37.Kapitel

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Es war bereits unerträglich heiß im Raum, als ich die Augen aufschlug. Der Blick auf mein Handy verriet mir sich warum, es war bereits Mittag und die Sonne stand hoch am Himmel und erhitzte erbarmungslos meinen Raum.

Außerdem lag Ida immer noch halb auf mir.

Behutsam befreite ich mich aus ihrem leichten Klammergriff. Ich wollte sie unbedingt weiterschlafen lassen nach dieser scheiß Nacht für sie.

Dann griff ich mir ein paar neue Sachen aus meinem Kleiderschrank und nahm eine kalte Dusche, denn die hatte ich bitter nötig.

Als ich in mein Zimmer zurückkehrte, saß Ida auf meinem Bett und streckte sich. Dabei rutschte ihr T-Shirt hoch und entblößte ihre schönen nackten Oberschenkel. Sofort wurde ich wieder hart und musste wegsehen.

„Guten Morgen." begrüßte sie mich mit einer zuckersüßen Stimme. Die Wirkung, die sie auf mich hatte, war ihr wohl mittlerweile bewusst.

Sie erhob sich ganz langsam und grazil, fuhr sich durch die dunkelblonden Haare und kam lächelnd auf mich zu stolziert.

Dieses Mädchen würde noch meinen Tod bedeuten, wenn sie sich weiter so verhielt. Seit wann war Ida so selbstbewusst?

„Gut geschlafen?" fragte ich mit trockener Kehle, als sie neben mir stehen blieb.

„Natürlich." antwortete sie und gab mir einen Kuss auf meine Wange. Das machte mich total verrückt.

Ich ballte meine Hände zu Fäusten, um meine Frustration irgendwie rauszulassen, als sie ins Bad ging und mich alleine und total hart zurückließ.

Jetzt benötigte ich schon wieder eine kalte Dusche oder vielleicht sogar lieber ein Eisbad.

...
Als Ida sich dann auch geduscht hatte und ihre nun wieder trockenen Sachen vom Vortag angezogen hatte, wollte ich eigentlich noch mit ihr Frühstück oder Mittag oder was auch immer essen, aber sie wollte unbedingt nach Hause, weil es bereits so spät war.

Also brachte ich sie zu der Straßenbahnhaltestelle, die sehr dicht an dem Block lag, in dem sich die Wohnung meiner Mom befand.

„Soll ich noch mit dir mitfahren?"

Wir standen bereits an der Haltestelle, als ich sie das fragte.

„Nein. Das schaffe ich schon noch allein. Aber danke für das Angebot." sie lächelte mich an und zeigte mir ihre weißen Zähne.

„Ich möchte ja nur noch mehr Zeit mit dir verbringen." gestand ich ihr.

„Das ist aber süß."

„Ich bin alles andere als süß." beschwerte ich mich über ihr Kompliment. Sie verdrehte wieder einmal die Augen.

„Naja du hast ja meine Nummer, wenn du mal wieder Zeit für mich hast, kannst du auf jeden Fall Bescheid sagen und dann können wir uns wieder treffen." sagte sie.

„Das werde ich sicherlich tun." ich nickte noch dazu bestätigend. Sie biss sich, wie so oft, auf die Unterlippe und wieder erregte mich das und mir wurde noch heißer.

In Idas Anwesenheit musste ich mich total zusammenreißen und der Fakt, dass ich sie zu nichts drängen wollte und deswegen fürs erste die Finger von ihr ließ, machte es nicht besser.

„Ich hasse Sonntage." stöhnte sie.

„Wieso?" wir sahen uns in die Augen. Mein Magen kribbelte. Ida löste so starke Gefühle in mir aus. Es war unglaublich.

„Weil die Bahnen eingeschränkt fahren und man so lange warten muss."

„Genießt du meine Anwesenheit etwa nicht?" ich versuchte sie erschüttert anzusehen. Aber ich war schon immer ein schlechter Schauspieler gewesen, also brachte ich sie nur zum Lachen.

„Doch klar. Ich genieße deine Anwesenheit sehr."

„Ja schon klar." schmollte ich, um vielleicht etwas Zuneigung von ihr zu bekommen.

Und so war es auch. Ida trat näher zu mir ran und gab mir einen kurzen Kuss auf die Lippen. Ich grinste, als sie mich mit erröteten Wangen ansah.

Ich zog sie an der Hüfte zu mir und gab ihr jetzt einen Kuss. Sie schloss die Augen und gab sich mir hin. Ich schmunzelte an ihren Lippen und wollte unseren Kuss vertiefen, als ich hörte, wie sich die Straßenbahn uns näherte.

Ida ließ sofort von mir ab und ich fing sofort an ihre Lippen auf meinen zu vermissen. Sie schmeckte so gut.

„Schreib mir, sobald du zu Hause bist." ich sah sie ernst an, als ich das sagte.

„Wird gemacht Boss." sie kicherte und gab mir zum Abschied noch einen flüchtigen Kuss, bevor sie eilig in die wartende Straßenbahn einstieg.

Ich wartete, bis sie davongefahren war.

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