Die Nachricht

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Eliza und Tom lasen sich gemeinsam die Bücher über die dunkle Magie durch während der Weihnachtsferien. Sie waren sowieso allein.
Eliza interessierte sich genau wie Tom für diese verbotene Magie. Doch nur bis zu einer bestimmten Grenze.
„Warum lehren sie uns hier nicht die unverzeihlichen Flüche?" fragte Tom genervt.
„Wahrscheinlich haben sie Angst, dass wir uns sonst alle gegenseitig quälen oder töten." kicherte Eliza und nahm ihn nicht wirklich ernst.
„Ich meine es ernst, Eliza. Es wäre so viel wichtiger und interessanter, wenn man uns den richtigen Umgang mit ihnen lehrt. Jeder kann selbst entscheiden, ob er sie anwendet." sagte Tom fasziniert.
„Naja, sie sind halt einfach verboten. Wir würden nach Askaban geschickt werden, wenn wir sie anwenden." sagte Eliza.
„Nur, wenn man uns dabei erwischt." grinste Tom.
„Wen würdest du denn quälen oder töten wollen?" fragte Eliza irritiert.
„Meine Feinde."
„Welche Feinde denn?"
„Die ich mir mit der Zeit machen werde." sagte Tom sicher.
„Wovon sprichst du?"
„Verstehst du denn nicht, Eliza? Ich bin zu Größerem bestimmt. Ich spreche mit Schlangen und mein Vorfahre war Salazar Slytherin." sprach Tom beeindruckt.
Eliza war bewusst, dass diese Welt für Tom Riddle ganz neu war. Doch sie wollte nicht, dass er die Ansichten von Salazar Slytherin teilte, auch wenn er ein vermeintlicher Nachfahre von ihm war. Irgendwie mochte sie Tom und wollte ihm in dieser magischen Welt helfen.
„Weißt du, weswegen du im Waisenhaus lebst? Also, ich meine... weißt du was mit deinen Eltern passiert ist?" fragte Eliza vorsichtig. Sie wollte Tom besser kennenlernen und lernen ihn zu verstehen.
„Mir wurde gesagt, dass meine Mutter bei meiner Geburt starb. Wer mein Vater ist, weiß ich nicht." antwortete Tom.
„Wollen wir es herausfinden? Er muss sicher ein großartiger Zauberer sein, falls er von Salazar Slytherin abstammt."
„Vielleicht stammte aber auch meine Mutter von ihm ab."
„Aber möchtest du nicht trotzdem mehr über deine Herkunft erfahren? Von welchen Leuten du abstammst?"
„Wie?"
„Ich weiß nicht aber wir finden einen Weg. Ich helfe dir dabei, wenn du mich nur lässt." sagte Eliza.
Tom dachte nach und sah Eliza an.
„Versprich mir, dass du immer an meiner Seite sein wirst." sagte Tom ernst und streckte Eliza seine Hand entgegen.
Sie nahm ohne zu zögern Tom Riddles Hand und schüttelte sie. Die beiden 11-Jährigen wurden an diesem Tag enge Freunde.
Am letzten Tag der Ferien trafen Elizas Freundinnen wieder ein.
Amanda stürmte auf Eliza zu und umarmte sie voller Freude.
„Du hast mir so gefehlt, El." sagte Amanda.
Eliza drückte sie fest an sich.
„Du mir auch." erwiderte sie.
„Schön dich zu sehen, Eliza." sagte Edith, die mit Jane gemeinsam eintraf. Eliza begrüßte die beiden ebenfalls und sie gingen danach in ihren Schlafsaal.
„Wie waren eure Ferien?" fragte Eliza neugierig.
„Oh, es war schön Mom und Dad wiederzusehen." sagte Amanda freudig.
Eliza sah traurig zu Boden.
„Hast.. du was von deinen Eltern gehört?" fragte Amanda vorsichtig.
„Nein." sagte Eliza traurig. Sie wusste nicht, was mit ihrem Vater nun war. Sie bekam von ihren Eltern keine Nachricht.
