Kapitel 66) Das kannst du nicht von mir verlangen...!

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Lucas' Sicht...

Ich habe mich direkt auf den Weg zu dieser Adresse gemacht. Sie befindet sich mitten in der Innenstadt und ungefähr zwanzig Minuten von Zuhause. Als ich dort ankomme stelle ich fest, dass es ein Apple Store ist. Markus ist auch bereits da und wartet. Was hat er jetzt wieder vor?

„Na endlich, da bist du ja. Hast du Ärger bekommen wegen dem Feueralarm und weil du die Arbeit klauen wolltest? Falls du dich übrigens gewundert hast, warum unser Sportlehrer dich erwischt hat, ich habe ihn angesprochen und gesagt, dass ich dich noch im Gebäude vermute, da du nicht draußen bei uns standest. Also ist er dich suchen gegangen und tja, den Rest weißt du ja." Markus grinst mich fast schon diabolisch an und ich bin einfach nur geschockt. Warum tut er das?

„Aber wieso? Warum tust du mir das an? Ich dachte, dass du die Arbeit haben wolltest?" „Wollte ich nicht. Tatsächlich habe ich sehr gut für die Arbeit gelernt. Alles, was ich wollte war, dass du beim Klauen der Klausur erwischt wirst und das habe ich erreicht. Leider hat es wohl nicht den gewünschten Effekt, da sie dich nicht von der Schule geworfen haben. Ich habe gehört wie Leon, Tim und Marc darüber geredet haben, dass du nur für drei Tage suspendiert wurdest. Aber gut, macht nichts."

„Wieso willst du, dass ich von der Schule fliege? Was habe ich dir getan?" Mir kommen mal wieder, wie so oft die Tränen. „Hör auf zu Heulen du Weichei. Eigentlich hast du mir gar nichts getan, aber ich kann dich einfach nicht ausstehen. Ist jetzt aber auch egal. Weißt du, ich möchte echt gerne ein neues Handy haben und da ich ein großer Apple Fan bin, dachte ich da an das neue IPhone. Und du wirst mir das jetzt besorgen." Das ist nicht sein Ernst? Ich habe überhaupt nicht so viel Geld.

„Das geht nicht! Ich habe doch gar nicht so viel Geld. Das Handy kostet über tausend Euro, wie soll ich das bezahlen?" „Du bist echt noch dümmer als ich dachte. Ich will nicht, dass du es kaufst.

Da du ja nun schon mal auf den Geschmack gekommen bist etwas zu klauen, wirst du jetzt in diesen Store gehen und es für mich klauen."

„Das kannst du nicht von mir verlangen. Bitte Markus, dass kann ich nicht." Ich kann doch kein Handy klauen. Das geht einfach nicht!

„Ach so? Du kannst also nicht? Nun, leider hast du keine andere Wahl. Wenn du mir jetzt nicht dieses Handy besorgst, dann werde ich Leon morgen dein Geheimnis verraten. Und ich denke nicht, dass du das willst? Was wird er wohl mit dir anstellen, wenn er rausfindet, dass du auf ihn stehst? Willst du das wirklich herausfinden?" Seine Worte lassen mich noch mehr weinen. Er hat Recht, wenn Leon mein Geheimnis erfährt, dann wird er mir furchtbar wehtun und davor habe ich große Angst. Was soll ich nur tun?

„Entscheide dich jetzt, ansonsten ist unsere Abmachung sofort geplatzt und Leon wird morgen alles erfahren." Ich habe keine andere Wahl. Leon darf die Wahrheit nicht erfahren.

„O...okay...i...ich mache es." „Brav Luca, du weißt also was gut für dich ist. Nun dann geh und lass dich nicht erwischen."

Meine Beine zittern furchtbar, als ich den Laden betrete. Außerdem habe ich furchtbare Bauchschmerzen. Am liebsten würde ich jetzt ganz schnell wieder verschwinden, aber ich muss das jetzt durchziehen.

Bei den IPhones angekommen, finde ich schnell das neuste Model. Okay Luca, jetzt musst du es durchziehen. Ich schaue mich nervös um, aber im Laden ist im Moment kaum jemand. Dann werde ich doch auch sicher nicht erwischt, oder?

Jetzt oder nie Luca. Du musst das jetzt machen.

Noch ein letzter Blick zu allen Seiten und dann nehme ich mir einen der Handykartons aus dem Regal. So unauffällig wie möglich verstecke ich den Karton in meiner Jacke. Jetzt muss ich nur noch hier raus und dabei möglichst nicht erwischt werden. Hoffentlich schaffe ich das auch.

Living with my Enemy....!Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt