Kapitel 21 - Ärger im Paradies?

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Sofort brachte Steve Abstand zwischen sich und die Blondine. Mein Stichwort. "Na warte, die kann was erleben!", rief ich mit zusammengebissenen Zähnen und versuchte verzweifelt meine Tür zu öffnen. "Nichts da Elle. Erst brauchen wir unsere Ausrüstung.", entgegnete Sam und drückte auf den Knopf mit der Zentralverriegelung. "Sam!", brüllte ich drohend und rüttelte weiter am Türgriff. "Würdest du dich da hinten vielleicht mal nützlich machen?", richtete sich der ehemalige Fallschirmjäger an Barnes. Dieser nickte zufrieden und griff mit seinem Metallarm nach meiner Hand. "Ruhig Blut Zuckerpuppe." Sein Grinsen machte mich nur noch wütender, aber sein Arm war zu stark. "SAM WILSON!", schrie ich und trat dabei gegen den Vordersitz. "Diese verdammte Schnepfe hat gerade meinen Freund geküsst und alles was du tust, ist mich hier festzuhalten? Tickst du noch ganz sauber?!" Wütend trat ich erneut gegen seinen Sitz und versuchte meinen Gefühlen Luft zu machen. Der Angesprochene warf Bucky einen verzweifelten Blick zu. "Oh nein Sam, wage es nicht dich weiter mit ihm zu Verbünden!", drohte ich ihm und versuchte erneut mich aus den Armen des Winter Soldiers zu befreien, vergeblich. Angesichts der unglücklichen Umstände blieb mir nichts anderes über als mich zu fügen. Barnes zeigte sich von meinen bösen Blicken weniger beindruckt. "Ist das alles was du kannst?", fragte er und schaute mich spöttisch an. "Du bewegst dich auf hauchzarten Eis Barnes.", gab ich leise zurück und schaute dann beleidigt aus dem Fenster. Im Spiegel der Scheibe blieb mir das kleine Schmunzeln, welches sich auf Buckys Lippen stahl, nicht verborgen...

Als Steve die Fahrertür aufriss war ich jedoch sofort wieder in meinem Element. "Hast du sie noch alle?", fuhr ich ihn sofort an und Sam hielt sich schon mal sicherheitshalber die Ohren zu. Cap hob beschwichtigend die Hände. "Mach jetzt bitte keinen Aufstand Elle..." Aufstand? Den konnte er haben! "Du. Ich. Da draußen.", zeigte ich ihm an und öffnete meine nun freigegebene Tür. Steve ergab sich seufzend seinem Schicksal und folgte mir. Bevor ich meine Tür mit voller Wucht zuschlug hörte ich Barnes noch sagen: "Lass ihn am Leben.". Ich warf ihm einen genervten Blick zu und hätte am liebsten gegen die Tür getreten als ich sein dämliches Grinsen sah. Er brachte mich mehr auf die Palme als die gottverdammte Sharon, die mittlerweile das Weite gesucht hatte. "Hör zu, bevor du dich aufregst...Das hatte nichts zu bedeuten. Sie hat mich geküsst, nicht ich sie.", stellte Steve klar bevor ich überhaupt die Möglichkeit hatte erneut aus der Haut zu fahren. "Das weiß ich. Ich habe Augen im Kopf." Ich schüttelte mit dem Kopf und seufzte dabei. "Warum bist du dann so sauer?", wollte mein Gegenüber von mir wissen. Nervös schaute ich mich um und versuchte dabei die richtigen Worte zu finden. "Na weil...Ich es gewusst habe. Ich wusste sie würde früher oder später versuchen sich zwischen uns zu drängen. Das Gefühl hatte ich schon immer und siehe da, es hat mich nicht getäuscht." Eine Weile herrschte Stille zwischen uns, dann nahm Steve jedoch meine Hand. "Für mich hat das keinerlei Bedeutung." Er streifte mir eine Locke aus dem Gesicht. "Ich liebe dich und nur dich.", fügte er hinzu und schaute mich beinahe schuldig an. Ich seufzte erneut. Ich konnte diesem Hundeblick einfach nicht widerstehen. "Anscheinend muss ich damit Leben, dass du so einige Verehrerinnen hast.", sagte ich um die Stimmung wieder etwas aufzulockern. "Ich bin eben heißbegehrt." Steve drehte sich einmal um sich selbst und brachte mich damit zum Lachen. Eine Sache war mir jedoch wichtig. "Du kannst nicht mehr mit ihr arbeiten. Es sei denn du machst reinen Tisch." Ich wusste es war viel was ich da von ihm verlangte. Wahrscheinlich sah er in Sharon immer noch einen Teil von Peggy, aber das war sie nicht. Ich schätzte Sharon als wahnsinnig ehrgeizige Person ein und wenn ich recht hatte würde sie, wenn Cap sie nicht in die Schranken weisen würde, alles versuchen, um ihren Willen zu bekommen. "Ich rede mit ihr wenn ich sie das nächste mal sehe, versprochen." Ich lächelte. "Gut." Steve hielt mir seine Hand hin. "Alles wieder in Ordnung?" Anscheinend fühlte er sich doch etwas schuldig. "Ja, bis auf das du mir keine Gelegenheit gegeben hast Sharon für ihre Aktion in den Arsch zu treten." Ich ergriff seine Hand und schlenderte mit ihm zurück zum Auto. Gelassen lehnte sich Steve mit dem Rücken gegen das Gefährt und grinste. "Du bist süß wenn du eifersüchtig bist, weißt du das?" Ich trat einen Schritt näher und sah aus dem Augenwinkel wie Bucky uns hinter der Scheibe beobachtete. "Ach ja? Bin ich das?", neckte ich ihn und kam noch näher bis er mich an der Hüfte packte und mich küsste. Vielleicht war es nur Einbildung, aber für einen kurzen Moment glaubte ich Buckys unzufriedenes Gesicht gesehen zu haben. Von wegen ich würde Steve nicht lieben...

