Wichtige Ankündigung im Nachwort ....!!!
Leons Sicht...
Marc und ich sind nach unserem Gespräch direkt hochgegangen und stehen jetzt vor Lucas Zimmer. Ich hoffe wirklich, dass er jetzt mit mir spricht und keine zu große Angst bekommt. Aber ich bin realistisch, denn ich weiß ja, dass seine Angst vor mir noch immer enorm groß ist.
„Luca, ich habe Leon mitgebracht. Dürfen wir reinkommen?" Luca ist offensichtlich einverstanden, denn Marc betritt das Zimmer und ich folge ihm einfach. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, was ich sagen oder machen soll. Deshalb warte ich einfach, dass Marc das Wort ergreift. Allerdings wirft er mir nur einen auffordernden Blick zu. Er will also, dass ich jetzt etwas sage. Na klasse, und was soll ich sagen?
Mir müssen jetzt aber auf jeden Fall die richtigen Worte einfallen. „Ehm Luca, Marc hat mir alles erzählt." Natürlich ist Lucas Blick sofort ängstlich, aber zumindest sieht er mich an.
„E...es t...tut mir l...leid." „Dafür musst du dich nicht entschuldigen. Für Gefühle kann man nichts. Und es ist ja nicht mehr so. Wäre vermutlich auch etwas seltsam, wenn du nach allem, was ich dir angetan habe, noch diese Gefühle hättest. Aber ich verstehe deine Angst. Und Markus hat diese Angst vor mir schamlos ausgenutzt. Das hätte er nicht tun dürfen. Allerdings sind da noch ein paar Fragen offen, was dein Verhalten der letzten Zeit angeht. Willst du uns erzählen, was alles passiert ist?"
Marc setzt sich neben Luca aufs Bett, was ich bewundere. Ich weiß, dass Luca nicht nur vor mir, sondern auch vor meinen Freunden Angst hat. Aber trotzdem darf Marc einfach so neben ihm sitzen und ihn in den Arm nehmen. An diesen Punkt werde ich wahrscheinlich niemals kommen, doch daran bin ich selbst schuld.
Ich setze mich also einfach auf den Schreibtischstuhl und schaue Luca abwartend an.
„Nachdem ich ja den Arzttermin hatte, wo du mich hingebracht hast, habe ich wie vom Arzt empfohlen, wieder mit dem Zeichnen angefangen. Also habe ich meinen alten Block wieder rausgekramt. Und ich habe ihn auch mit in die Schule genommen, um da in den Pausen etwas Zeichnen zu üben. Markus hat mich wohl dabei beobachtet. Und als ich am selben Tag in der zweiten Pause zu meinem Spind gegangen bin, um wieder meinen Block zu holen, war dieser Weg. Ich habe ihn natürlich sofort gesucht, aber ich fand ihn nicht.
Und dann stand plötzlich Markus hinter mir und sagte mir, dass er den Block geklaut hat. Er hatte ihn zu dem Zeitpunkt bereits durchgeblättert und das Portrait von dir gefunden. Also hat er sich zusammengereimt, dass ich auf dich stehe. Und er drohte mir damit, dass er dir das Bild zeigen würde. Ich bekam furchtbare Angst, weil ich mir sicher war, dass d...du mir weh...tust, wenn du das Bild siehst. Natürlich merkte er meine Angst und nutzte sie aus, um mich zu erpressen. Er sagte mir, dass ich ab sofort alles tun müsste, was er von mir verlangt. Ansonsten würdest du von dem Bild erfahren.
Es fing eigentlich vermeintlich harmlos an. Zumindest dachte ich, dass es harmlos wäre. Er verlangte von mir, dass ich ihm jeden Tag mein ganzes Schuldgeld sowie mein ganzes Essen und Trinken gebe. Dadurch habe ich in der Schule nichts mehr zu Essen und zu Trinken gehabt und dementsprechend zu Hause immer großen Hunger. Insgesamt habe ich ihm so um die sechzig Euro gegeben. Das war aber nicht alles. Parallel dazu verlangte er von Anfang an, dass ich jeden Tag all seine Hausaufgaben für ihn erledigen sollte. Anfangs ging es noch, aber mit der Zeit kamen immer mehr Aufgaben dazu und irgendwann sollte ich auch Referate für ihn vorbereiten und Berichtigungen von seinen Klassenarbeiten. Das wurde irgendwann so viel, dass ich jeden Tag bis spät in die Nacht an seinen Sachen saß und keine Zeit mehr für meine eigenen Aufgaben hatte. Geschlafen habe ich dann jedes Mal auch nur zwei Stunden oder manchmal sogar gar nicht. Ich wollte in der Schule nicht so absacken, aber ich hatte keine Zeit mehr für meine eigenen Sachen und für Klassenarbeiten lernen konnte ich dadurch auch nicht mehr. Ich hatte keine Wahl, denn er hat mir immer wieder deutlich klar gemacht, dass er dir von dem Bild erzählt, wenn seine Hausaufgaben nur ein einziges Mal nicht vollständig sein sollten. Also gab ich mir Mühe.
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Living with my Enemy....!
Fiksi RemajaLuca führt jeden Tag einen Kampf. Ort des Geschehens ist seine Schule. Dort hat er es alles andere als leicht, denn er hat nicht nur keine Freunde dort, sondern sein Mitschüler Leon und dessen Freunde machen ihm jeden Tag das Leben zur Hölle. Nachd...
