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Es ist nun zwei Tage her seit der Küchengeschichte, ich bin wieder zurück in meiner Wohnung, nach dem Abendessen hatte Anna mich zurück in meine Wohnung gebracht damit wir alle wieder normal in die Woche starten konnten. Wir hatten noch Nummern ausgetauscht um über die Woche Kontakt halten zu können doch bis jetzt hatte sich noch keiner der beiden gemeldet. Auch ich hatte mich nicht getraut sie anzuschreiben, beide waren viel beschäftigt und ich wollte sie nicht nerven. Heute war dienstag und ich saß gelangweilt im Mathe Unterricht und ließ meine Gedanken schweifen und dachte an die kleine Übernachtungsparty. Als plötzlich die Zweifel in mir hoch schossen. Was war wenn ich mich blamiert hatte, zu viel geweint hatte oder sie mich doch nicht mehr wollten. Meine Gedanken fingen an sich im Kreis zu drehen und ich konnte mich irgendwann gar nicht mehr auf den Unterricht konzentrieren. Das ganze gegrübelt schlug mir zusätzlich auf den Magen, ich bekam Bauchschmerzen und mir wurde schlecht. Ich habe mich entschuldigt und bin zur Toilette gegangen. Dort angekommen setzte ich mich mit meinem Handy in der Hand auf die Toilette und starrte es an. Sollte ich ihnen schreiben oder wirkte das zu aufdringlich. Es waren ja gerade mal zwei Tage gewesen in denen wir uns nicht gesehen hatten. Ich ließ es bleiben und ging zurück in meinen Unterricht, mein Blick ließ ich aus dem Fenster über den Parkplatz gleiten, als ich sah wie eine schöne blonde Frau aus ihren Wangen stieg und auf das Gebäude zukam. Es dauerte ein Moment bis meine Augen und mein Gehirn wieder zusammen arbeiten und ich feststellte das das Anna war. Was machte sie hier? Warum parkte sie vor meiner Schule, wollte sie zu mir? Tausend Gedanken rasten wieder durch meinen Kopf. Ich nahm mein Handy raus und machte schnell ein Foto von ihr und schrieb ihr dann.

> Was machst du an meiner Schule? (Im Anhang das Bild von ihr und ein grinsende Emoji)

Ich konnte noch sehen wie sie ihr Handy raus holte und darauf schaute aber nicht antwortete. Geknickt versuchte ich meine Aufmerksamkeit wieder auf den Unterricht zu lenken. Mathe war nie mein Lieblingsfach ich hasste es sogar richtig. Als es endlich zur Pause klingelte ging ich nach unten um mir aus dem Automaten einen Schokoriegel zu holen. Als ich hinter mir unseren Schulleiter mit einer Frau reden hörte. Es ging darum, wann sie an dieser Schule anfangen sollte und er sagte ihr das sie gleich Morgen ihre ersten Stunden hätte. Ich drehte mich mit meinem Riegel in der Hand um und blieb perplex blinzelnd vor dem Automaten stehen und konnte meinen Augen nicht trauen. Es war Anna mit der er sprach. Ich versuchte das gehörte in meinem Kopf zusammen zu puzzeln und kam zu dem Schluss das Anna wahrscheinlich zukünftig an meiner Schule unterrichten sollte. Mein Schulleiter sah das ich die beiden anstarrte und sah kurz zu mir. "Guten Morgen Lucy, das ist Miss Bates, sie wird ab morgen meinen Biologie Unterricht übernehmen. Hast du die Ausarbeitung für morgen vielleicht heute schon dabei und kannst die mit ihr zusammen durchgehen?" sagte er zu mir und ich konnte nicht glauben was ich gerade hörte. Ich konnte nichts sagen und war einfach nur überfordert mit der Situation. "Mhm ja, die habe ich dabei." meinte ich leise und nickte um meine Aussage zu untermalen. "Gut, dann wirst du für eine Stunde aus deinem nächsten Unterricht entschuldigt und gehst das zusammen mit Miss Bates durch." Ich nickte nur und sah Anna dann etwas verwirrt an, sie zwinkerte mir zu was mein inneres zum kribbeln brachte aber anmerken ließ ich mir nichts. "Dann komm doch nach der Pause eine in den Biologieraum und wir besprechen alles." sagte sie mit einem Grinsen und ich entfernte mich von den beiden und asauf dem Weg nach oben einfach meinen Riegel. Völlig verwirrt ließ ich mich auf meinen Stuhl plumpsen und holte die Biounterlagen aus meiner Tasche. Als es zur nächtes Stunde klingelte erklärte ich der Lehrkraft das ich für die Stunde freigestellt wurde und machte mich auf den weg zum Bioraum. Dort angekommen klopfte ich vorsichtig gegen die Tür und öffnete sie langsam als man mich rein bat. Mit einem breiten Lächeln empfangen Anna mich, ich trat ein und schloss die Tür hinter mir. "Du verlangst bestimmt eine Erklärung oder?" fragt sie und legte ihren Kopf schief. Ich nickte nur und setzte mich auf den Stuhl neben ihr. Sie sah sich kurz um und legte dann unauffällig ihre Habd auf mein Knie. Mich überkam eine Gänsehaut und ich spürte wie sehr ich einfach nur in ihre arme fallen möchte und mit ihr kuscheln will, ich schüttelte diese Gedanken beiseite und hörte ihr zu. "Also ich wurde mit ein paar Bio und ein paar Chemiestunden an diese schule versetzt, weil eine Lehrkraft diese Schule verlässt und ihr einen Ersatz braucht, das muss bestimmt komisch sein das ich dich plötzlich unterrichten werde, nicht wahr?" Ich nahm ihr Hand und spielte an ihren Ehering rum ohne etwas zu sagen. "Hey, Erde an Lucy, jetzt nicht abdriften, du musst mir erklären was ihr gemacht habt." meinte sie liebevoll aber doch streng. Ich nickte wieder nur und zeigte ihr dann was wir die letzten Wochen so durchgegangen sind. Als es dann zur kleinen Pause klingelte und wie waren fertig. Sie sah mich eindringlich an und strich mir dann kurz und flüchtig über die Wange, ich genoss es für einen Moment doch zog ich dann schnell meinen Kopf weg. Sie sah mich verwirrt an und verstand wahrscheinlich nicht warum ich das tat. "Alles okay?" fragte sie vorsichtig und lächelte leicht. "Ja, nur ... umm..." "Ist es wegen dem was am Wochenende in der Küche passiert ist?" fragte sie und unter brach mich. Ich schüttelte schnell und heftig mit dem Kopf und sie sah mich fast erleichtert an. "... ich bin in der Schule und kann jetzt nicht ... naja du weißt schon..." Sie sah mich immer noch etwas verwirrt an bis ihr scheinbar ein Licht aufging. "Ich trigger dein Little-Ich damit, stimmt's?" fragte sie nach und ich nickte langsam. Anna war von Anfang an jemand bei dem es mit extrem einfach viel klein zu sein, sie hatte irgendwas an sich, was das in mir auslöste, weiß Gott, was das war. "Okay, dann halte ich mich in Zukunft zurück." meinte sie und zwinkerte mir zu was mich zum Lächeln brachte. "Auch wenn es mir schwer fällt weil du so unglaublich süß bist!" fügte sie noch hinzu und stupste mich kurz mit ihrer Schulter an. "Na los, dann nimm mal deine Mappe und geh in den Unterricht, was hast du jetzt?" Ich stand auf und nahm meine Mappe. "Englisch, also können wir ruhig nich eine Stunde in der Mappe blättern!" meinte ich und lachte dann. Sie stand auf und kam ein Stück mit zur Tür. "Ich würde gerne noch eine Stunde mit dir hier verbringen, aber Englisch ist wichtig und wir sehen uns bestimmt bald wieder. Ich kann ja mal Vero fragen ob ich dich Freitag Nachmittag direkt mitbringen kann, dann könntest du das ganze Wochenende mit uns verbringen." Meine Aungen fingen an zu funkeln und ich nickte aufgeregt, ich würde nichts lieber tun als das ganze Wochenende mit den beiden zu verbringen. Ich möchte die beiden jetzt schon so sehr das ich am liebsten immer bei ihnen wäre, aber wir sollten es vermutlich langsam angehen lassen. "Das wäre toll!" sagte ich mit breitem Grinsen, wie gerne würde ich Anna jetzt einfach umarmen aber sie war gerade nicht meine Mommy sondern meine Lehrerin und das wäre wohl etwas komisch. "Ach und Lucy... das wir uns privat kennen darf niemand erfahren!" meinte sie streng und stützte ihren Arm in ihrer Taille ab. "Ja, ich weiß!" Sie nickte und ich öffne die Tür und trottete zurück in mein Klassenzimmer. Oben angekommen sah ich wieder aus dem Fenster und konnte sie dabei beobachten wie sie wieder zu ihrem Auto lief und sich nochmal nach dem Gebäude umsah, bevor sie Einstieg und los fuhr. Urplötzlich war mein Tag tausendmal besser und ich war richtig motiviert bei dem Unterricht dabei. Als der Schultag endete setzte ich mich wieder in den Bus und hörte Musik als ich eine Nachricht von Veronica bekam.

>Hey, Kleine, willst du heute Abend um Abendessen kommen? Wir könnten Pizza machen.

>Hey!!! Ja gerne, wann denn?

>Ich hole dich so gegen 18 Uhr ab, Anna weiß nichts davon, wir überraschen sie einfach.

Das Anna nichts von Veronicas Plan wusste war irgendwie witzig und ich fand es echt cool, sie damit zu überraschen, das wir zusammen essen würden. Zuhause angekommen machte ich schnell die Hausaufgaben zu Morgen fertig und packte dann meinen kleinen Rucksack wo ich das nötigste also Plüschi und was zum spiele rein packte und lief dann nach unten und warte auf Veronica. Als ein großes schwarzes Auto vor mir parkte wurde ich etwas nervös, die Scheibe fuhr unter und Vero grinste mich breit an. "Na los, sping rein!" meinte sie und öffnete die Tür von innen und stieß sie auf, ich hüpfte ins Auto und wir fuhren zu den beiden nach Hause. "Sie ist im Arbeitszimmer, wenn du dich ganz leise anschleichst kannst du sie bestimmt erschrecken." meinte sie und zwinkerte mir zu. Ich legte meinen Rucksack neben das Sofa und schlich mich dann auf Zehnenspitzen an sie ran. "Buuuh!" rief ich laut und sie zuckte zusammen. "Um Gottes Willen, ich bin alt willst du das ich ein Herzinfarkt bekomme!" reif sie und drehte sich dann schnell um, schnappte mich und zog mich in eine Unarmung auf ihren Schoß. "Was machst du denn hier?" fragte sie während sie mich immer noch knuddelte. "Veronica hatte mich gefragt ob ich zum Essen kommen will..." meinte ich und legte meinen Kopf auf ihrer Schulter ab. "Ah ihr beide macht gemeinsame Sache und schließt mich aus... wie fies!" sagte sie mit einem freudigen Ton und kitzelte mich durch. Ich merkte sofort wie ich langsam aber sicher wieder klein wurde und kuschelte mich noch näher an sie. "Was macht ihr beide denn hier?" fragte Vero und stand am Türrahmen gelehnt vor uns. "Ich glaube, ich hab sie klein gekuschelt." meinte Anna und lachte dann. Ich drehte meinen Kopf ein Stück und schob mir instinktiv meinen Daumen in den Mund. "Nicht den Daumen nehmen, das ist Bäh." meinte Anna und zog meine Hand von meinem Mund weg. "Sie ist gerade zwei Minuten hier!" meinte Vero. "Ich kann doch auch nichts dafür, wenn das so schnell geht, hoffe nur das sie das in der Schule einigermaßen unterkontrolle hat!" meinte Anna und stand dann mit mir im Arm auf und lief zu Veronica dir mit einen Schnuller in den Mund steckte und wir zusammen in die Küche liefen. Den Abend verbrachten wir damit Pizza zu machen, zu essen und auf dem Sofa zu kuscheln, bis beide mich dann wieder zurück zu meiner Wohnung brachten und mich ins Bett steckten, sie blieben wohl noch bis ich eingeschlafen war, denn am nächsten Morgen war ich wieder allein in meiner Wohnung.

LucyWo Geschichten leben. Entdecke jetzt