir leid, Alles. Aber lass uns in Ruhe darüber reden. Ich flehe dich an, ich kann dich nicht verlieren, hörst du?"
Hunter kam auf mich zu und legte seine Hände um mein Gesicht.
„Ich darf dich nicht verlieren, das würde ich nicht überleben."
Eine Träne floss Hunters Wange hinab.
In diesem Moment sah ich so viel Schmerz in seinen Augen, dass ich in ihm versinken könnte.
Er strich mir sanft über die Wangen.
Alles tat nur noch weh.
„Erinnerst du dich noch an den Tag im Park?" fragte ich Hunter, seine Stirn lehnte an meiner.
„Ich hab dir gesagt, du bist wie Heroin. Und ich hatte recht."
Hunter hörte auf über meine Wangen zu streichen, hörte mir Aufmerksam zu.
Weitere Tränen fielen meine Wangen hinab.
„Du bist wie eine Droge, Hunter."
Ich sah ein letztes Mal in seine Eisblauen Augen.
„Doch manchmal sollte man sich von Drogen lieber fern halten."
Dann löste ich mich von ihm.
„Geh jetzt."
Hunter sagte nichts.
Seine Augen waren mit Tränen übersät.
„Ich liebe dich."
Hunter blickte mich verzweifelt an.
Ich schluchzte und drehte Hunter meinen Rücken zu.
Ich war kurz davor zusammenzubrechen.
Ich drehte mich ihm wieder zu und sah in sein Tränenüberströmtes Gesicht.
„Das reicht nicht."
Dann kletterte aus meinem Fenster.
Und nahm einen Teil meines Herzens mit.
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Stay away from Drugs
Fiksyen Remaja„Heroin." Perplex sah er mich an, während er mir durch meine Haare streichelte. „Du bist wie Heroin. Du zerstörst mich innerlich, machst mich kaputt. Dennoch bin ich süchtig nach dir und kann einfach nicht ohne dich Leben." Dann küsste ich ihn...
