Little Hangleton

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„Hier ist es." staunte Eliza. Little Hangleton war, wie der Name schon sagt, nicht sehr groß aber sehr schön.
Es gab nicht viele Häuser, doch eines stach besonders heraus.
Es war ein großes schönes Anwesen, das auf einer Anhöhe stand und das beeindruckendste von ganz Little Hangleton war.
Tom spürte aus irgendeinem Grund, dass dies das Anwesen seines Vaters sein musste.
„Dort ist es." sagte er und deutete auf das Anwesen.
„Wir können es versuchen." sagte Eliza.
Gemeinsam gingen sie mit Gerti zu dem Anwesen.
„Riddle." las Eliza vor. Es stand auf einem Torbogen vor dem Anwesen.
Tom zauberte die beiden mithilfe des Desillusionierungszaubers unsichtbar.
Alohomora!" sagte Eliza, damit sich das verschlossene Tor öffnete.
Die beiden betraten das Anwesen und sahen sich ein wenig um.
Man sah Umrisse von Gestalten, die sich im Gebäude aufhielten. Tom und Eliza beschlossen, durch die Fenster zu sehen.
Sie sahen direkt in das große Wohnzimmer. Ein Kamin, hohe vollbepackte Bücherregale sowie gemütliche Sitzmöbel waren zusehen.
Sie sahen drei Menschen.
Ein älteres Ehepaar sowie ein Mitte 30-jähriger Mann.
„Das wird dein Vater mit deinen Großeltern sein, Tom." sagte Eliza aufgeregt.
Tom sah sich durchs Fenster im gesamten Raum um.
„Keine Magie..." sagte er leise.
„Es scheinen Muggel zu sein." antwortete Eliza.
Tom schien sehr enttäuscht.
„Was eine Schande."
„Aber das ist doch nicht so schlimm."
„Nicht so schlimm? Du hast gut reden. Du bist reinblütig." sagte Tom angespannt. Eliza erschrak. Wütend hatte sie ihn noch nie erlebt.
„Tom, nichtsdestotrotz stammst du von Salazar Slytherin ab. Deine Mutter muss eine großartige Hexe gewesen sein." versuchte Eliza auf ihn einzureden.
„Ich bin nur ein wertloses Halbblut. Dieser Muggel hat die Linie Slytherins verunreinigt." sagte Tom und sah wütend zu seinem Vater.
„Ich erzähle es keinem.. wenn es dir hilft."
Tom sah Eliza zögerlich an.
„Versprochen?"
„Ja, versprochen. Es bleibt unser Geheimnis, dass du halbblütig bist, wenn es dich so belastet. Niemand wird davon erfahren."
Tom wirkte wenig zufrieden, war jedoch froh, dass Eliza nichts weitererzählen würde.
„Lass uns zurückkehren." sagte Eliza.
Sie verließen das große Anwesen und zauberte sich wieder sichtbar.
„Gerti, bring uns zurück." sagte Eliza.
Mit einem Knall apparierten die drei zurück zum Muggelwaisenhaus.
Tom wirkte sehr enttäuscht. Er starrte den Eingang des Waisenhauses an.
„Nächstes Schuljahr musst du nicht zurückkehren. Sprich mit Professor Dippet. Er wird dir sicherlich eine Sonderaufenthaltserlaubnis erteilen. Dann musst du nicht mehr hierher zurückkehren." sagte Eliza zu ihm zuversichtlich.
„Das werde ich machen. Danke, Eliza." sagte Tom und drehte sich zu ihr um.
Sie hatte Mitleid mit ihm also umarmte sie ihn. Er wirkte anfangs überrascht und distanziert, doch schloss dann schlussendlich seine Arme um sie.
„Wir sehen uns in der Schule." sagte Eliza und lächelte ihn an. Danach apparierte sie mit dem Hauselfen zurück nachhause.
„WO WARST DU?!" rief ihre Mutter, als Eliza vor ihren Augen mit Gerti auftauchte.
„Ich war bei einem Freund."
„Einem Freund? Und da kann man nicht mal Bescheid sagen?! Ich habe mir Sorgen gemacht, Eliza!"
„Es tut mir leid. Es wird nicht mehr vorkommen."
„Das will ich auch für dich hoffen. Von welchem Freund sprichst du überhaupt?!"
„Sein Name ist Tom."
„Und weiter?!"
„Tom Riddle."
„Und was war so wichtig, dass du Reißaus zu Tom Riddle nehmen musstest?!"
„Er hat nach seiner Vergangenheit gesucht. Er ist ein Waisenkind und wir haben seinen Vater gesucht."
„Aha. Und? Erfolg gehabt?" fragte ihre Mutter streng.
„Ja.. also nein. Er war enttäuscht. Sein Vater war nicht so, wie er es sich vorgestellt hatte. Ist auch egal."
„Das nächste Mal informierst du mich bitte vorher, haben wir uns verstanden?!"
„Ja.."
„Geh hoch auf dein Zimmer!"
Eliza seufzte und stapfte hoch in ihr Zimmer.
Sie wollte lediglich einem Freund helfen. Dass sie Ärger bekommen würde, war ihr zwar klar, doch dass ihre Mutter so wenig Verständnis haben würde, nicht.

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