Schutzgeld (1/2)

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Nico saß alleine in der Mensa und stocherte in seinen labbrigen Pommes herum, als Daniel, Max und Sam sich vor ihn stellten. „Na du Freak? Schmeckts dir nicht? Willst du nach Hause zu deiner Mum?", sagte Daniel und lachte. Die anderen beiden stimmten ihn sein Lachen ein. Nico versuchte sie zu ignorieren. Sie machten sich seit der Klassenfahrt vor einem halben Jahr andauernd über ihn lustig. Er hatte einen Albtraum von seiner Mutter gehabt und hatte, laut den dreien, nach ihr gerufen. Der Traum war schon schlimm genug gewesen, doch das sich die drei immer noch über ihn lustig machten, nervte. Sie hetzten die halbe Schule auf ihn, obwohl er ihnen garnichts getan hatte. Noch nicht, jedenfalls. Es juckte ihn zwar in den Fingern, sie zu quälen und ihnen ihre Hänseleien heimzuzahlen, doch das wäre nicht richtig gewesen.

Nico schob sein fast unangerührtes Essen zusammen, nahm seinen Teller und stand auf. „Hey Emo, wir reden mit dir!", rief ihm Sam hinterher und die drei folgen ihm. Na toll! Warum konnten sie ihn nicht einfach ihn Ruhe lassen? „Was wollt ihr?", fragte Nico genervt, als sie neben ihm standen. „Wir haben uns was neues überlegt. Wenn du willst, dass wir dich in Ruhe lassen, musst du uns ab jetzt alle zwei Wochen 30€ Schutzgeld zahlen.", grinste Max. „Spinnt ihr? Ganz sicher nicht!" „Dann wird es ab jetzt noch schlimmer.", drohte Daniel. „Ich hab keine Angst vor euch, nur mal so, ihr Idioten und jetzt entschuldigt mich, ich hab jetzt Unterricht.", sagte Nico und war gerade dabei loszugehen, als ihn Daniel an der Kapuze seiner Jacke festhielt und ihn dadurch fast erwürgte. „Nach der Stunde, vor deinem Raum! Sonst...", drohte Daniel, zog sich mit seinem Finger über die Kehle und die drei verschwanden um die nächste Ecke. Nico fand es albern, wie sie sich aufführten. Er hatte keine Angst vor ihnen und erst recht würde er ihnen kein Geld zahlen. Er hatte sowieso nur Drachmen und bezweifelte, dass diese Hohlköpfe damit etwas anzufangen wüssten. Kopfschüttelnd ging er in seinen Unterricht.

Die Stunde verlief normal. Er sprach kein Wort, erledigte seine Aufgaben, sah aus dem Fenster und packte schneller ein, als die anderen. So wie immer. Er verließ den Raum. Kaum hatte er den Gang betreten, wurde er auch schon von seinen drei „Freunden" abgefangen. „Na Emo, hast du's dir überlegt? Gibst du's uns, oder nicht?", fragte Max und legte ihm den Arm um die Schultern.

—zur selben Zeit am Schultor—

Drei Jungendliche betraten das Schulgelände. Ein Junge mit schwarzen Haaren, der seinen Arm um ein Mädchen mit blonden Haaren gelegt hatte und ein weiterer Junge, ebenfalls mit blonden Haaren, der neben ihnen herlief. Er erzählte den beiden etwas. Das Mädchen knuffte ihn in die Seite und der schwarzhaarige Junge lachte. Alle sahen sie an, doch sie ignorierten die neugierigen Blicke. Das Mädchen öffnete die Tür des Schulgebäudes.

In der Schulhalle blickte sich der blonde Junge um und flüsterte dem anderen etwas ins Ohr. Dieser grinste und schüttelte den Kopf. Der Blonde ging auf eine Gruppe Mädchen zu, lehnte sich lässig gegen die Wand. Er fuhr sich durch die Haare, lächelte schmeichelhaft und fragte sie etwas. Sie lächelten ihn an, zeigten mit den Fingern um die Ecke und beschrieben ihm einen Weg. Er bedankte sich und kehrte zu seinen Freunden zurück. Sie folgten ihm und verschwanden um die Ecke.

Percy Jackson HeadcanonGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt