"Alles klar bei dir?" Clint warf mir einen besorgten Blick zu während ich akribisch das Geschehen auf dem Flugplatz verfolgte. "Mal davon abgesehen, dass mein Vater meinen Freund wahrscheinlich gleich in Stücke reißen wird, geht's mir erstaunlich gut.", antwortete ich. "Ich muss zugeben, diese Art von Humor hat mir gefehlt." Er zwinkerte mir zu und richtete seine Aufmerksamkeit dann wieder auf Cap, der sich mit meinem Vater in ca. 200 Metern Entfernung eine hitzige Diskussion lieferte. "Mir übrigens auch." Wanda streifte mir kurz über den Rücken. Die Arme. Ich konnte mir nicht vorstellen wie sie sich innerlich fühlen musste und was sie durchgemacht hatte. Die Welt hatte eine Schuldige gesucht und sie in ihr gefunden. Dabei war sie eine der einfühlsamsten Personen die ich kannte. Bevor wir jedoch die Gelegenheit bekamen unsere Unterhaltung weiter auszuführen, veränderte sich das Bild des Geschehens. Mein Vater, der mit Rhodes alias War Machine erschienen war, erhielt Verstärkung durch Natasha und den Black Panther. "Wer ist denn die Katze im Gummianzug?", fragte Clint spöttisch und ließ sich anscheinend nicht beeindrucken. "Prinz T'Challa. Sohn von König T'Chaka, der beim Attentat in Wien ums Leben gekommen ist. Theoretisch ist er jetzt der neue König von Wakanda. Allerdings hat er es sich zur Aufgabe gemacht sich zu rächen und es uns etwas schwerer zu machen indem er bei meinem Vater mitmischt.", erklärte ich angespannt. "Tze, der soll mal versuchen mich zu kratzen.", kam es entschlossen von Clint, was Wanda und mich zum Kichern brachte. Unsere Aufgabe hier lautete erstmal nur beobachten. Das eigentliche Ziel verfolgten Sam und Barnes. Nämlich das Quinjet unserer Gegenspieler. Clints Hubschrauber, den Steve vorgab erreichen zu wollen, diente nur als Ablenkung für das eigentliche Ziel. "Ich glaube Tony wird langsam ungeduldig.", murmelte ich und verengte die Augen, um besser sehen zu können. "Halte deine Pfeile bereit.", sagte ich in Richtung Clint. Dieser nickte und griff zu seiner Waffe. Mein Gefühl täuschte mich wie erwartet nie. Innerhalb von Sekunden hatte sich ein neuer Gegenspieler dazugeschaltet. "Wer zur Hölle ist das?" Wanda schaute unglaublich auf die Gestalt in einem Rot-Blauen Anzug, die Spinnennetze aus ihren Händen schoss. "Spiderman. Noch nie von ihm gehört?", entgegnete ich. Ich wusste zwar nicht wer unter diesem Anzug steckte, aber ich wusste, dass es ihn gab. Er hatte sich schon einmal bewiesen und es wunderte mich nicht, dass mein Vater in seinem Team auch auf Frischlinge setzte. Ich war schließlich auch mal einer gewesen. "Meine Damen. Ich glaube das Spiel ist gerade interessanter geworden.", grinste Clint. Steve hob derweil die von Netzen verklebten Hände. Clints Zeichen. Blitzschnell hatte er die Fesseln mit einem seiner Pfeile getrennt und Cap somit befreit. Der Kampf begann von Neuem. Scott, der sich die ganze Zeit in seiner Mini-Version in Steves Schild versteckt hatte, machte sich wieder groß und entwendete Spiderman das Schild. Plötzlich kam Bewegung in die Sache. Während Rhodes sich auf Cap stürzte, erhob sich mein Vater in die Lüfte. "Showtime. Er hat uns entdeckt.", flüsterte ich und rannte gefolgt von Clint und Wanda vom Parkdeck. Dank der Head-Set Technologie wussten wir genau wo wir hin mussten, da wir uns so untereinander immer verständigen konnten und wir nun den Standort des Quinjets kannten, welches unser Ticket in die Freiheit war. "Ich glaube jetzt wird's etwas brenzlig.", brüllte Clint als die ersten Feuer eröffnet wurden und bereits einige Steine von den umliegenden Gewölben bröckelten. Hier war ein Kampf zugange, daran gab es keinen Zweifel. "Es wäre schön, wenn du etwas vermitteln könntest Elle." Er zeigte nach oben und ein Lächeln breitete sich auf meinem Gesicht aus. Tony. Genau wie wir es uns gedacht hatten. Wir stoppten und auch mein Vater machte in der Luft halt und schwebte auf der Stelle. "Wanda ich glaube du hast Visions Gefühle verletzt.", war das erste was er von sich gab. Die Sokovianerin fand das jedoch nicht lustig. Ich konnte förmlich spüren, wie ihre Wut hochkochte und sich auf ihre Kräfte auswirkte. "Ihr habt mir Hausarrest verpasst!", schoss sie kalt zurück und ihr Gesicht veränderte sich. "Erstens, ist das übertrieben und zweitens, war das nur zu deinem Schutz.", entgegnete Tony. "Hey Clint.", richtete sich mein Vater an meinen Nebenmann. "Hey Mann.", antwortete dieser und wirkte etwas unsicher. "Ruhestand bekommt dir eindeutig nicht. War dir das Golfen zu langweilig?" Ich verdrehte die Augen. Die typische Tony Stark Klugscheißer-Art kam wieder aus ihm raus. "Naja, bei 18 Loch, 18 Schläge. Ich verfehle nie mein Ziel." Er zuckte mit den Schultern und behielt Pfeil und Bogen fest in der Hand. "Eleanor." Mein Vater nickte mir zu. "Tony.", gab ich zurück und war auf seine nächsten Worte gespannt. "Ich hoffe dir gefällt was Rogers hier angerichtet hat." Ich verdrehte die Augen. "Du siehst auch nur das was du sehen willst. Das was du an- und errichtet hast, nämlich eine nicht zu kontrollierende Macht durch die Regierung, die uns ausschalten kann wann immer sie möchte, scheint an dir vorbeigegangen zu sein." Er schüttelte mit dem Kopf. "Du bist zu jung, um das zu verstehen." Ich stieß ein ironisches Lachen aus. "Merkst du eigentlich, dass du immer wieder die selbe Leier abspielst, wenn dir nichts mehr einfällt? Ziemlich traurig für einen Milliardär und Unternehmer." Die Luft zwischen uns knisterte und Spannung breitete sich immer weiter aus. "Ich werde nicht gegen dich kämpfen Eleanor. Du bist meine Tochter." Für einen kurzen Moment war ich gewillt alles aufzugeben, den kampf zu beenden und alles in frage zu stellen was sich bis hier her ereignet hatte. Doch nur Sekunden später wurde mir klar, dass das nicht mein Weg war. Ich glaubte an Steve und vor allem an mich selbst, an meine eigene Überzeugung. "Tut mir leid Dad, aber das hier ist was Größeres." Dieses Mal fiel es mir deutlich schwerer mich gegen ihn zu stellen. Tony öffnete seine Maske sodass ich ihm in die Augen schauen konnte, was es mir nicht unbedingt leichter machte. "Bist du bereit die Avengers für dieses Preis auseinanderzureißen?" Seine Worte trafen mich und ließen mein Inneres erneut kurz zweifeln. Doch ich reckte mein Kinn, schaute ihm direkt in die Augen und antwortete: "Die Avengers hast du mit deiner Unterschrift zerrissen Dad. JETZT CLINT!" Aus dem Nichts schoss er einen Pfeil, den Tony abwehrte. Unser Blickkontakt brach ab und der nächste Teil des Plans begann. "Anscheinend gibt es doch für alles ein erstes Mal.", spielte mein Vater auf Clints Annahme, dass er sein Ziel niemalsverfehlte , an. Dieser grinste jedoch. "Reine Ablenkung." Und sie hatte funktioniert. Ich ergriff Wandas Hand. "Los, weg hier!", brüllte ich als unzählige geparkte Autos von den verschiedenen Ebenen des Parkhauses flogen und meinen Vater unter sich begruben. Ich war mir sicher ihm würde nichts passieren. Sein Anzug würde ihn schützen und doch verschaffte uns diese Ablenkung ein kleines Zeitfenster.
"Da ist unser Taxi!" Clint sprintete in einem unglaublich hohen Tempo auf die Lagerhalle zu, wo das Quinjet stand. Wie abgesprochen trafen wir wieder auf die anderen und versuchten gemeinsam das Gefährt zu erreichen. Doch Vision machte uns einen Strich durch die Rechnung. Er stoppte uns und auch unsere Gegenspieler stellten sich uns erneut in den Weg. Eine filmreife Szene, so wie wir uns alle gegenüberstanden. "Na Prima und was jetzt?" Sam schien anscheinend schon fast die Nerven verloren zu haben. "Wir kämpfen, was sonst.", gab ich zurück und tauschte einen Blick mit Steve, dieser nickte. Und der Kampf begann von neuem.
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Desire - Bucky Barnes
أدب الهواةMan könnte Eleanor als eine weibliche Kopie ihres Vaters bezeichnen. Genau wie Tony Stark ist sie sarkastisch, ehrgeizig und einfach nicht kleinzukriegen. Allerdings stößt auch die taffe Elle an ihre Grenzen als sie auf den unnahbaren und kämpferisc...
