"Der Typ da unten führt definitiv etwas im Schilde.", rief ich als ich Cap und Sam schnaufen durch die vielen Gänge des Gebäudes folgte. Bei mir schrillten sämtliche Alarmglocken. Nicht umsonst war das Sicherheitssystem und alle Kameras ausgeschalten worden. "Ich ahne böses.", meinte Sam dunkel und stieß mit der Schulter die nächste verschlossene Tür auf. Als wir den 5. Stock im Untergeschoss erreicht hatten, griff Steve beschützend nach meiner Hand. "Er hat sie ausgeknockt." Er deutete unbehaglich auf zwei Soldaten, die den Eingang zu Barnes "Verließ" bewachen sollten. "Du meinst der Psychologe wars?", fragte Sam und blieb stehen. "Niemand anderes war bei Barnes im Raum als das ganze System ausfiel.", gab ich zu Bedenken und nahm den Blick von den zwei ohnmächtigen Soldaten. In diesem Moment erklang ein schwaches "Helfen Sie mir." aus dem besagten Raum indem wir immer noch Steves Freund vermuteten. Ich tauschte einen kurzen Blick mit meinen beiden Freunden, dann stieß ich mit Wucht die Tür auf und scannte den Raum ab. Steve hingegen fackelte nicht lange, lief an mir vorbei und packte den am Boden liegenden am Kragen. "Wer sind Sie? Was wollen Sie?", herrschte er ihn an. Mittlerweile hatte ich erkannt, dass es der besagte Psychologe war, der angeblich das Gutachten erstellen sollte. "Sehen wie ein Reicht untergeht.", antworte dieser kalt und grinste abfällig. Ein Schatten huschte urplötzlich an uns vorbei, direkt auf Sam zu. "Sam! Vorsicht!", schrie ich und konnte gerade noch verhindern das Barnes auf den ehemaligen Fallschirmjäger einschlug. Er verfehlte ihn und traf eine Wand, deren Gestein zerbröckelte als wäre es aus Styropor. Ohne uns abzusprechen attackierten Steve und ich den völlig wild gewordenen Barnes von beiden Seiten, doch er wehrte sich mit aller Kraft die er aufbringen konnte. Ehe ich mich versah hatte er mich von Steve abgeschottet und gegen die Wand gedrückt. Beinahe ängstlich starrte ich in seine kalten, eisblauen Augen. "Das bist nicht du Barnes. Was auch immer er mit dir gemacht hat. Hör auf.", redete ich auf ihn ein, da ich mir nicht mehr anders zu helfen wusste. Für einen kurzen Moment hatte ich das Gefühl zu ihm durchzudringen. Für einen Moment, aber auch nur einen einzigen glätteten sich seine harten Gesichtszüge. Völlig von ihm eingenommen hielt ich den Blickkontakt. Irgendwas war anders. Seine Augen brachten mich beinahe völlig um den Verstand. Doch mit einer heftigen Bewegung von Steve, der versuchte Bucky von hinten zu packen, brach unsere Verbindung und ein erneuter Kampf entbrannte. "Steve, nein!", brüllte ich, da ich bereits ahnte, dass Bucky in seiner nicht zu bändigenden Wut nicht davor zögern würde auch seinem engsten Freund, vermutlich dem letzten den er hatte, Schaden zuzufügen. Mit ein paar schnellen Tritten hatte er Steve zu einem Loch in einer der Wände befördert. "Barnes! Nicht!", schrie ich mir die Seele aus dem Leib und hängte mich von hinten an seinen starken Körper. Doch er reagiert nicht und beförderte Steve mit einem letzten ausholenden Tritt in das Loch der Wand. Dahinter befand sich ein Aufzugschacht. "Scheiße!", fluchte ich und stürzte sofort zum Rand des Abgrundes, während Barnes sich aus dem Staub machte als würde ihn das alles nichts angehen. "Steve?", rief ich in den Schacht hinab und konnte nicht verhindern, dass bereits die ersten Tränen ihren Weg an meinen Wangen hinunter fanden. Sekunden vergingen, die mir wie Minuten vorkamen, bis mich ein "Ich bin okay." von meinen Höllenvorstellungen erlöste. "Gott sei Dank!", schluchzte ich und wischte mir die Tränen aus dem Gesicht. "ich kann dich nicht sehen.", fügte ich hinzu und starrte in das Dunkle des Schachts. "Ich versuche hochzuklettern. Bleib da und versprich mir das du nichts dummes machst!", tadelte er mich, was mich schon wieder lächeln ließ. Wieso zum Teufel sollte ich ihn jetzt hier alleine lassen? Von Sam war nichts zu sehen. Sicherlich war er Bucky schon auf den Fersen. Ein paar Minuten später griff Steve nach meiner Hand und ließ sich von mir so gut es ging hochziehen. Er war kaum auf den Beinen, da fiel ich ihm schon um den Hals. "Ich dachte ich hätte dich verloren.", murmelte ich, den Kopf auf seiner Schulter abgelegt. Eine wohlige Wärme breitete sich in meinem Bauch aus als ich spürte wie Steve ebenfalls seine Arme fest um meinen Körper schlang. "Ich könnte dich niemals alleine lassen. Egal was passiert Elle. Ich werde immer bei dir sein, das verspreche ich dir.", murmelte er und vergrub die Nase in meinem Haar. "Ich liebe dich.", flüsterte ich und lächelte, als er meiner Nase mit seiner einen Stupser verpasste. Zärtlich entlockte er mir einen Kuss, den ich nur zu gerne hergab. Das wars dann aber auch schon wieder mit der Romantik. "Wir müssen Barnes finden. Wenn T'Challa ihn in die Hände kriegt, kann ich für nichts mehr garantieren.", meinte ich besorgt. "Ich hab da so eine Ahnung wo wir ihn finden. Komm mit." Kurzerhand griff der Avenger nach meiner Hand und stürmte mit mir durch das Gebäude. "Wie viel Treppen willst du noch hochlaufen? Machst du gerade ein zusätzliches Training?", schnaufte ich schon nach ein paar Minuten. Ich war es gewohnt sämtliche Kampffiguren auszuführen, mit Waffen zu kämpfen und auf gerader Strecke um mein Leben zu rennen, aber Treppen steigen und das in einem so unmenschlichen Tempo, war noch nie meine Stärke gewesen. Sport ist Mord, lautete stets meine Devise, die ich jetzt jedoch hinten anstellen musste. "Nur noch ein paar Stufen.", hetzte Cap und triezte mich weiter nach oben, bis er eine schwere Eisentür aufstieß. Sofort wehte mir frische Luft entgegen, gefolgt von dem lauten Geräusch eines Hubschraubers, dessen Insasse unverkennbar Bucky war. "Er will abhauen!", stellte ich fest und rastete beinahe aus als mein Freund sich von mir losriss und sich am Hubschrauber festkrallte. "Steve bist du wahnsinnig?", brüllte ich, konnte aber aufgrund des heftigen Windes nicht zu ihm. Meine Kraft hatte nachgelassen doch Steve schien überzeugter als je zuvor. "Barnes, schalte den verdammten Hubschrauber ab!", schrie ich wie wild obwohl ich wusste, dass er mich sowieso nicht hören konnte. Stattdessen steuerte er immer weiter auf das Ende der Plattform zu. Steve hingegen versuchte weiter seine Flucht zu verhindern und krallte sich mit aller Macht am Geländer der Plattform und an den "Füßen" des Hubschraubers fest. Zitternd versuchte ich immer wieder zu ihm zu gelangen, doch der Gegenwind war zu stark. Plötzlich lenkte Bucky den Hubschrauber mit einem kräftigen Ruck zurück auf die Plattform. "NEIN!", brüllte ich erneut, da ich Angst hatte der Flieger würde Steve unter sich begraben. Doch er konnte sich abrollen und kam schließlich mit dem beschädigten Hubschrauber zum Stehen. Der Wind, der von den Propellern des Hubschraubers gekommen war, legte sich sodass ich sofort zu meinem Freund stürmte. Dieser hielt mich jedoch zurück. In diesem Moment stieß Bucky mit seinem Metallarm das Fenster des Hubschraubers kaputt und griff sich Steve, der noch versuchte sich zu wehren. "Lass ihn los Barnes!", forderte ich Bucky auf und kämpfte erneut mit den Tränen. Die Situation eskalierte, als das Gewicht des Hubschraubers ihn von der Plattform rutschen ließ. Ohne es verhindern zu können musste ich mit ansehen wie Barnes meinen Freund mit in die Tiefe riss. "NEIN!", entfuhr es mir erneut. Sofort blendete ich alles weitere aus, nahm die Beine in die Hand und stürmte sämtliche Treppen wieder nach unten. Ich verschwendete keinen Gedanken daran wer oder was mir auf dem Weg begegnete bis ich auf Sam stieß, der einen Plan hatte.
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Desire - Bucky Barnes
FanfictionMan könnte Eleanor als eine weibliche Kopie ihres Vaters bezeichnen. Genau wie Tony Stark ist sie sarkastisch, ehrgeizig und einfach nicht kleinzukriegen. Allerdings stößt auch die taffe Elle an ihre Grenzen als sie auf den unnahbaren und kämpferisc...
