Lucas' Sicht...
„Mama ich gehe gleich mit einem Klassenkameraden ins Einkaufzentrum. Keine Ahnung, wann ich wieder zuhause sein werde." „Alles klar Liebling, viel Spaß." Ich habe Mama vor meinem Zimmer abgefangen, als sie gerade auf dem Weg nach unten war. Jetzt ist sie allerdings wieder unten verschwunden.
„Mit wem triffst du dich?" Ich erschrecke, als ich Leons Stimme höre. Seit wann steht er hier? Ich habe ihn gar nicht bemerkt und jetzt, wo er mich angesprochen hat, bekomme ich sofort wieder Panik. Trotzdem erwartet er eine Antwort von mir und er wird sicher sauer, wenn ich ihm keine gebe.
„Ehm, also...ich...naja...ich treffe mich mit Florian." „Hätte ich mir eigentlich denken können, denn ich sehe euch die letzten Tage immer zusammen sitzen. Na, dann viel Spaß."
Es klingt nicht so, als wäre er sauer, was mich wieder sehr verwirrt. Doch dann fällt mir direkt etwas ein. Ich vergewissere mich schnell, ob Mama möglicherweise in Hörweite ist, aber die Luft ist rein, denn sie scheint im Keller zu sein.
„Leon warte. Warum hast du dafür gesorgt, dass in der Schule wieder alle mit mir reden? Ich verstehe das nicht." Hoffentlich wird er jetzt nicht sauer wegen meiner Frage.
„Ich habe deiner Mama versprochen, dass ich auf dich aufpassen würde. Und da ich das ja theoretisch nicht brauche, weil ich dich vor mir beschützen müsste, dachte ich halt einfach, dass ich dafür sorge, dass alle wieder mit dir reden. Akzeptiere es einfach und freu dich darüber."
Mit diesen Worten lässt er mich einfach stehen und geht wieder in sein Zimmer. Trotzdem bin ich noch immer verwirrt, aber eine andere Antwort als diese werde ich wohl nicht bekommen. Ich sollte mich wohl einfach damit zufrieden geben, dass er es getan hat und nicht weiter nachhaken...
Zwei Stunden später...
„Schau mal Luca, das ist voll schön." Florian und ich sind seit einer knappen Stunde im Einkaufszentrum und schlendern einfach durch die einzelnen Läden. Gerade jetzt kurz vor Weihnachten bekommt man hier tolle Sachen.
„Magst du eigentlich Fußball?" „Ne, nicht wirklich und du?" „Ja doch schon. Ich würde nämlich mal gerne in dieses Geschäft reingehen. Wäre das okay für dich?" „Klar lass uns ruhig reingehen."
Die Rede ist von einem Fußballladen, wo es wohl allen möglichen Kram zu dem Thema gibt. Ich kenne mich gar nicht mit Fußball aus und interessiere mich auch gar nicht dafür, aber umschauen kann man sich ja trotzdem mal.
Der Laden ist relativ groß und ich habe schon festgestellt, dass hier nicht nur eine Mannschaft vertreten ist, sondern verschiedene. Und ich muss echt sagen, dass der Laden sehr schön ist. Die Produkte sind auch echt cool, das finde ich sogar, der sich absolut nicht dafür interessiert. Hier gibt es Trikots, Fußballschuhe, Flaggen, Tassen, Schlüsselanhänger, Poster und noch ganz viel anderen Kram.
Plötzlich fällt mir ein Buch ins Auge, was sehr cool aussieht. Beim genaueren Hinsehen stelle ich fest, dass es sich hierbei um ein Buch von Leons Lieblingsverein handelt. Das es sein Lieblingsverein ist, weiß ich daher, dass er in seinem Zimmer einiges an Zeug von dieser Mannschaft hat. Würde er sich über sowas freuen? Ach, woran denke ich hier bitte? Als ob er von mir etwas annehmen würde. Und außerdem habe ich keinen Grund ihm etwas zu schenken. Andererseits hat er übermorgen Geburtstag und das könnte eine Art Friedensgeschenk sein. Die Frage ist nur, ob ihn das nicht vielleicht provoziert. Ich weiß es echt nicht...
„Lass uns noch etwas Essen, ich habe Hunger. Komm ich lade dich ein." Florian wartet eigentlich gar nicht wirklich auf eine Antwort von mir, sondern schleift mich schon förmlich mit sich. Ich lasse es aber einfach geschehen, da ich auch echt hungrig bin.
DU LIEST GERADE
Living with my Enemy....!
Teen FictionLuca führt jeden Tag einen Kampf. Ort des Geschehens ist seine Schule. Dort hat er es alles andere als leicht, denn er hat nicht nur keine Freunde dort, sondern sein Mitschüler Leon und dessen Freunde machen ihm jeden Tag das Leben zur Hölle. Nachd...