„Oh, das tut mir so leid." sagte Edith.
„Ich bin sicher, dass es deinem Vater bald wieder besser geht." sagte Jane.
„Ja, man sagt, dass bereits an einem Heilmittel gegen Drachenpocken geforscht wird. Bald wird diese Krankheit ein Ende haben und deinem Vater wird es wieder gut gehen." sagte Amanda überzeugt. Eliza war sich dabei nicht so sicher. Dass ihre Eltern sich nicht meldeten, war kein gutes Zeichen, doch sie wollte sich nichts weiter anmerken lassen, solange sie keine Gewissheit hatte.
„Wie waren eigentlich deine Ferien, El?" fragte Amanda, um Eliza abzulenken.
„Ihr werdet es nicht glauben aber ich habe mich mit Tom Riddle angefreundet." erzählte Eliza stolz.
„Mit dem Waisenjungen?!" fragte Jane überrascht.
„Mit dem komischen stillen Jungen, mit dem keiner was zu tun haben möchte?!" fragte Edith geschockt.
„Jetzt hört mal auf. Er ist total in Ordnung. Wir hatten viel Spaß zusammen. Und er ist ganz anders, als ihr denkt." verteidigte Eliza ihn.
Jane und Edith sahen Eliza immer noch negativ überrascht an.
Amanda sah ihre Blicke und wollte Eliza nicht verunsichern.
„Es freut mich, dass du nicht allein warst." sagte sie nur zu Eliza.
Eliza war froh, dass Amanda sich für sie freuen konnte eine neue Freundschaft geschlossen zu haben, auch wenn die anderen sie nicht verstanden.
„Danke, Amanda." lächelte Eliza.
„Naja, ich finde ihn immer noch komisch." sagte Jane.
„Ja, er ist so.. in sich gekehrt und möchte mit niemandem etwas zu tun haben.." erwiderte daraufhin Edith. Die beiden waren sich wohl was Tom Riddle anging einig. Eliza fand das nicht fair und Amanda stand ihr zum Glück zur Seite.
„Ihr kennt ihn nicht. Eliza schon. Und ich denke, sie kann sich am ehesten ein Urteil über ihn erlauben." sagte Amanda. Die anderen beiden schwiegen nach ihrer Ansage.
Eliza lächelte Amanda an. Sie hatte sich genau die richtige als ihre beste Freundin ausgesucht und darauf war sie sehr stolz.
Einige Tage vergingen. Der Unterricht fing wieder an. Jane und Edith verhielten sich noch sehr trotzig. So kam es, dass die beiden nicht bei Amanda und Eliza beim Essen saßen.
Eliza sah die beiden genervt an.
„Ignorier die beiden. Du hast nichts falsch gemacht. Das Einzige, was falsch ist sind deren Ansichten. Nach deinen Erzählungen scheint dieser Tom ja in Ordnung zu sein. Ich hoffe, du stellst mich ihm bald vor." grinste Amanda.
„Ja, wieso nicht?"
In dem Moment traf die Eulenpost der Woche ein. Lauter Eulen flogen in der großen Halle herum.
Eine Eule schmiss einen Brief über Eliza ab, sie fing ihn auf.
Sie starrte den Absender an.
„Was ist? Von wem ist der?" fragte Amanda neugierig.
„Von.. meiner Mom." sagte Eliza und starrte den Brief an.
„Ähm.. soll ich ihn für dich öffnen?" fragte Amanda vorsichtig.
Eliza dachte kurz nach und nickte dann daraufhin.
Sie gab Amanda den Brief.
Amanda öffnete ihn und las ihn sich durch.
„Oh, Eliza.. es tut mir so leid." sagte Amanda und sah Eliza traurig an.
„Was.. ist denn?" fragte Eliza. Sie konnte bereits ahnen, was los war, doch sie wollte es nicht glauben.
„Dein Vater.. er hat es nicht überlebt."
Eliza stockte der Atem.

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