"Ist die Welt wieder heile?", empfing uns Sam als wir zurück ins Auto stiegen. "War ja nicht zu übersehen.", murmelte Bucky leise neben mir sodass nur ich es hören konnte. "Eifersüchtig?", gab ich zurück und lehnte mich mit einem zufriedenen Lächeln im Sitz zurück. Von links kam ein Schnauben. Nun stand es wohl 1 zu 0 für mich.

"Wanda!" Glücklich schloss ich meine Freundin in die Arme und begrüßte gleich darauf Clint, der mit ihr zusammen zum Treffpunkt am Flughafen gekommen war. "Danke Mann. Ich hätte nicht angerufen, wenn ich eine Wahl gehabt hätte." Auch Steve begrüßte seinen Kumpel mit einem Handschlag. "Du tust mir einen Gefallen. Außerdem...schulde ich ihr noch was.", antwortete er mit einem Blick auf Wanda. "Danke für die Rückendeckung.", richtete sich Steve an Wanda und ich drückte sie an mich. Ich freute mich unglaublich sie wiederzusehen und es war mir unbegreiflich wie sie es so lange in dem "Käfig", in den Tony sie gesteckt hatte, ausgehalten hatte. "Wurde Zeit meinen Arsch zu bewegen.", entgegnete sie und legte grinsend einen Arm um mich. "Schön dich zu sehen Elle.", flüsterte sie und drückte mich. "Was ist mit unserem Neuen?", nahm Cap den Faden wieder auf. "Gut, dass du fragst. Der ist schon ganz aufgeregt." Clint öffnete die mittlere Tür des Vans mit dem sie gekommen waren. Neugierig spähte ich hinein. "Er brauchte ein paar Kaffee, aber jetzt sollte er wach sein.", fügte Clint hinzu und stupste den dunkelhaarigen Mann an, der daraufhin hochschreckte. Ich hielt mir die Hand vor den Mund, um ein Lachen zu verstecken. "Wow, in welcher Zeitzone sind wir?" Der Mann rappelte sich auf. "Wow! Captain America!" Er rannte förmlich auf Steve zu und schüttelte ihm die Hand. Ich tauschte einen belustigten Blick mit Sam. "Sorry, falls ich ihre Hand überschüttelt habe.", meinte er als er Steves Hand nach gefühlten Minuten losließ. "Oh! Sie kenne ich auch!" Er zeigte auf Wanda, die ihm freundlich zuwinkte. "Eleanor Stark?" Er reichte mir die Hand, die ich ergriff. Ich nickte. "Freut mich Sie kennenzulernen Mr. ?" "Scott. Mein Name ist Scott Lang." Wieder ergriff er meine Hand. Anscheinend stand er wirklich auf Hände schütteln. "Na dann...Willkommen im Team Scott." Ich löste mich von seinem Händedruck und klopfte ihm auf die Schulter. "Die Einweisung bekommen Sie allerdings von ihm hier." Ich zeigte auf meinen Freund. "Wir stellen uns gegen das Gesetz. Sie werden kriminell wenn Sie mitmachen." Ich rollte mit den Augen und Wanda schmunzelte. Steve musste manchmal einfach mit der Tür ins Haus fallen. Scott schien das allerdings nicht zu stören. "Ach, die alte Leier." Er wank ab. "Wir sollten jetzt los.", mischte sich Bucky ein. Ich hatte schon fast vergessen, dass er anwesend war. "Auf diesen Moment habe ich gewartet. Ich habe einen Hubschrauber." Clint warf mir einen verschwörerischen Blick zu. Alter Angeber. In diesem Moment erklang eine Durchsage aus den Lautsprechern des Flughafens. "Achtung, das ist eine Notsituation. Alle Passagiere müssen den Flughafen sofort verlassen." Ich tauschte einen beunruhigten Blick mit Wanda. "Das ist nicht gut.", murmelte ich. "Sie evakuieren den Flughafen.", stelle Barnes fest. "Scharf kombiniert.", schoss ich in seine Richtung und verdrehte die Augen. "Ziemlich sicher Starks Werk.", fügte Sam hinzu. "Das könnte eklig werden.", mutmaßte Wanda mit ihrem russischen Akzent. Ich würde wieder auf meinen Vater treffen und auch dieses Mal standen wir auf verschiedenen Seiten.

Desire - Bucky BarnesGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt