"Elf Bürger aus Wakanda starben bei einem Kampf zwischen den Avengers und einer Gruppe Söldnern in Lagos, Nigeria. Die zurückgezogen lebenden Wakandaner waren zur Zeit des Angriffs wegen eines Sozialprojekts in Lagos.", verkündete eine Nachrichtensprecherin. "Das Blut unserer Bürger ist auf fremden Boden vergossen worden. Nicht nur durch die Taten von Verbrechern, sondern auch durch die Gleichgültigkeit derer, die versprochen haben sie aufzuhalten. Ein Sieg auf Kosten unschuldiger Menschen ist letztlich kein Sieg." Das Bild wechselte. "Schalt es ab." Ich stand mit verschränkten Armen an den Türrahmen angelehnt und beobachtete Steve, der sich eine Nachrichtenshow nach der anderen reinzog. Als er nicht reagierte, wurde es mir zu bunt. Ich konnte nicht tatenlos dabei zusehen, wie er sich selbst kaputt machte. Kurzerhand nahm ich ihm die Fernbedienung aus der Hand und schaltete den Fernseher aus. Der Avenger blieb stumm auf der Couch sitzen und starrte auf das schwarze Bild des Fernsehers, bis ich mich vor ihn hockte und ihn förmlich dazu zwang mich anzusehen. "Ich kann mir das nicht länger mit ansehen.", meinte ich und legte meine Hände auf seine Oberschenkel. "Wie oft muss ich dir noch sagen, das es nicht deine Schuld ist Steve." Der Angesprochene vergrub das Gesicht in seinen Händen. "Hey...komm her." Ich kannte ihn mittlerweile gut genug, um zu wissen, wann er eine Schulter zum Anlehnen brauchte und die gewährte ich ihm jetzt. Ich hatte mir selbst versprochen immer für ihn da zu sein und das würde sich auch durch diesen tragischen Zwischenfall nicht ändern. "Hätte ich gesehen, dass Rumlow einen Bombengürtel trägt, hätte Wanda nicht eingreifen müssen und diese unschuldigen Menschen hätten nicht für uns ihr Leben gelassen. Rumlow musste nur den Namen "Bucky" erwähnen und ich war in seinem Bann.", stieß er verzweifelt hervor. "Rumlow ist ein Arschloch Steve. Er hat genau gewusst, dass er dich damit kriegt und das zeigt nur, was für ein wahnsinnig treuer Freund du gegenüber Barnes bist. Du musst endlich damit aufhören zu denken, dass du immer und zu jeder Zeit alles und jeden unter Kontrolle hast. Vor allem darfst du dir nicht selbst die Schuld daran geben, wenn du die Kontrolle verlierst. Auch Captain America macht Fehler.", meinte ich und streichelte ihm dabei über die Wange. "Aber genau das macht ihn menschlich und...liebenswert.", flüsterte ich. Steve hatte derweil seinen Kopf an meiner Schulter gebettet. Das mochte ich so sehr an ihm. Er versteckte sich und seine Gefühle nicht, sondern sprach sie aus, wenn auch manchmal leise. "Es tut mir trotzdem unendlich leid, dass du und auch vor allem Wanda, so darunter leiden musst. Ihr habt das ganz einfach nicht verdient. Ihr wolltet nur helfen, wie wir alle.", fügte ich nach ein paar Minuten des Schweigens hinzu. "Womit habe ich es nur verdient, dass du nach all der Zeit immer noch so zu mir stehst.", antwortete er und zog mich auf seinen Schoß. "Ich weiß nicht. Vielleicht sind es deine schönen Muskeln, die mich Tag für Tag davon überzeugen bei dir zu bleiben.", neckte ich ihn und bekam prompt eine Antwort darauf. "Frech wie immer Miss Stark!", gab er zurück und begann dabei mich auszukitzeln. "Gnade!", rief ich nach ein paar Minuten und versuchte ihn von mir herunterzudrücken, aber vergeblich, denn Steve war viel zu stark. Stattdessen schauten wir uns in einem Moment den Innehaltens stumm in die Augen, bis ich es nicht mehr aushielt und ihn mit voller Leidenschaft küsste. Wie erwartet wich er nicht zurück, sondern schmiegte sich enger an meinen Körper und vergrub seine Hände in meinen langen Haaren. Ein Räuspern ließ uns beide auseinanderfahren. "Vision!", stieß ich erschrocken hervor. "Verzeihung. Die Tür stand offen, da dachte ich...Mr. Rogers hatte darum gebeten zu erfahren, wenn Mr. Stark eintrifft." Ich stöhnte auf. "Das habe ich völlig vergessen. Der hat mir wirklich noch gefehlt." Steve warf mir einen entschuldigenden Blick zu. Mein Vater ließ sich in letzter Zeit nicht oft im Hauptquartier der Avengers blicken. Fast schien es mir, als hätte er sich zurückgezogen, während ich mich immer weiter ins Team eingliederte. Für alle, außer für mich selbst, war klar, dass ich längst schon ein Teil der Avengers war, auch wenn es nie offiziell verkündet worden war. "Es wird Sie vielleicht aufheitern...oder auch nicht, dass er noch jemanden bei sich hat.", fügte Vision hinzu. Cap runzelte die Stirn. "Ist es jemand, den wir kennen?", fragte er. "Der Außenminister." Ich sog scharf die Luft ein und stand auf. "Ich werde jetzt gehen und...benutze die Tür.", verabschiedete sich Vision und verließ den Raum. "Was hat das zu bedeuten?"
"Entschuldigen Sie bitte. Sie wollen was?!", unterbrach ich den Außenminister und kassierte dafür einen scharfen Blick von meinem Vater. "Verstehen Sie mich nicht falsch. Die Welt schuldet den Avengers auf ewig Dank. Sie haben für uns gekämpft, uns beschützt und ihr Leben riskiert. Aber während sehr viele Menschen das als Heldentaten sehen, würden es wiederum andere als Selbstjustiz bezeichnen.", antwortete mir der Minister. Das war keine Antwort auf meine Frage. "Welches Wort würden Sie denn benutzen Mr. Secretary?", fragte Natasha spitz. "Wie wäre es mit gefährlich?", gab er zurück. Ich warf Steve einen unruhigen Blick zu, denn mir gefiel nicht in welche Richtung sich das Gespräch entwickelte. "Wie würden Sie eine in Amerika ansässige Gruppe nennen, die außergewöhnliche Fähigkeiten besitzt, die mit aller Selbstverständlichkeit Staatsgrenzen missachtet und ihren Willen durchsetzt wo immer es ihr gefällt. Und der es offensichtlich gleichgültig zu sein scheint, was sie anrichtet." Ich beugte mich von meinem Sitz aus vor. "Das ist vollkommener Blödsinn und das wissen Sie." Aus dem Augenwinkel aus sah ich, wie mein Vater die Hand hob. "Eleanor, lass ihn ausreden." Ich stieß ein verächtliches Seufzen aus und ließ mich kopfschüttelt wieder in den Stuhl zurücksinken. "Hier nur ein paar wenige Beispiele. New York, Washington D.C., Sokovia, Lagos.", zählte der Außenminister auf und untermauerte seine Ausführungen mit Bildern aus den vergangenen Kämpfen. Wanda, die neben mir saß, wendete verletzt den Blick ab und hörte erst auf zu zittern, als ich unter dem Tisch nach ihrer Hand griff. "Genug. Das reicht.", griff Steve ein. Der Minister ließ sich davon jedoch nicht beirren. "Seit vier Jahren agieren Sie mit unbegrenzter Macht und ohne jede Aufsicht. Diese Art vorzugehen können die Regierungen der Welt nicht länger tolerieren. Aber ich denke wir haben eine Lösung." Ich konnte mir ein sarkastisches Lachen nicht verkneifen. "Ach und die wäre? Wollen Sie uns alle einsperren?" So wie der Minister von uns sprach, würde mich das keineswegs wundern. "Das Sokovia Abkommen. Befürwortet von 117 Staaten, wird darin festgelegt, dass die Avengers keine private Organisation mehr sein sollten. Stattdessen operieren sie unter Aufsicht eines Gremiums der Vereinten Nationen und das auch nur, wenn dieses Gremium es als notwendig erachtet." Der Politiker reichte mir das schriftliche Abkommen in Form eines Buches. "Die Avengers wurden gegründet, um die Welt sicherer zu machen und ich denke, das haben wir erreicht.", antwortete Cap unter zustimmenden Nicken von mir. Mein Vater hingegen, verhielt sich, wie ganze Zeit über schon, ziemlich zurückhaltend. "Ich glaube Ihnen kein Wort Captain. Sie haben schon lange die Kontrolle verloren und das wird wahrscheinlich der einzige Weg sein, der Ihnen da raus helfen kann." "Dann ist dieses Ding hier, also noch nicht final?" Ich schnappte mir das Buch und ließ es keine zwei Sekunden später wieder auf den Tisch knallen. "In drei Tagen versammelt sich die UN in Wien und ratifiziert das Abkommen. Besprechen Sie alles." Das war nicht gerade das, was ich hören wollte. "Und wenn wir zu einer Entscheidung kommen, die Ihnen nicht gefällt?", warf Natasha in den Raum, woraufhin ich die Ohren spitzte. "Dann gehen Sie in Rente.", antwortete der Minister kalt und verließ gefolgt von seinen Sicherheitsleuten den Raum. Der Besuch war gerade aus dem Raum spaziert, da sprang ich bereits auf. "Setz dich Eleanor." Mein Vater brachte mich zum Schweigen, bevor ich überhaupt das Wort erhoben hatte. "Er hat Recht.", füge er hinzu. "Spinnst du jetzt total?!"
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Desire - Bucky Barnes
FanfictionMan könnte Eleanor als eine weibliche Kopie ihres Vaters bezeichnen. Genau wie Tony Stark ist sie sarkastisch, ehrgeizig und einfach nicht kleinzukriegen. Allerdings stößt auch die taffe Elle an ihre Grenzen als sie auf den unnahbaren und kämpferisc...
